Die heutige Katze der Woche ziert sich etwas, nachdem wir sie ausgewählt haben, sich ein bisschen ins Rampenlicht zu rücken. Los jetzt, Daffodil, zeig Dich doch mal, Du Hübsche!
Tagebuch 26.06.25

Hallo Tagebuch,
ich trau mich nicht. Das ist alles so gruselig mit Euch Menschen. Wie soll man Vertrauen fassen, wenn man sich 2-3 Jahre in Desserath als Streunerin durch’s Leben schlagen musste und am Ende hier in diesem Zimmer mit merkwürdigen anderen Katzen leben muss. Ok, ich gebe zu, hier ist es gemütlich und das Futter schmeckt meistens auch. Meinem Kumpel Distel, der zusammen mit mir eingefangen wurde, schaue ich dabei zu, wie er sich so langsam den Menschen fröhlich nähert und mit ihnen sogar spielt. Aber ich kann das nicht, das ist doch bestimmt gefährlich.
Nette Menschen hatten mich vor 2 Monaten mal adoptiert, jedoch fand ich das dermaßen beängstigend, dass ich den nächstbesten Lüftungsschacht zur Flucht nutzte. Daraufhin fing man mich wieder ein und nun bin ich wieder im Eifeltierheim als fast hoffnungsloser Fall abgestempelt. Und das finde ich jetzt doch irgendwie schade.
Würde jemand viel Geduld aufbringen können und mir meine Angst vor Euch großen Zweibeinern nehmen? Ich überlege mir, wie ich es danken kann. Möglicherweise nur, indem man mich lange Zeit von Weitem anschauen darf. Aber es kann in solchen Fällen wie mir immer wieder Wunder geben, versichern mir die Tierpflegerinnen hier. Die kennen sich damit aus.
Und vielleicht darf mich Distel am Pfötchen halten und mit mir zusammen ausziehen?
Viele Grüße,
Eure sehr ängstliche Daffodil
