Eifeltierheim Altrich
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Tagebuch 11.09.26

verfasst am 11. September 2026

Unser Neuzugang

Schnuffel wurde wegen Umzug bei uns abgegeben. Der ältere Kater ist ein absoluter Einzelprinz und besteht auf seinen Freigang, wobei er sich nie weit weg von Zuhause bewegt.

Nachtrag zu Fred

Fred war am Dienstag bei der Eingangsuntersuchung. Er ist etwa im April geboren, nun geimpft und gechipt und sein FIV-/Leukose-Test war negativ.

Nachtrag zu Jennifer und Co.

Auch die Katzen, welche über das Veterinäramt zu uns gekommen sind, waren am Dienstag zum Teil bei unserem Tierarzt. Jennifer wurde auf bereits ca. 15 Jahre geschätzt, ihr Blutbild war verhältnismäßig ok. Die Jungspunde Jojo und Jacqueline wurden etwa im Mai geboren. Jasmin ist ca. 11 Jahre alt. Alle Katzen sind negativ getestet.

Nachtrag zu Mimi

Leider baute die ängstliche Katzenoma Mimi in letzter Zeit immer weiter ab. Am Dienstag stellte sich heraus, dass dies an einem Tumor in ihrem Mäulchen lag, weshalb wir sie gehen ließen. Mimi wird, wie all unsere verstorbenen Katzen, verbrannt und auf einer Wiese verstreut.

Hallo zusammen,
Wir haben vor 6 Wochen den kleinen Kater Jeremy zu uns genommen und es seitdem keine Sekunde bereut.
Vier Wochen vorher hatten wir ja schon den Kater Duman bekommen, der ebenfalls auf Eurer Internetseite unter externe Katzen war.
Wir wollten euch gerne mal ein paar Fotos von den beiden zukommen lassen.
Lg und vielen Dank
Kira, Julia und Ann-Kathrin K. aus Osann-Monzel

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Tagebuch 10.09.26

verfasst am 10. September 2026

Wir haben mal wieder rumgefragt, wer denn diesmal Katze der Woche werden soll. Schnell war klar, Hiltje-Fee soll ihre Luxussuite räumen:

Hallo,

mein Name ist Hiltje-Fee, ich bin 11 Jahre alt und ich lebe ganz alleine im Wintergarten von Zimmer 2. Die anderen Katzen nennen es Luxussuite und beneiden mich darum, dass ich einen Wintergarten für mich alleine habe, aber ganz ehrlich: ich hätte viel lieber ein neues Zuhause. Andere Katzen mag ich nicht, weshalb ich überhaupt mein Einzelzimmer habe. Dafür mag ich Menschen, besonders mein vorheriges Herrchen vermisse ich sehr. Er adoptierte mich vor einigen Jahren aus dem Eifeltierheim, da hieß ich noch nur Hiltje, er nannte mich dann liebevoll Fee. Leider ist mein Herrchen schon sehr alt und konnte sich nicht mehr um mich kümmern, aber er ruft täglich an und erkundigt sich nach mir. Darüber freue ich mich jeden Tag sehr. Denn ich weiß, er hat mich nicht abgegeben, weil ich ihm egal bin, sondern weil er mich liebt und nur das Beste für mich will. Genauso einen Menschen suche ich nun wieder. Sonst brauche ich eigentlich nicht viel, nur Freigang und einen oder zwei neue Lieblingsmenschen. Und vielleicht eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder so, denn bei meinem alten Herrchen ging Liebe leider durch den Magen.

Willst du vielleicht mein neuer Lieblingsmensch werden? Dann melde dich einfach bei meinen Pflegern, vielleicht können wir uns schon bald kennenlernen.

Eure Fee

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Tagebuch 09.09.26

verfasst am 9. September 2026

Heute kein Eintrag

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Tagebuch 08.09.26

verfasst am 8. September 2026

Unsere Vermittlung

Gestern Nachmittag haben uns Odin und Raya nach über einem Jahr endlich verlassen. Das Geschwisterpaar ist zu einem Pärchen nach Daun gezogen und darf später auch in den Freigang.

Nachtrag zu Quetschi und Friedi

Die beiden ausgesetzten Perserkatzen aus Wittlich wurden letzte Woche endlich kastriert, nachdem wir beiden nochmal ordentlich was auf die Rippen gefüttert hatten. Sie sind jetzt auf einem Katzenzimmer und dürfen in die Vermittlung.

