Eifeltierheim Altrich
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Tagebuch 15.12.25

verfasst am 15. Dezember 2025

Unsere Vermittlungen

Gestern Abend durfte Kater Stevie zu einer Frau nach Platten ziehen. Er ist dort nun Einzelfreigänger.

Daffodil ist reserviert und wird morgen abgeholt, genauso wie Amber und Ashley, welche nächste Woche ausziehen dürfen. Auch Eliot und Giles dürfen sich freuen, sie dürfen bald gehen, jedoch muss Giles vorher nochmal zum Tierarzt.

Unsere Neuzugänge

 

Bella (17) und Felix (39) kamen am Freitag zu uns, da ihr Besitzer schwer erkrankt ist. Die graue Bella ist ca. 2020 geboren und bereits kastriert, genauso wie der 10-jährige Felix. Beide Katzen sind Freigänger und gehen voraussichtlich heute zur Eingangsuntersuchung.

Nachtrag zu Jerry und Tigger

Jerry und Tigger waren letze Woche bei der Eingangsuntersuchung. Die Brüder wurden beide negativ getestet. Leider wurde bei Tigger ein Herznebengeräusch gehört, weshalb er heute nochmal zur Kontrolle geht.

Nachtrag zu Santa und Clause

Auch die beiden Jungkatzen waren bei der EU. Santa ist ca. 10 Wochen alt, der kleine Clause ca. 8 Wochen. Ihr Schnupfen und die Augenentzündung sind mittlerweile besser, aber es wird noch etwas dauern, bis sie zur Vermittlung freigegeben werden, also bitte noch keine Anfragen.

Nachtrag zu Angeline

Leider hat sich bisher kein Besitzer bei uns gemeldet, weshalb Angeline am Freitag bei der Eingangsuntersuchung war und kastriert wurde. Ihr FIV-Leukose-Test war negativ und ihr Alter wurde auf ca. 2023 geschätzt.

Totfund:

Leider wurde in Altrich Büscheid eine wahrscheinlich überfahrene Katze gefunden. Über die Tätowierung konnten wir herausfinden, dass sie 2021 über uns kastriert und wieder ausgewildert wurde, aber manchmal werden Streuner mit der Zeit auch zutraulicher und suchen sich ein Zuhause, also vielleicht vermisst sie jemand? Sie war eine weibliche Black Smoke (schwarz mit grau-weißem Unterfell).

Katze vermisst:

Hallo liebes Team vom Tierheim Altrich,

wir wohnen in Karl und vermissen seit Samstag vor eine Woche schmerzlich unseren Kater „Leo“. Er wurde dato wahrscheinlich das letzte Mal draußen gesehen (wie wir vermuten) und seither ist er wie vom Erdboden verschluckt. Ist er vielleicht in der letzten Woche bei Ihnen abgegeben worden (siehe Bild im Anhang).

Viele Grüße aus der Eifel,

Familie F.

Katze vermisst:

Türchen 15 💕

 

Das heutige Türchen darf unser Herr Götten für euch öffnen.

Hallo zusammen,
mein Name ist Götten – Herr Götten, einen Vornamen brauche ich nicht. Heute bin ich an der Reihe, für euch das nächste Adventskalendertürchen zu öffnen.

Wisst ihr, ich war einst ein Streuner auf einem Bauernhof. Zuvor war ich schon einmal bei einer Fangaktion kastriert worden, war also bereits bekannt. Doch ich war nicht immer der gesündeste – weshalb man immer wieder versuchte, mich einzufangen. Aber nicht mit mir! Jahrelang ging das so, bis ich mich ein zweites Mal schließlich doch fangen ließ.

Meine Futtermenschen auf dem Hof gaben mir den Namen Herr Götten, weil ich sie wohl an einen Bauern aus dem Ort erinnerte. Ich nehme das mal als Kompliment. Meine Pfleger im Tierheim gaben mir zusätzlich noch den Spitznamen „Mr. Catch me if you can“, weil ich so unfangbar war.

