Eifeltierheim Altrich
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Tagebuch 19.12.25

verfasst am 19. Dezember 2025

Unsere Vermittlungen

Gestern Vormittag wurden die beiden FIV-Kater Giles und Eliot von einer jungen Frau aus Bitburg abgeholt. Eliot ist nach Tristan somit schon das zweite Adventstierchen, dem seine Adventskerze Glück gebracht hat.

Milka ist reserviert und wird am Sonntag abgeholt.

Unsere Neuzugänge

Kaum kam Santa Clause zu uns ins Tierheim, da haben seine Rentiere nicht lange auf sich warten lassen, zumindest 5 von ihnen. Die Jungkatzen Rudolph, Cupid, Donna, Dasher und Dancer kamen am Dienstag als Fundkatzen aus Großkampenberg zu uns ins Tierheim. Ursprünglich waren sie auf einer Pflegestelle untergebracht, wo sie wegen Hautpilz behandelt wurden, jetzt aber nicht mehr bleiben konnten. Leider ist ihre Pilzbehandlung noch nicht ganz abgeschlossen, weshalb wir sie weiter behandeln. Unser Tierarzt schätzt die Kätzchen auf ca. den 05.10.25 und alle wurden negativ auf FIV und Leukose getestet.

Milo (7) kam als Abgabekatze am Mittwoch zu uns, weil sich sein Besitzer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um ihn kümmern konnte. Auch er wurde bereits negativ getestet und ist am 28.02.24 geboren. Er ist Wohnungshaltung, Katzen und Hunde gewöhnt.

Nachtrag zu Felix und Bella

Felix und Bella konnten dann doch erst am Dienstag mit zu unserem Tierarzt. Auch hier war alles in Ordnung und sie wurden negativ getestet.

Am Mittwoch durften wir die Tüten aus der Spendenaktion des Edeka Wittlich abholen. Es kamen stolze 159 Tüten zusammen, vielen lieben Dank dafür.

Natürlich fand auch dieses Jahr wieder die Wunschbaumaktion des Fressnapf Wittlich statt. Es kam bereits einiges zusammen und nächste Woche werden wir die Spenden abholen. Auch hier vielen lieben Dank für alles.

Die IGS Zell hat dieses Jahr für uns Waffeln verkauft. Die Spendenübergabe findet im Januar statt, aber auch hier wieder ein großes Dankeschön an alle.

Unsere Öffnungszeiten über die Feiertage 🎄

In diesem Jahr haben wir uns bewusst dazu entschieden, über die Feiertage etwas kürzerzutreten.
Daher vergeben wir keine Interessententermine im Zeitraum vom 22.12. bis einschließlich 01.01.2026.

Bereits angebahnte Vermittlungen, bei denen es nur noch um die Abholung geht, sind davon selbstverständlich ausgenommen. Auch vorab telefonisch angemeldete Spenden nehmen wir weiterhin gerne entgegen.

Vom 22. Bis zum 24.12. sind wir noch von 10–14 Uhr telefonisch erreichbar.
Vom 25.12. bis 01.01. erreicht ihr uns ausschließlich über unseren Anrufbeantworter oder per E-Mail.

Der Grund für diese Entscheidung ist zweierlei:
Zum einen möchten wir unserem Team nach einem sehr herausfordernden Jahr eine kleine Atempause ermöglichen. Zum anderen vermitteln wir grundsätzlich nur ungern „zwischen den Jahren“, da ein turbulentes Silvester kurz nach dem Einzug für viele Tiere keine gute Eingewöhnung bedeutet.

In Notfällen sind wir natürlich weiterhin für euch da.
Bitte hinterlasst uns eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter – mit eurem Anliegen und eurer Telefonnummer – wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Unterstützung. 🐾✨

❄️ Türchen 19 ☃️

Das heutige Türchen öffnet ein alter Bekannter für euch:

Hallo, ich bin’s – Sheru.

Man sollte mich ja mittlerweile kennen. Schließlich war ich nicht nur schon öfter im Tagebuch, sondern habe es sogar zweimal ins Fernsehen geschafft. Mein großes Glück habe ich zwar leider noch nicht gefunden, aber vielleicht komme ich ihm ein kleines Stück näher, wenn mein Nachbar Americano endlich auszieht. Den kann ich nämlich so gar nicht leiden.