Nachtrag zu Wuma

Auch der Leukosekater Wuma konnte nach seiner Schnupfenbehandlung endlich kastriert werden. Am Freitag darf er zurück zu den Findern.

Tür zu verschenken:

Wir hatten eine etwas ungewöhnlichere Anfrage: Jemand möchte eine Tür mit Katzenklappenloch verschenken. Die Tür ist 1,99m hoch und 0,86m breit. Die Maße des Loches für die Katze sind 0,17m x 0,14m. Bei Interesse bitte im Tierheim melden.

Kater vermisst:

Binar wird seit dem 01.09. in Rehlingen-Siersburg vermisst. Vielleicht ist der zutrauliche Klater in ein Auto eingestiegen? Man kann ihn an seinem kurzen Schwnz erkennen. Wer hat Binar gesehen?

Kater vermisst:

Auch Kater Hope ist verschwunden. Bereits seit dem 01.08.26 wird er schmerzlich in Malberg vermisst. Er hatte zu dem Zeitpunkt eine leichte Entzündung im vorderen Beingelenk. Wer hat Hope gesehen?

Hallo ihr Lieben,

wir wollten euch mal wieder ein kleines Update von Milo schicken. Ihm geht es sehr gut und er hat sich inzwischen richtig bei uns eingelebt. Wir haben wirklich viel Spaß mit ihm und können uns unser Zuhause ohne ihn gar nicht mehr vorstellen.

Er wird auch immer mutiger und neugieriger. Wenn es klingelt, läuft er mittlerweile zusammen mit Pixie zur Tür und wenn wir nach Hause kommen, wartet er meistens schon dort auf uns.

Mit Pixie ist es momentan etwas durchwachsen. Sie faucht ihn leider wieder häufiger an. Milo lässt sich davon allerdings überhaupt nicht beeindrucken und versucht trotzdem immer wieder, sie zum Spielen zu überreden.

Seinem alten Namen macht er übrigens alle Ehre: Die ehemalige „Bürste“ liebt Bürsten tatsächlich über alles, ganz im Gegensatz zu Pixie.

Auch sonst hält er uns gut auf Trab. Nach dem Kochen muss inzwischen alles direkt weggeräumt werden, weil Milo garantiert nachschauen kommt. Und er hat sogar herausgefunden, wie man den Gelben Sack öffnet. Leere Dosen vom Katzenfutter werden deshalb hin und wieder stolz durch die Wohnung getragen.

Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist, und haben euch noch ein paar aktuelle Fotos angehängt.

Liebe Grüße
Anna

Hallo liebes Tierheim,
Wir würden gerne mitteilen wie gut sich die kleinen Katzen schon bei uns eingelebt haben.
Nagiri und Arla hören bei uns jetzt auf die Namen Elli und Kimi. Die zwei Kleinen haben sich mittlerweile schon super bei uns eingelebt!
Elli ist total schnell aufgetaut und hat von Tag 1 an nur Quatsch im Kopf, hält jeden auf Trab und sorgt für gute Laune im Haus durch ihre freche, aber liebevolle Art. 🙂 Denn wenn sie mal etwas ruhiger ist liebt sie es auf dem Sofa zu liegen und zu kuscheln.
Kimi macht sich schon sehr gut und wird nach und nach immer zutraulicher und neugieriger. Anfang der Woche haben wir es zum ersten Mal geschafft, dass er sich kraulen lässt. Nach etwas Überzeugungsarbeit hat er dann gemerkt, dass das doch gar nicht so blöd ist und ihm das sogar ganz gut gefällt!! 🙂 Wir hätten niemals gedacht, dass das ganze so schnell gehen könnte, sind darüber aber überglücklich. Wenn es so weiter geht wird der kleine Mann noch zu einem richtigen Kuschelkater! 🙂 Die beiden sind jetzt schon ein super Team und nutzen den Platz im Haus total aus, um viel miteinander zu spielen, aber auch um sich zwischendurch mal zurück zu ziehen oder aus dem Fenster zu schauen. XD

Wir sind wirklich überglücklich, dass Elli und Kimi sich so gut verstehen und wir so tolle Fortschritte machen können.

Viele liebe Grüße von Elli & Kimi und Mami & Papi von den beiden!