Hier im Tierheim geht es mir inzwischen richtig gut – ich bin sogar richtig lieb geworden. Im Endeffekt ist es auch gut, dass ich hier gelandet bin, denn hier kann man meine Ohren regelmäßig kontrollieren und mich sofort zum Onkel Doc bringen, wenn es schlimmer wird. Ich habe nämlich Hautkrebs an Ohren und Nase. Dieser kann entstehen, wenn Katzen mit hellen Ohren und Nasen zu viel Sonne abbekommen. Also passt gut auf eure Schützlinge auf – damit ist wirklich nicht zu spaßen.

Aber heute soll es eigentlich nicht um mich – den Mr. Catch me if you can – gehen, sondern um die Mrs. Catch me if you can. Also lehnt euch zurück und genießt die Geschichte, die ich euch heute erzähle.

Alles ereignete sich vor ein paar Jahren auf einem Autobahnparkplatz nahe Salmtal. Über Wochen hinweg wurden dort immer wieder Katzen gemeldet – aber immer, wenn unsere Pfleger schauen wollten, war natürlich nichts zu sehen. Eine Fangaktion auf einem Autobahnparkplatz ist eben echt nicht einfach. Also fingen sie zunächst an zu füttern.

Doch da die Katzen zuvor schon von dem ein oder anderen LKW-Fahrer mit allem Möglichen versorgt wurden, wollten sie unser Katzenfutter nicht – gab ja was deutlich Besseres. Also probierten unsere Pfleger alles Mögliche aus, bis sie am Ende auf Katzenpudding stießen. Der ist ja auch verdammt lecker (schmeckt sogar unseren Pflegern gut 😉).

Mit diesem Pudding fütterten sie die Katzen schließlich an die Falle. Wisst ihr, was das für unsere Pfleger bedeutete? Wochenlang waren sie jeden Morgen vor der Arbeit und jeden Abend nach der Arbeit auf diesem Parkplatz – komplett im Dunkeln. Es war immerhin schon Herbst, die Tage wurden immer kürzer. Ganz schön gruselig, so ein Autobahnparkplatz.

Aber warum spannten sie nicht einfach die Falle und warteten ab? Keine gute Idee! So eine Fangaktion muss gut durchdacht sein. Bei so vielen Menschen, die dort unterwegs sind, hätte jemand aus Mitleid oder Schadenfreude eine Katze aus der unbewachten Falle befreien können – und das wäre katastrophal gewesen. Ich bin ja das beste Beispiel: Eine Katze, die einmal in einer Falle saß, lässt sich so schnell kein zweites Mal fangen. Wir Katzen sind schließlich nicht blöd … na ja, zumindest die meisten.

Und dann musste natürlich auch genug Platz im Tierheim frei sein – denn niemand wusste, wie viele Katzen dort überhaupt unterwegs waren.

Eines Abends war dann endlich der perfekte Zeitpunkt gekommen. Drei unserer Pfleger machten sich auf, die Katzen nun ein für alle Mal zu fangen. Und den ganzen Abend gelangweilt im Auto sitzen und warten? Nein! Unsere Pfleger machten sich daraus einen gemütlichen Abend: Die Sitze wurden umgelegt, eine kleine Matratze, Decken, Laptop und ein bisschen Fast Food – fertig war der lustige Filmeabend.

Zwischendurch kontrollierten sie immer wieder die Falle, damit ein Pfleger mit dem zweiten Auto die gefangenen Katzen direkt ins Tierheim bringen konnte, während die anderen beiden weiter Wache hielten.

Recht schnell gingen die ersten beiden in die Falle: zwei Halbwüchsige. Als der Film zu Ende war, die Fangaktion aber noch nicht, machten sich die Pfleger schon Gedanken über Namen. Der Parkplatz hieß Pohlbach, und die Katzen fraßen alles – außer normalem Katzenfutter. Vor allem Katzenpudding! Schnell war klar: Der erste Kater musste Pudding heißen. Seine Schwester bekam den Namen Peanut.