Deshalb habe ich ihn auch ganz uneigennützig (also aus reinem Egoismus) als Katze der Woche vorgeschlagen. Wisst ihr eigentlich, wie die Pfleger ihn hier intern nennen? Sheru Nr. 2! Könnt ihr das glauben? Dabei ist doch völlig klar: Es gibt nur einen Sheru. Also muss Americano weg!

Aber jetzt schweife ich ab – denn heute geht es ausnahmsweise weder um mich noch um Americano.

Heute geht es um eine Frau, die eine ganz bestimmte Abneigung meinerseits nicht teilt. Neben anderen Katzen gibt es nämlich noch weitere Geschöpfe, die ich nicht besonders mag: Kinder. Nadine hingegen sagt immer, Kinder seien unsere Zukunft und müssten früh genug über Tierschutz aufgeklärt werden.

Nun ja … vielleicht hat sie ja recht. Und was sie so alles mit den Kindern auf die Beine stellt, klingt eigentlich sogar ziemlich cool. Deshalb habe ich heute die ehrenvolle Aufgabe, Nadine und ihre Tierschutzschule vorzustellen. Vielleicht entstehen dort ja sogar Kinder, die selbst ich eines Tages mögen könnte – Kinder, die die wahre Bedeutung von Tierschutz verstehen, später selbst zu Tierschützern werden und ihr Wissen verantwortungsvoll weitertragen.

Ende 2022 hat Nadine ihre Ausbildung zur Tierschutzlehrerin erfolgreich abgeschlossen und seitdem die Jugendtierschutzarbeit im Landkreis Bernkastel-Wittlich maßgeblich vorangetrieben. Ihre Kinder- und Jugendaktionen sind inzwischen ein fester und wichtiger Bestandteil der Arbeit im Tierheim geworden.

Seitdem gab es unzählige Projekte: das beliebte Katzendiplom, die große Backaktion zum Weltkatzentag, das Herstellen von eigenem Vogelfutter oder auch der Besuch des Hasenberghofs, von dem ihr bereits am Dienstag im Tagebuch lesen durftet. Für jeden war etwas dabei – und die Plätze waren stets heiß begehrt.

Völlig zurecht hat Nadine in diesem Jahr auch die Anerkennung erhalten, die sie verdient: den Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Herzlichen Glückwunsch, Nadine! Dieser Preis ist mehr als verdient.

Nun bin ich schon sehr gespannt, was Nadine als Nächstes plant. Solltet ihr – oder eure Kinder – Interesse an der Jugendtierschutzarbeit haben, schaut doch gerne auf unserer Website unter Unser Tierheim – Jugendtierschutz vorbei. Vielleicht sieht man sich ja mal im Tierheim.

Aber bitte: keine Kinder bei mir. Die dürfen erst zu mir kommen, wenn sie verantwortungsvolle Erwachsene sind.

So, und jetzt muss ich leider Schluss machen – Americano singt schon wieder dieses Lied von gestern, und ich muss ihn dringend noch einmal durch das Gitter anschnauzen.

Bis dahin,

Euer Löwe Sheru 🦁

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Tagebuch 18.12.25

verfasst am 18. Dezember 2025

🐱Türchen 18 🐱

 

 

Heute öffnet natürlich wieder unsere Katze der Woche das heutige Türchen. Diesmal haben wir uns für Americano entschieden, der hat sich das nicht zweimal sagen lassen und sofort angefangen zu diktieren:

Achtung Leute, geht mal rüber, jetzt kommt mein Auftritt. Musik an – am besten “Americanos” von Holly Johnson 🎶.

Americano! Jawoll, ich bin’s. Ich bin wieder hier. Und ich bin der einzig wahre Kater für jeden, der unbedingt einen Charakterkater möchte und mir zusätzlich zur Wohnungshaltung einen gesicherten Freigang bieten kann.

Denn ich brauche frische Luft, darf mich aber wegen meiner FIV-Infektion nicht unter gesunde Katzen mischen. Wie immer beantworten Ihnen die Tierpflegerinnen hier alle Fragen rund ums Thema Katzen-Aids. Ich werde noch locker 10 Jahre älter. Mein jetziges Alter kann ich an meiner Pfote und fünf Krallen abzählen.

 

In den letzten zwei Jahren wurde ich Findus gerufen, aber in meiner Akte hier und bei dem hiesigen Fütter+Putz+Büro-Personal bin ich als Americano bekannt.