Anbei noch ein paar Fotos der beiden! 😀

Hallo,
Ich möchte euch gerne ein kurzes Update zu Lunars Einzug geben ☺️
Er scheint sich hier sehr wohl zu fühlen, hat nach Ankunft am Mittwoch direkt das ganze Haus erkundet und sich gar nicht versteckt.
Er benimmt sich als wäre er schon immer bei uns gewesen 😅
Von Unsauberkeit ist nichts zu sehen, eins der Kästchen hat er sofort gefunden und akzeptiert, mein Bett hat er auch sofort erobert (keine Dauerlösung, aber für den Anfang okay 🙈)
Das einzige was er nicht so toll findet, ist alleine bleiben. Dann redet er viel, mit wem auch immer… Daran wird er sich bestimmt in den kommenden Wochen gewöhnen.
Über den aktuell noch verbotenen Freigang diskutieren wir täglich mehrmals ☺️

Liebe Grüße
Anna & Hanna H.

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Tagebuch 07.09.26

verfasst am 7. September 2026

Unsere Vermittlungen

 

Letzte Woche hatten wir wieder eine sehr erfolgreiche Vermittlungs-Woche.

Den Anfang hat Dasher gemacht. Er ging am Donnerstag als Zweitkatze zu einem Paar nach Landscheid.

Am Samstag zog Halara als Einzelfreigängerin zu einer Familie nach Niederprüm.

Auch Merlin und Bobby verließen uns am Samstag. Die beiden Kater leben nun als Freigänger bei einer Familie in Spangdahlem.

Aber das Vermittlungshighlight letzte Woche war der Auszug von Ingo und Ines. Am Mittwoch durften sie sich noch als Platz Nr. 3 der Dauergäste erneut vorstellen und Samstag war es dann endlich soweit. Nach über einem Jahr Tierheimaufenthalt haben uns die beiden nun verlassen und sind zu einer Frau nach Wolfsfeld gezogen.

Unsere Neuzugänge

Amir ist ein alter Fundkater aus Arbach. Er wurde etwas verwirrt aufgefunden und zu uns gebracht. Schnell stellte sich heraus, dass er gechipt und bei Tasso registriert ist. Die Verwirrtheit ist bekannt und Ninja, wie er wirklich heißt, darf nun wieder nachhause.

Diese acht Katzen kamen über das Veterinäramt am Dienstag zu uns: Julia und ihre Kids Josefine, Junior und Johanna, sowie die Mädels Jennifer, Jaqueline, Jojo und Jasmin. Die Truppe war bisher noch nicht beim Tierarzt.

Am Donnerstag kam Mama Jodie mit ihren 5 Backstreet Boys Nick, Brian, AJ, Howie und Kevin. Die Katzenfamilie wurde in Dodenburg aufgelesen. Auch sie waren bisher noch nicht beim Tierarzt.

Am Samstag kam der kleine Fred als Fundkatze aus Hillesheim zu uns. Sein Bruder, mit welchen er sich nicht gut verstanden hat, durfte bei den Findern bleiben, die Mama wird noch eingefangen und kommt nach.

 

Vor einer ganzen Weile kamen Lilith, Alastair, Satan, Crowley und Asmodeus zu uns, die wir euch bisher noch nicht vorstellen durften. Sie kamen ebenfalls vom Veterinäramt zu uns und wurden nun endlich freigegeben. Lilith ist ca. 3 Jahre alt und die Mama von Crowley und Asmodeus, welche ca. im April diesen Jahres geboren wurden. Satan ist ca. 1 Jahr alt und Alastair 3 Jahre und als einziger von der Truppe bereits kastriert. Die drei Erwachsenen waren Freigänger, die zwei kleinen waren bisher noch nicht draußen.

Katze vermisst

Die 3-4 Wochen alte Ezy wird seit dem 31.08. in Malbergweich vermisst. Das zutrauliche Katzenmädchen ist leider nicht gekennzeichnet. Wer hat Ezy gesehen? Bitte bei uns melden.

Das WDR war letzte Woche wieder bei uns für die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“. Die Ausstrahlung ist am 27.09.26 geplant und es sollen die Katzen Salina, Sox und Bella vorgestellt werden. Wir drücken den Dreien die Daumen, dass sie durch die Show alle ein passendes Zuhause finden.

