Heute klären wir ein paar Mythen zum Thema Kastration auf:
Tagebuch 16.01.26
🐱 Mythos 1: „Kater werden kastriert, Katzen sterilisiert“
Fakt:
Sowohl Kater als auch Katzen werden kastriert.
Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt (Hoden bzw. Eierstöcke). Eine reine Sterilisation – also nur das Durchtrennen der Eileiter – wird in der Katzenmedizin praktisch nicht mehr durchgeführt, da sie keinen Schutz vor Rolligkeit, hormonbedingtem Stress oder Erkrankungen bietet.
👉 Der Begriff „sterilisieren“ wird umgangssprachlich genutzt, ist fachlich jedoch meist falsch.
🐱 Mythos 2: „Wohnungskatzen müssen nicht kastriert werden“
Fakt:
Auch reine Wohnungskatzen sollten kastriert werden, da eine Kastration auch vor schweren, hormonellbedingten Krankheiten schützen kann. Eine Sterilisation schützt nicht vor diesen Erkrankungen, da die Hormonproduktion nicht gestoppt wird.
👉Kastration schützt vor Gebärmutterentzündungen, Gesäuge- und Hodentumoren, welche alle tödlich enden können, wenn sie zu spät erkannt werden.
🐱 Mythos 3: „Eine Katze sollte vor der Kastration einmal Junge bekommen“
Fakt:
Dafür gibt es keinerlei medizinischen oder psychologischen Nutzen. Im Gegenteil: Jede Rolligkeit und jede Trächtigkeit erhöht das Risiko für spätere Erkrankungen, insbesondere Gesäugetumoren.
👉Katzen haben keinen emotionalen Wunsch nach Nachwuchs – dieser Mythos schadet mehr, als er nützt.
👉 Fazit: Jede Katze, egal ob Freigänger oder Wohnungskatze, sollte kastriert werden. Die Kastration dient nicht nur der Vermeidung von ungewolltem Nachwuchs, sondern vor allem der Gesundheit, dem Wohlbefinden und der Sicherheit der Tiere.
Kater sollten ab etwa 5 Monaten, Katzen ab etwa 6 Monaten kastriert werden.
Vor der Kastration dürfen Katzen keinen Freigang bekommen. Schon die erste Rolligkeit kann früh einsetzen und oft reicht ein einziger unbeaufsichtigter Moment und die Katze ist auf der Suche nach einem Kater und schnell über alle Berge. Aber auch frühreife Kater können auf die Suche nach Mädels gehen. Dabei können sie sich natürlich auch nochmal einige Krankheiten einfangen, wie zum Beispiel FIV. Aber auch die Straße kann ihnen in diesem Moment schnell zum Verhängnis werden, da sie auf der Suche nach potenziellen Partnern deutlich weitere Strecken zurücklegen als sonst und dabei ihr gewohntes Revier überschreiten.
