Die heutigen Mythen drehen sich um das Thema Freigang:
Tagebuch 20.01.26
🐾 Mythos 1: „Katzen laufen nicht weit — die bleiben in der Nähe vom Haus.“
Fakt:
Katzen haben teils sehr große Streifgebiete.
Je nach Charakter, Umgebung und Geschlecht:
• legen Katzen mehrere hundert Meter bis mehrere Kilometer zurück
• überschreiten Grundstücksgrenzen problemlos
• folgen Gerüchen, Geräuschen und Beutetieren
• lassen sich nicht „auf ein Gebiet festlegen“
👉 Eine Katze entscheidet selbst, wohin sie geht — nicht der Gartenzaun.
🚪 Mythos 2: „Wenn vorne eine Straße ist, kann man die Katze ja hinten rauslassen — dann kommt sie nicht zur Straße.“
Fakt:
Katzen laufen nicht nach menschlicher Logik, sondern nach Reizen.
Sie:
• umrunden Häuser
• folgen Geruchsspuren und Wegen
• orientieren sich an bekannten Pfaden
• gelangen so früher oder später doch zur Straße
👉 Der „sichere Hinterausgang“ schützt nicht vor Verkehr.
⏳ Mythos 3: „Eine neue Katze braucht nur eine Woche drinnen bleiben, dann kann sie raus.“
Fakt:
Eine Woche reicht nicht, damit eine Katze ihr neues Zuhause als sicheren Rückzugsort verankert.
Katzen brauchen Zeit, um:
• Bindung zum Zuhause aufzubauen
• sichere Fluchtorte zu kennen
• Gerüche und Geräusche einzuordnen
• Stress abzubauen
👉 Zu früher Freigang führt häufig dazu, dass Katzen:
• weglaufen oder sich verlaufen
• sich nicht mehr zurücktrauen
• panisch reagieren
• in fremden Revieren landen
Empfohlen sind mindestens 4–6 Wochen, je nach Katze auch deutlich länger.
🐱 Fazit:
Freigang ist kein „Tür auf und fertig“, sondern braucht:
• passende Umgebung
• realistische Einschätzung der Katze
• Geduld und Vorbereitung
👉 Sicherheit geht vor Freiheit.