 

Dazu passend hat sich Nidorina, der Star des letzten Jahres, bei uns gemeldet:

Hallo liebes Tierheim,

Nidorina hier! Nach langer Zeit melde ich mich nun auch nochmal, da mir zugetragen wurde, dass der WDR wieder im Haus ist. Als Ehemalige Little Miss Altrich kennt ihr mich bestimmt noch alle! Immerhin war ich am 16.03.2025 auch schon im Fernsehen bei “Tiere suchen ein Zuhause”.

Hier bei uns gibt es Neuigkeiten! Denn bei Mister Miau und mir ist vor kurzem noch ein Kater eingezogen. Er ist natürlich nicht so bekannt wie ich, aber er hat es immerhin schon zur Katze der Woche im Tierheim-Tagebuch gebracht – Frankie! Und er hat beim Einzug direkt einen ganz schönen Wirbel veranstaltet. Es hat keinen ganzen Tag gedauert, da hat er schon die Gardine samt Halterung aus der Decke gerissen. Dabei bin ICH ja eigentlich für die Innenarchitektur hier zuständig. Auch sonst fand ich ihn am Anfang ganz blöd. Aber der hat mir mit seinem wackelnden Po und Schwanz einfach Angst gemacht. Ich konnte ja nicht wissen, dass das bei ihm normal ist und er mich gar nicht fressen will. Da war Mister Miau schon mutiger und hat den ersten Schritt gemacht. Da hab ich mich dann auch getraut.

Naja, was soll ich sagen, er wurde in den letzten Wochen zu einem richtig tollen Spielkameraden. Am Anfang hatten unsere Zweibeiner Angst, wir würden streiten, so wild toben wir manchmal. Immerhin hat der Frankie in der Katzen-Kita schon ganze Kriege losgetreten. Aber da wir mindestens genauso viel kuscheln und uns immer häufiger gegenseitig putzen, konnten wir die Zweibeiner von unserer Freundschaft überzeugen!

Mister Miau und Frankie sind leider noch keine so guten Freunde geworden. Ich bin mir sicher, dass die beiden nur etwas länger brauchen, immerhin sind die ja auch nicht so schlau wie ich.

So! Ich muss los, die Nickerchen halten sich schließlich nicht von selbst!

Zum Schluss muss ich natürlich noch meinem ehemaligen Co-Star Sheru und den zukünftigen Promis alles Gute wünschen und, dass sie auch ganz bald das perfekte Zuhause finden.

Grüßt den WDR von mir!

Eure Nido!

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Tagebuch Sonderseite

verfasst am 5. September 2026

Stellungnahme zum Artikel im Trierischen Volksfreund vom 3. September 2026:
„Fremde Katzen im Garten: Wann wird man vom Helfer zu Halter?“

Der Anlass für den Bericht ist die nun in Trier geltende Katzenschutzverordnung. Grundsätzlich begrüßen wir eine solche Verordnung, denn sie setzt dort an, wo Verantwortung beginnt: bei den Halterinnen und Haltern von Katzen. Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sind wichtige Maßnahmen, um weiteres Katzenelend zu verhindern.

Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass die Problematik der sogenannten Streunerkatzen eine andere ist.

Ich kann an dieser Stelle nicht für das Tierheim Trier sprechen und auch nicht beurteilen, wie viele Helferinnen und Helfer dort tatsächlich zur Verfügung stehen, um Streunerkatzen und Katzenwelpen einzufangen. Was ich weiß: In Trier gibt es seitens der Stadt finanzielle Unterstützung für die Kastration von Streunerkatzen. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig.

Doch eine scheue Streunerkatze ist nicht automatisch ein Tier, das im Tierheim untergebracht werden kann oder sollte.

Ein Tierheim sollte man bitte nicht mit einem Seniorenheim vergleichen, in dem ein Bewohner einzieht und dauerhaft bleibt. Ein Tierheim lebt vom Prinzip „rein und raus“. Tiere werden aufgenommen, versorgt und möglichst in ein geeignetes Zuhause vermittelt. Würde man jede scheue, nicht sozialisierbare Streunerkatze dauerhaft im Tierheim unterbringen, wären die vorhandenen Kapazitäten innerhalb kürzester Zeit erschöpft.

Deshalb wäre es in vielen Fällen sinnvoller, zunächst die Mutterkatze einzufangen, sie kastrieren zu lassen und anschließend – sofern sie nicht sozialisiert werden kann – an einer geeigneten Stelle weiter zu versorgen. Vielleicht findet sich eine Person, die bereit ist, die Katze regelmäßig zu füttern und ein Auge auf sie zu haben.

