Heute kein Eintrag.
Tagebucheintrag 22.06.21
Keine Vermittlungen.
Unsere Neuzugänge.

Hope ist eine Fundkatze aus Hoxel. Sie hat 5 Kitten, die aber bereits eigenständig sind. Es könnte Sein, dass wir einige oder alle bekommen, aber das ist schon wieder kompliziert.
Die Finder wollen wohl zwei bunte Kitten übernehmen, die schwarzen und schwarz-weißen sollen weg.
Hope war bei der Kastration zugänglich, bei uns schaut sie, als ob sie lieber in Ruhe gelassen werden will. Da sie gestern erst kastriert wurde, bleibt sie eh noch ein paar Tage und wir geben ihr noch etwas Ruhe.

Henny ist eine weitere Fundkatze aus Hilsdorf.
Auch das ist wieder kompliziert. Henny wiegt ca. 100 Gramm mehr als Hendrik. Das kann derselbe Wurf sein, muss es aber nicht. Henny geht gleich zur Eingangsuntersuchung.
Nachtrag zu Hendrike. Sie war bereits wieder im Anfangsstadium tragend und das Gesäuge war sehr zurückgebildet.
Und wieder kompliziert. Sie könnte die Katze mit den Totgeburten sein, aber es ist auch nicht auszuschließen, dass sie die Mutter der H`s ist. Aber eins ist schon mal sicher, sie hat keine Kitten, die von ihr zurzeit gesäugt werden, deshalb kann sie ganz normal hier ihr Kastrations-OP auskurieren.
Hendrike wurde auf ca. 1 – 2 Jahre geschätzt und wurde neg. getestet.
Gestern ging vor Ort noch eine weitere erwachsene, sw-we Katze in die Falle. Die wurde kastriert und ihr Gesäuge passt zu einem Wurf, der ca. 3 – 4 Wochen alt ist. Der wurde aber noch nicht gesichtet und deshalb ist diese Katze heute wieder zurückgegangen. Die Mutter kann so ihre Katzen weiter versorgen, das geht auch noch eine Weile nach der Kastration. Auch diese Katze wurde neg getestet.
Es stehen noch mehrere fallen vor Ort, es fehlt ja auch noch mindestens eine erwachsene Katze und sie Kleinen der gestrigen Katze.

