Och menno, jetzt durften letztens sowohl Ines als auch Sheru sich an ihren Jahrestagen im Tagebuch vorstellen. Dabei hab ich, Louisa aus Zimmer 7, am Montag doch auch meinen Jahrestag und niemand hat mich bisher gefragt, ob ich auch was schreiben will. Irgendwie werde ich immer übersehen. Ich war nie Katze der Woche, das haben Lara und Louis übernommen, die mittlerweile ja sogar beide schon ausgezogen sind. An Weihnachten durfte ich zwar die Preise verleihen, aber einen Preis bekam ich nicht, der ging an meine Schwester Lalou. Aber so ist das nunmal als eine von 6 jetzt noch 3 schwarzen Katzen. Aber hätte ich die Chance auch endlich mal im Tagebuch zu landen, würde ich den Leuten folgendes erzählen:
Tagebuch 10.07.26

Ich bin Louisa und bin schon fast mein ganzes Leben im Eifeltierheim. Nun bin ich bereits 2 Jahre alt und würde gerne mehr von der Welt sehen. Zimmer 7 ist zwar ganz nett, aber ich hab gehört, es soll noch viel schönere Zimmer geben, sogar ganze Wohnungen, in denen die Katzen überall hindürfen und alles erkunden können. Der absolute Hammer wäre dann auch noch ein sicherer Balkon, aber darauf könnte ich auch verzichten. Viel wichtiger wäre es mir, dürfte ich Heidi und Lalou mitnehmen. Die beiden sind mir so ans Herz gewachsen, ich kenne ja sonst kaum jemanden. Und gerade Lalou täte es gut, mich an ihrer Seite zu haben, sie hat nämlich immernoch Angst. Aber keine Sorge, für die Schmuseeinheiten würden Heidi und ich Sorgen. Jetzt würden sich sicherlich einige Leser fragen, warum wir denn überhaupt noch da sind, das ist ganz einfach erklärt: wir sind Coronaträger. Jetzt mag der ein oder andere natürlich denken, dass ja 80-90% aller Katzen Coronaträger sind und Corona ja nur schlimm ist, wenn es ausbricht und zu FIP mutiert, was mittlerweile sogar behandelbar, aber natürlich auch nicht ganz günstig ist. Bei uns ist das Problem, dass unser Coronastamm sehr aggressiv sein muss, da lange nicht mehr so viele Katzen an FIP erkrankt und verstorben sind, wie die in unserem Zimmer. Eigentlich ist die Wahrscheinlichkeit mittlerweile recht gering, dass es noch bei uns mutiert, aber um Stress und Ansteckung mit weiteren Coronastämmen zu vermeiden, bleiben wir lieber unter uns in Wohnungshaltung, denn eine kleine Restangst bleibt natürlich. Aber vielleicht finden wir ja mal unsere eigenen Menschen, die uns liebhaben und im Zweifel auch unsere FIP behandeln, sollte sie doch ausbrechen. Aber eigentlich kann das natürlich auch jeden treffen. Sollte es soweit kommen, würden unsere Tierpfleger unsere neuen Leute sicher auch unterstützen.

Schade, dass das keiner lesen wird, ich werde es wohl nie ins Tagebuch schaffen. Aber sollten diese Zeilen zufällig doch bei unseren zukünftigen Menschen landen, können diese sehr gerne im Tierheim anrufen, sich beraten lassen und nach dem Besuchstermin hoffentlich 3 glückliche schwarze Katzen mitnehmen, die man optisch sogar unterscheiden kann, wenn man sie gut kennt. Lara, Louis und Georgina, unsere Freunde, die bereits ausgezogen sind, haben ihre Umzüge gut überstanden und glaube ganz fest daran, dass bei uns auch alles gut gehen wird.