Bei den Kitten sieht die Situation anders aus. Junge Katzen lassen sich häufig noch sozialisieren und anschließend in verantwortungsvolle Hände vermitteln. Genau hier kann Tierschutz sinnvoll und nachhaltig ansetzen.

Was leider viele Menschen nicht verstehen: Wir können nicht jedes Problem einfach aufnehmen.

Die Tierschutzvereine und Tierheime sind längst am Limit. Auch wir können uns vor Anfragen kaum retten. Aktuell haben wir beispielsweise mehr als 200 Katzen, um die wir uns kümmern, die wir einfangen, unterbringen oder aufnehmen sollen.

Und trotzdem wird immer wieder erwartet, dass ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer die Probleme lösen, die an anderer Stelle entstehen.

Wir sollen teilweise Aufgaben übernehmen, die eigentlich der öffentlichen Ordnung, den Kommunen oder anderen zuständigen Stellen zuzuordnen sind. Gleichzeitig gehören wir selbst nicht zur öffentlichen Verwaltung und verfügen nicht annähernd über deren Mittel und Strukturen.

Anerkennung allein reicht irgendwann nicht mehr.

Ja, wir bekommen viel Lob. Uns wird gesagt, wie toll es ist, dass es uns gibt und dass wir uns kümmern. Aber nach dem Lob kommt häufig – nichts.

Die Realität des Ehrenamtes sieht anders aus.

Ob jemand eine sogenannte Messiwohnung fluchtartig verlässt und 15 Katzen zurücklässt, ob ein Halter ins Gefängnis muss oder aus anderen Gründen seine Tiere nicht mehr versorgen kann – die Beispiele sind vielfältig. Am Ende stehen sehr häufig Menschen aus dem Tierschutz vor dem Problem und sollen es irgendwie richten.

Aber womit?

Mit unseren privaten Fahrzeugen, unserer Freizeit, unseren Nerven, unseren eigenen Räumlichkeiten und häufig auch mit unserem eigenen Geld.

Wir sind alle am Limit.

Und genau deshalb muss man bei der Diskussion über Streunerkatzen ehrlich über die vorhandenen Strukturen sprechen.

Für Streunerkatzen gibt es derzeit keine einfache, eindeutige Lösung, in die sie problemlos „einsortiert“ werden können. Sie fallen teilweise komplett durch das System.

Dabei sind diese Katzen nicht einfach irgendwo „vom Himmel gefallen“. Viele stammen ursprünglich von Fundtieren, ausgesetzten Tieren oder nicht kastrierten Hauskatzen ab. Genau deshalb müssen wir das Problem langfristig an der Wurzel angehen.

Die Katzenschutzverordnung setzt dabei zunächst bei den Katzen an, die ein Zuhause haben. Halterinnen und Halter sollen dafür sorgen, dass ihre Tiere kastriert, gekennzeichnet und registriert sind. Das ist ein wichtiger Schritt – und irgendwo müssen wir schließlich anfangen.

Aber gleichzeitig dürfen wir die bereits vorhandenen Streunerkatzen nicht aus dem Blick verlieren.

Es ist widersprüchlich, wenn einerseits immer mehr Aufgaben auf den Tierschutz zukommen, andererseits aber die notwendige Infrastruktur fehlt.

Alle Tierheime sind derzeit am Limit.
Wir können uns vor Anfragen kaum retten. Gleichzeitig sollen wir immer mehr Tiere aufnehmen, einfangen, medizinisch versorgen, kastrieren, sozialisieren und vermitteln.

Doch wer ist eigentlich für den Bau und die Finanzierung weiterer Tierheime verantwortlich?

Offensichtlich möchte diese Verantwortung niemand übernehmen.

Und genau hier liegt das eigentliche Problem.

Für den Schutz von Wildkatzen werden immer wieder erhebliche öffentliche Fördermittel bereitgestellt. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig. Aber die Hauskatze, die inzwischen in sehr vielen Haushalten lebt und deren unkontrollierte Vermehrung letztlich auch zu dem Problem der Streunerkatzen beiträgt, darf dabei nicht vergessen werden.