 

Ich würde mich freuen, wenn mein Aufenthalt im Tierheim nur für eine kurze Zeit wäre. Warum? Das ist meine Geschichte: gefunden wurde ich in der Nähe Koblenz und kam ins Koblenzer Tierheim. Da man aber dort keine anderen Aids-positiven Mitbewohner für mich hatte und das Eifeltierheim Altrich ein großes FIV-Zimmer mit tollem Außengehege hat, durfte ich in die schöne Eifel umziehen. In 2023 adoptierte mich ein Paar und kam gut mit meinen Macken und Frechheiten zurecht. Jedoch da sich ihre Lebensumstände änderten und ich nicht mit ihnen mitkommen konnte, sah man am ehesten über das Eifeltierheim die Möglichkeit für mich, wieder in entsprechend gute Hände zu kommen.

Und hier bin ich. Schön. Frech. Gutaussehend. Kratzbürstig. Ein Traum. Ein Kater mit Ecken und Kanten. Eine Persönlichkeit.

Fragt nach Americano.

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Tagebuch 17.12.25

verfasst am 17. Dezember 2025

⭐Türchen 17⭐

Hallo, ich bins Bommel und heute öffne ich für euch das Kalendertürchen.

Die meisten Leute kennen mich eigentlich unter den Namen Tommy (12), aber allen, die mich noch nicht kennen, erzähle ich heute meine Geschichte.

Diese begann im Frühjahr 2021, als ich in Traben-Trarbach herumstreunerte. Ich lebte auf der Straße, wurde hier und da gefüttert, was zuvor alles passierte, darüber möchte ich nicht sprechen. Eines Tages brachte mich eine nette Frau zu einer Tierärztin, ich war zwar bereits kastriert, aber nicht gekennzeichnet, weshalb man mich nicht zuordnen konnte und mir den Namen Tommy gab. Leider stellte die Ärztin aber fest, dass ich FIV positiv bin und einen Ohrpolypen und eine starke Bindehautentzündung hatte. Daraufhin wurde ich ins Eifeltierheim gebracht, wo ich auch behandelt wurde. Das fand ich echt nicht toll, ständig wollte jemand was von mir, schmierte mir seltsame Dinge in Ohr und Auge, widerlich, das kann ich euch sagen. Irgendwann durfte ich aber endlich die Quarantänestation verlassen und zog in einem tollen Zimmer mit angrenzenden Außengehege ein. Das war großartig, bis auf eine Kleinigkeit: ich musste es teilen.

Der ein oder andere war eigentlich ganz in Ordnung, Merlin zum Beispiel, der ließ mich in Ruhe und ich meist ihn. Ganz schlimm war aber Gustav, der hat sich in mich verliebt, aber gut, ich bin ja auch unwiderstehlich. Ich gab Gustav eine Abfuhr nach der anderen, aber er ließ einfach nicht locker. Man erzählt, dass er jetzt aber wohl bei einem anderen schwarzen Kater aus unserem Heim lebt und ihn anbaggert. Sollen die beiden glücklich werden, Hauptsache ich hab meine Ruhe.

Leider zeigte ich meine Abneigung gegen andere Katzen wohl aber nicht stark genug, war wohl zu nett, weshalb man mich zu einer zweiten Katze vermittelte. Das Zuhause an sich war mega, aber meine Menschen teilen? Nein, nicht mit mir! Aber kaum zeigte ich endlich, dass ich andere Katzen nicht mag und fing an meinen Mitbewohner zu prügeln, musste ich wieder zurück ins Tierheim, so ein Mist. Von dem Tag an war Schluss mit dem netten Tommy, ich konnte endlich mein wahres Gesicht zeigen und Katzen vermöbeln. Mein neuer Erzfeind: der rote Zerwone.

Leider kam dann aber auch gesundheitlich noch einiges auf mich zu, ich klang beim Atmen wie Darth Vader, eigentlich voll cool, aber der Tierarzt sah das anders, weshalb ich seitdem Tabletten nehmen muss, was meine Vermittlungschancen nicht gerade steigerte. Wer will schon einen röchelnten alten FIV-Kater? Und habe ich schon erwähnt, dass ich gelegentlich auch Menschen beiße? Die sollen sich nicht so anstellen, ich kann doch nichts dafür, wenn die einfach nicht dass tun, was ich möchte und Zähne hab ich auch kaum noch, kann also doch gar nicht so weh tun, wie sie immer alle sagen.