Und auch hier ist es kompliziert. Waska kommt von einem Bauernhof aus der Nähe von Waxweiler und ist in den Radkasten der Besitzer geklettert. Dort hat sie sich eine ganz schöne Strecke festkrallen können, aber irgendwann konnte sie sich nicht mehr halten. Zum Glück ist nichts ganz Schlimmes passiert, aber mindestens eins der Hinterbeine hat etwas abbekommen. Waska geht gleich zur Eingangsuntersuchung. Wir haben mit der Familie abgemacht, dass wir sie übernehmen. Wenn etwas mit dem Bein zurückbleibt, ist so ein Bauernhof ein sehr gefährlicher Ort, für eine Katze mit einer Behinderung.
Uns wurde eben ein zugeflogener Wellensittich in Traben-Trarbach gemeldet. Wer sein Tier vermisst, bitte bei uns melden.
Rainer Kordel
Tagebucheintrag 21.06.21
Keine Vermittlungen.
Unsere Neuzugänge.
Wir haben einige Meldungen bekommen, wo Mütter mit ihren Babys gesehen wurden. Die sind dann meistens um die 6 Wochen alt. Dann werden die Kleinen flügge und begleiten die Mutter auf ihren Streifzügen.
Das ist gerade so die Grenze, wo wir sie noch ohne größeren Aufwand handzahm bekommen.
Gleich fahren wir nach Arenrath und die erste Mutter mit Babys einzufangen.
Es wird heute etwas kompliziert mit den Neuzugängen.
Am Freitag hat eine ältere Dame aus Hilsdorf angerufen. Sie füttert seit einiger Zeit Katzen vor dem Haus. Sie lassen sich nicht anfassen und jetzt hätte eine oder zwei der Katzen Babys im Schlepptau.
Am Samstag war jemand vom Förderverein da und es konnte diese erwachsene Katze und diese drei Kitten eingefangen werden. Es soll bereits vor Wochen ein kompletter Wurf totgeboren sein und wir wissen nicht, ob Hendrike wirklich die Mutter der drei Kleinen ist. Die Kleinen sind alt genug und Hendrike verwildert, deshalb haben wir uns entschieden, sie zu trennen.
Hendrike wird heute kastriert, Hendrik wurde bereits am Samstag neg. getestet und ist, wie seine beiden Schwestern (Helena und Henrietta) zurückhaltend. Sie wurden auf ca. 08.05.21 geschätzt und haben alle eine leichte Bindehautentzündung.
Es sollen auch noch kleinere Babys vor Ort sein. Jetzt wissen wir nicht, ist Hendrike die Mutter unserer drei oder vielleicht die der Kleinen, die noch vor Ort sind.
Das sieht hoffentlich der Tierarzt heute, wenn Hendrike kastriert wird. Dann kann man an dem Gesäuge einschätzen, wie alt die entsprechenden Kleinen sind.
Eine sw-we Katze ist heute Morgen in die Falle gegangen. Sie geht heute noch zum Tierarzt, wo der ebenfalls nach dem Gesäuge schaut.
Das ist alles nicht perfekt, aber wir versuchen das Risiko für alle so gering wie möglich zu halten.
Jetzt könnte man auch sagen, warum wartet man nicht einfach noch ein paar Wochen.
Mindestens eine der Kleinen ist bereits überfahren worden, dann haben unsere drei bereits eine Bindehautentzündung und das wird bei den anderen Kitten bestimmt auch nicht anders sein. Und der dritte Grund, je früher wir sie bekommen und so einfacher ist es, sie handzahm zu machen.
Zwei ehrenamtlich Helfer, versuchen heute noch die dritte Katze einzufangen und suchen die Katzenbabys.
Jetzt geht es in die andere Richtung. Von der hohen Eifel nach Morbach. Dort wollte ein Mann Monique und zwei Kitten ganz schnell loswerden. Und weil eine Tierschützerin nicht direkt zu erreichen war, wurden die Babys zu einer Bekannten gebracht, die selbst eine Mutter mit Babys hatte.
Als Monique eingefangen wurde, fuhr die Tierschützerin zu der Bekannten, um ihre Babys abzuholen. Es war ja nicht sicher, ob die Mutter die Kuckuckskinder annehmen würde.
Die Frau schien etwas überfordert und gab ihr diese beiden Jungs.
Bei uns stellte sich heraus, dass Monty (Bild Mitte) 444 Gramm und Mortimer nur 282 Gramm wiegt. Deshalb sind wir uns gar nicht sicher, ob die beiden Jungs wirklich Brüder sind.
So ein Gewichtsunterschied gibt es, aber in diesem Fall kann es auch sein, dass er zu der Mutter bei der Frau gehört.
Allerdings nahm sich Monique sofort beiden Kleinen an, deshalb lassen wir es jetzt erst einmal so.
Auch hier sollen noch weitere Katzen vor Ort sein, aber ob noch weitere Katzen zu uns kommen, wird sich erst nächste Wochen ergeben.
Monty und Mortimer sind fit und Monique scheint auch nicht grottenwild. Eventuell wird sie noch lieb, wenn sie sich beruhigt hat.
Sie sehen, alles nicht so einfach.
Tagebucheintrag 18.06.21
Keine Vermittlungen, aber Zorro ist wieder zurück zu seinen Besitzern.
Unsere Neuzugänge.

Diese Gelbwangen-Schmuckschildkröte ist von einer angehenden Polizistin in Wittlich zwischen den Autobahn-Auffahrten gefunden worden. Es ist bereits ein sehr großes und damit altes Tier, was ich am Mittwoch nach Wiltingen in die Wildtier-Auffangstation gebracht habe.
Die nehmen in Ausnahmefällen solche Fundtiere auf, was unser Glück war.

Tasmania ist schreiend auf einer Mauer gefunden worden. Die Finderin hat noch eine Weile gewartet, ob sich die Mutter blicken lässt und Sie dann zu uns gebracht. Sie ist ca. 09.05.21 geboren, neg. getestet und ziemlich giftig, für so eine kleine Katze. Halt ein kleiner Tasmanischer Teufel.
Wir versuchen sie mit Haaja`s Jungs zu Vergesellschaften. Sie und die Jungs finden sich toll, Mama Haaja nicht wirklich. Deshalb versuchen wir es immer wieder, bis Haaja aufgibt.