Es kann nicht die Lösung sein, immer neue Aufgaben an ehrenamtliche Tierschützer zu delegieren und gleichzeitig darauf zu hoffen, dass sie das schon irgendwie schaffen.

Tierschutz braucht nicht nur Dank und Anerkennung. Tierschutz braucht Strukturen, finanzielle Unterstützung und ausreichend Platz.

Wir helfen gerne. Wir tun das aus Überzeugung und weil uns die Tiere am Herzen liegen.

Aber auch Ehrenamt hat Grenzen.

Und wenn diese Grenzen längst erreicht sind, sollte man nicht noch mehr Erwartungen an diejenigen stellen, die ohnehin schon versuchen, ein System aufzufangen, das an vielen Stellen nicht funktioniert.

Vielleicht wäre deshalb die bessere Frage nicht:

„Wann wird man vom Helfer zum Halter?“

Sondern:

„Wann erkennen wir endlich, dass ehrenamtliche Tierschützer nicht die fehlende öffentliche Infrastruktur ersetzen können?“

Denn eines ist sicher:
Wir helfen – aber wir können nicht alles auffangen.

Anke Zimmer

Tierheimleitung

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Tagebuch 04.09.26

verfasst am 4. September 2026

Dauergast Nr 5: Rocky

 

Im Januar durfte Rocky sich als Katze der Woche vorstellen, aber auch diesen eigensinnigen Kater wollte bisher niemand haben. Er kam am 30.07.25 zu uns ins Eifeltierheim und belegt damit Platz 5 der derzeitigen Langzeitinsassen. Dabei hatte sich Rocky damals so viel Mühe mit seinem Text gegeben, sodass er ihn heute nochmal aufsagen darf, los Rocky, nutze deine nächste Chance:

Guten Tag, liebe Tagebuch-Leser.

Mein Name ist Rocky und ich bin 4 Jahre alt und zweifele so ein bisschen an mir und meinen Fähigkeiten.

Ich hielt mich immer für hübsch und liebenswert und jeder müsste sich doch um mich reißen. Stattdessen werde ich irgendwie nur herum geschoben, weitergegeben, zurückgegeben. Also echt, langsam werde ich etwas unentspannt.

Aber von vorne: am 30.07.25 wurde ich nach Altrich gebracht. Ich lebte in Manderscheid und bin einer netten Frau zugelaufen, die schnell herausfand, dass mein wahrer Besitzer mich nicht mehr haben wollte. Also durfte ich bei ihr leben, aber nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass wir doch besser getrennte Wege gehen müssten. Bei ihr liefen immer so komische kleinere Menschen herum, die man Kinder nennt. Und die sind wirklich manchmal beängstigend. Ich wehre mich halt auf etwas aggressivere Weise, wenn ich mich bedroht fühle.

 

Hier in Altrich zeigte ich mich sehr lieb und alle liebten meinen schönen Silberblick. An einer Augenlinse ist eine Trübung, die mich schielend aussehen lässt. In Wahrheit muss ich ständig nachsehen, ob meine Nase noch da ist. Könnte ja sein, dass die mal plötzlich weg ist.

Im Januar war es dann soweit! Ein Mensch verliebte sich in mich und nahm mich mit in sein Zuhause. Ich war auch ganz ganz lieb. Allerdings sage ich auch schnell Bescheid, wenn mir das Streicheln zu viel wird. Wir hätten Freunde werden können, doch eine allergisch reagierende Nase wurde unser Verhängnis. Bevor also meinem neuen Menschen die Nase abfallen würde, kam ich wieder zurück nach Altrich. Hier sitze ich nun und hoffe tierisch auf eine baldige neue, endgültige Menschenfreundschaft.

Guckt doch mal, wie süß ich gucke. Können diese Augen lügen?

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Internet: eifeltierheim.de

Spenden

Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, um unser Tierheim als solches zu unterhalten und die hier lebenden Tiere zu pflegen und zu ernähren. Wir sind für jeden Betrag dankbar, den Sie dieser guten Sache zukommen lassen und freuen uns sehr, wenn Sie uns unterstützen. Spenden richten Sie bitte an das folgende Konto:

Eifeltierheim-Altrich
Bank: Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG
IBAN: DE 74 5606 1472 0005 6632 76 | BIC: GENODED1KHK

Bank: Sparkasse Eifel-Mosel-Hunsrück
IBAN: DE 35 58751230 0032755522 | BIC: MALADE51BKS
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