Eine meine Pflegerinnen schien das auch gar nicht so schlimm zu finden, sonst hätte sie mich nicht nach fast einem Jahr Tierheimaufenthalt endlich mit zu sich nach Hause genommen, aber wie gesagt, ich bin ja auch unwiderstehlich.

Von jetzt auf gleich hatte ich plötzlich alles von dem ich immer geträumt habe: meine eigene Wohnung, mein eigener Balkon und ganz wichtig: meine eigenen Menschen, welche ich nun nicht mehr teilen muss. Natürlich beiße ich sie immernoch regelmäßig, man darf ja nicht seine Wurzeln vergessen und ich bin nunmal der Chef, aber sonst bin ich deutlich entspannter geworden, hab sogar das Spielen für mich entdeckt.

Vor etwa einem Jahr kamen leider Rückenschmerzen zu meiner Krankenakte dazu. Mein Tierarzt sagt, es sei Arthrose. Ich sagte nur „Mach das weg!“. Dass das bedeutet, alle sechs Wochen für eine Spritze dahinzumüssen, hätte ich gern vorher gewusst. Aber Hauptsache es hilft. Ich kann jetzt sogar wieder ein wenig springen.

Nächstes Jahr werde ich 18, dann kann ich auch selbst zu meinen Tierarztterminen fahren, vorausgesetzt meine Eltern spendieren mir endlich ein Auto. Mit 18 noch von Mama gefahren zu werden, ist ja wohl mega peinlich. Hoffentlich steckt das niemand meinem Erzfeind Zerwone.

So, jetzt hab ich aber lang genug erzählt, mein Bett wartet bereits auf mich. Ich meld mich bestimmt nochmal bei euch zu meinem großen Tag im nächsten Jahr.

 

Bis dahin

Euer Bommel

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Tagebuch 16.12.25

verfasst am 16. Dezember 2025

Keine Neuzugänge, aber wie angekündigt eine Vermittlung

Daffodil wurde heute Vormittag abgeholt. Die scheue Dame lebt nun als Zweitfreigängerkatze bei einem Pärchen in Bombogen.

Nachtrag zu Schnarchi

Schnarchi war gestern bei der Kastration und wurde überraschenderweise negativ getestet. Sein erster Test damals als Jungkatze war noch FIV-positiv und nach dem schweren Schicksal seines Bruders, waren wir uns sicher, dass dies auch so bleiben würde, aber wir haben uns geirrt, zumindest bei Schnarchi.

Bei Jungkatzen ist es nämlich so, dass sie bis zu etwa einem halben Jahr noch Antikörper von der Mutter im Körper haben können, dass heißt, ein positives FIV- oder Leukose-Ergebnis bei einer Katze unter 6 Monaten, sagt nur aus, dass deren Mutter definitiv positiv ist und die Antikörper über die Muttermilch weitergegeben hat. Mit etwa 6-10 Monaten sind die maternalen Antikörper jedoch komplett abgebaut, weshalb positive Jungkatzen plötzlich negativ werden. Ein direktes Negativergebnis bei einer Jungkatze ist aber eindeutig.

Leider hat Schnarchi immernoch seine anderen gesundheitlichen Baustellen, weshalb wir erst noch mit dem Tierarzt besprechen müssen, wann er ausziehen darf.

Ein Tag voller Herz und tierischer Begegnungen 🐾💚

Diese Woche durften wir einen wunderbaren Tag an einem ganz besonderen Ort erleben: Fast 20 Kinder der Tierschutzgruppe der IGS und weitere Kinder der Jugendabteilung des Eifeltierheims besuchten den Hasenberghof – einen Ort, an dem Tiere einfach Tiere sein dürfen.

Hier muss kein Tier Milch geben, Fleisch liefern oder stillhalten, wenn Menschen sie streicheln möchten. Alle Tiere können nach ihren eigenen Bedürfnissen leben. Die Kinder kamen mit Tieren in Kontakt, die viele noch nie hautnah erlebt hatten, und entdeckten, dass auch Rinder, Schweine und Schafe, Tiere, die in unserer Gesellschaft oft als „Nutztiere“ betrachtet werden, liebenswerte, fühlende Lebewesen sind – genauso wertvoll wie unsere Haustiere.

Gemeinsam haben die Kinder beim Ausmisten, Futter schnippeln, Futterbälle füllen und Heusäcke verteilen geholfen – und waren voller Freude, dass sie direkt mithelfen durften.

Ein wirklich toller Tag, den wir mit zwei- und vierbeinigen Freunden und Menschen mit Herz an einem so besonderen Ort verbringen durften.