Grobi ist so, wie der Name es aussagt. Ein wilder, bis Mittwoch unkastrierter Fundkater aus Großlittgen, der nach seiner Behandlung wieder zurückgeht. Er ist im ganzen Dorf bekannt und wird dort auch bereits seit Jahren gefüttert.
Hallo.
Selina ist jetzt (wahrscheinlich) ganz angekommen. Sie hat sich wahnsinnig schnell an alles gewöhnt und genießt jetzt viele Kuscheleinheiten, Aufmerksamkeit, ihr Futter und ihren Schlaf.
Wir wissen nicht, ob Selina oder wir glücklicher sind.
In diesem Sinne, vielen Dank und liebe Grüße, Hanna und Noah.
Und noch eine gute Nachricht zum Schluss
Wir haben einen weiteren Vertrag mit einer Verbandsgemeinde über einen Fundtier-Versorgungsvertrag abgeschlossen.
Gestern kam der unterschriebene Vertrag der VG Speicher per Post.
Tagebucheintrag 17.06.21
Heute kein Eintrag.
Tagebucheintrag 16.06.21
Heute kein Eintrag
Tagebucheintrag 15.06.21
Keine Vermittlungen, aber unser verletzter Igel konnte Gestern wieder an seine Fundstelle zurückgesetzt werden.
Seine Wunde war komplett verheilt, er wurde gegen Parasiten behandelt und er hat eine Portion Hüftspeck mitbekommen, damit er für die ersten Tage gerüstet ist.
Keine Neuzugänge, es ist auch im Moment nichts angemeldet
In eigener Sache.
Es ist für uns sehr verwunderlich, dass wir in dieser Zeit so wenig zutun haben.
Eventuell sind die ganzen Katzenbabys, die uns sonst „angeboten“ werden, privat untergekommen, bevor sie ausgesetzt wurden.
Auch ganz normale Abgabetiere, wegen Umzugs, Allergie oder Krankheit, sind vermehrt von Privat zu Privat vermittelt worden.
Allerdings merken wir, genau wie in den großen Tierheimen, dass die Nachfrage nachlässt.
Das könnte mit dem guten Wetter und den niedrigen Inzidenzwerten zu tun haben.
Viele befürchten eine große Rückgabewelle in den nächsten Wochen, wenn die ersten Urlaubsreisen möglichen sind.
Davon bin ich ebenfalls überzeugt, nicht jeder ist bereit, seinen Urlaub um den Hund herum zu planen. Und wenn die Leute merken, dass man Katzen nicht einfach zwei bis drei Wochen „ausstellen“ kann, werden wir einiges an Neuzugänge bekommen.
Ich befürchte das größte Problem sind die Kleintiere.
Was wir da in den Corona-Zeiten für Anfragen hatten, weil die Kinder gerne ein Kaninchen zum Kuscheln haben wollten.
Leider waren sehr viele Leute absolut beratungsresistent. Da wird einiges auf uns zukommen. Noch schlimmer finde ich den Gedanken, das bestimmt einige Tiere einfach in die Natur entsorgt werden.
Hamster, Degu, Farbmäuse/-ratten, Meerschweinchen und Zwergkaninchen sind keine lieben Wildtiere und haben in unserem Wald nichts zu suchen.
Ich habe keine Angst, dass sie die heimischen Tiere verdrängen könnten, dafür leben sie zu kurz. Sollten sie nicht in kürzester zeit von Räuber gefressen werden, werden Sie sehr wahrscheinlich verhungern oder verdursten.
Sie sind es doch gar nicht gewöhnt, Futter und Wasser zu suchen.
Deshalb eine Bitte an Sie, wenn Sie solchen Fälle kennen – und davon gehe ich aus – überzeugen Sie die Leute die Tiere auf gar keinen Fall einfach so auszusetzten.
Das Aussetzten von Haustieren ist eine Straftat und kann richtig teuer werden!
Bitte überzeugen Sie diese Leute, die Tiere auch nicht einfach weiter zu verschenken, Sie sollen sich im nächsten Tierheim oder bei einem Tierschutzverein melden.
Eigentlich hat jedes Tier ganz spezielle Leute, die sich um sie kümmert. Als Beispiel nehmen wir mal das Meerschweinchen.
Dann findet man unter „Meerschweinchenhilfe“, „Meerschweinchen in Not“, Meerschweinchenfreunde usw. immer Leute, die sich super mit der Tierart auskennen und hoffentlich helfen können.
Gerade diese Kleintiere machen mit zurzeit echt Kopfschmerzen, da wird noch einiges in der nächsten Zeit an Tierleid auf uns zukommen.
Parallel versuche ich noch einen Bericht in die Zeitungen zu bekommen, und hoffe, so wenigstens einige Tiere zu Retten.
Ich werde diese ruhige Zeit nutzen, um noch einige Überstunden abzubauen, deshalb kommt der nächste Eintrag erst am Freitag.
Rainer Kordel