Und weiter ging die Aktion. Dann ging eine deutlich erwachsenere Katze in die Falle – wahrscheinlich die Mutter. Sie bekam den wunderschönen Namen Pannacotta. Pflegerin Leonie brachte sie ins Tierheim, während Line und Christin weiter Wache hielten.

Plötzlich kam der Anruf von Leonie:
„Ich brauche eure Hilfe!“

Und mit einem Mal wurde aus der Fangaktion Pohlbach die Fangaktion Eifeltierheim. Denn die Golden-Degus-Girls Dorothy, Blanche, Sophia und Rose dachten sich wohl: Wenn die Menschenmädels sich einen schönen Abend machen können, dann wir auch! Sie feierten eine kleine Party außerhalb ihres Käfigs.

Und glaubt mir – so kleine, flutschige Degus wieder einzufangen ist echt nicht einfach! Doch mit vereinten Kräften schafften es die Pfleger schließlich. Es war da aber schon sehr spät, weshalb die Fangaktion für diese Nacht abgebrochen wurde.

Eigentlich können die Pfleger den Degus dankbar sein. Nein, nicht weil sie ausgebüxt sind – sondern weil sie erst ausgebüxt sind, als Pannacotta bereits gefangen war. Denn: Als die Pfleger am nächsten Morgen nach ihr schauten und ihr Frühstück brachten, staunten sie nicht schlecht – plötzlich saßen sieben Katzen in der Box!

Pannacotta war Mama geworden.

Wären die Kleinen noch auf dem Parkplatz geboren worden … oh je. Die Winzlinge waren aber auch echt zum Anbeißen – also bekamen auch sie passende Namen:
Pommes, Paella, Pizza, Pasta, Plunder und Pancake.
Ja … meine Pfleger denken wirklich sehr viel ans Essen.

Doch auch hier war die Aktion Pohlbach noch nicht vorbei. Die Pfleger fütterten weiter – sie konnten ja nicht wissen, ob dort noch andere Katzen unterwegs waren. An verschiedenen Stellen stellten sie verschiedenes Futter auf. Es wurde gefressen – aber war das wirklich eine Katze? Oder doch ein Fuchs?

Eine Wildkamera musste her. Eine nette Ehrenamtliche half dabei und äußerte den Wunsch, die nächste Katze solle doch bitte Peter heißen. Und tatsächlich: Auf der Kamera war eine schwarz-weiße Katze zu sehen. In einer kleineren Aktion konnte sie schließlich gefangen werden.

Doch dann das Problem:
Peter kann man nicht essen.
Und es war auch gar kein Kater.

Der einzig logische Name also: Petrasilie.

Nach diesem Tag fraß niemand mehr auf dem Parkplatz, und die Aktion wurde erfolgreich abgeschlossen. Unsere Pfleger haben nun eine wunderschöne Geschichte zu erzählen – und ganz vielen tollen Katzen ein Leben abseits der Straße und die Chance auf ein eigenes Zuhause geschenkt.

Das war sie also – die Geschichte der Mrs. Catch me if you can … oder eigentlich der ganzen Familie Catch me if you can, erzählt von mir:
Herrn Götten, auch bekannt als Mr. Catch me if you can.

Ich gehe mir jetzt mal etwas zu essen holen – die Geschichte hat mir echt Hunger gemacht. Ich glaube, wir haben noch Katzenpudding im Futterlager … aber bitte nicht den Pflegern erzählen.

Nun ist die Zeit gekommen, mich von euch zu verabschieden.
Mein Krebs ist weiter gewachsen, und heute Morgen habe ich meinen Pflegern mitgeteilt, dass ich bereit bin zu gehen.

Ich darf nun loslassen – ohne Angst, ohne Schmerz.
Meine Freunde Karl-Heinz, Oberon und Kingston warten bereits auf mich, und gemeinsam werden wir weitergehen.

Danke für all die Fürsorge, die Liebe und die gemeinsamen Momente.
Behaltet mich in guter Erinnerung.

In Frieden,
euer Herr Götten ✨🐾🎄

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