Ein herzliches Dankeschön an den Hasenberghof und seine wunderbaren tierischen Bewohner, sowie an das Busunternehmen Faber in Binsfeld für die immer sichere Fahrt,

an den Deutschen Tierschutzbund für die Unterstützung und natürlich den Förderverein und das Eifeltierheim, die dem Jugendtierschutz einen festen Platz einräumen!

https://youtube.com/shorts/3L-BWHa9S14?si=rT7I5odSAUPxon2V

Tierische Grüße,

eure Nadine (Tierschutzlehrerin Eifeltierheim) & Petra (Leiterin der Tierschutzgruppe der IGS Salmtal)

Wir haben ein Spendenpaket zugeschickt bekommen, vielen lieben Dank dafür.

Tierische Weihnachtswette:

Das Futterhaus Wittlich wettet, dass wir es nicht schaffen am Freitag, den 19.12.25 um 18:45 Uhr 200 Menschen zusammen zu trommeln, die gemeinsam auf dem Futterhausparkplatz „Oh Tannenbaum“ singt. Wenn wir es schaffen, spendet das Futterhaus pro Person 1 € als Futterspende an uns. Das werden wir doch wohl schaffen, oder? Als kleines Dankeschön bekommt ihr mit der Futterkarte sogar 20% Rabatt auf alles bei einem Einkaufswert von 40€. Eine ganz tolle Aktion, vielen Dank an das Futterhaus, wir hoffen viele von euch dort zu treffen. 🌟 🎶

Hier auch nochmal ein Foto von der Tütenaktion des Futterhauses, auch dafür nochmal, vielen lieben Dank.

🎄 16. Türchen 🎄

Hallo zusammen,
mein Name ist Pfeffer und ich darf euch heute durch dieses Türchen begleiten.

Im Namen aller Eifeltierheimbewohner möchte ich einfach mal Danke sagen.
Danke an all jene, die immer für uns da sind, wenn unsere Pfleger mal wieder keine Zeit zum Schmusen haben.
Danke an diejenigen, die alles wieder gut machen, wenn wir – völlig unfreiwillig – zum Tierarzt geschleppt wurden.
Danke an die, die uns mittags einen Futternachschlag geben, wenn unsere Pfleger mal wieder ein bisschen zu geizig waren.

Danke an euch, liebe Ehrenamtliche, die tagtäglich für uns da sind:
ihr schmust, füttert, spielt, beobachtet, tröstet und helft uns dabei, ein neues Zuhause zu finden.

Mit eurem guten Blick habt ihr Krankheiten und Auffälligkeiten erkannt – wie Emanuelas (Mausis) Epilepsie.

Ihr habt Katzen wie dem alten Jerry gezeigt, dass sich lieb sein doch lohnt.

Ihr habt die Pfleger auf besondere Pärchen aufmerksam gemacht – wie Giles und Eliot, die sich so sehr lieben.

Ihr habt aber auch gemerkt, dass Mr. Cat und ich nicht mehr ganz so gute Freunde sind wie früher.

Ihr habt “abgemagerten” Katzen wie Tommy wieder etwas auf die Hüften gefüttert.

Ihr spielt mit uns jedes Videospiel – nur um endlich Prinzessin Nincada zu erreichen.

Ihr hört geduldig zu, wenn Quasselstrippe Möhrchen wieder eine Geschichte erzählt.

Und ihr verabreicht uns die leckersten Medikamente – so wie bei Lars, der seine Tabletten sogar ganz pur genommen hat.

Kurz gesagt:
Ohne euch wäre unser Alltag nur halb so schön.

Danke, dass es euch gibt.
Eure Pfotenabdrücke bleiben – in unseren Herzen. 🐾💚

Euer
Pfeffer 🎄✨

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Tagebuch 15.12.25

verfasst am 15. Dezember 2025

Unsere Vermittlungen

Gestern Abend durfte Kater Stevie zu einer Frau nach Platten ziehen. Er ist dort nun Einzelfreigänger.

Daffodil ist reserviert und wird morgen abgeholt, genauso wie Amber und Ashley, welche nächste Woche ausziehen dürfen. Auch Eliot und Giles dürfen sich freuen, sie dürfen bald gehen, jedoch muss Giles vorher nochmal zum Tierarzt.

Unsere Neuzugänge

 

Bella (17) und Felix (39) kamen am Freitag zu uns, da ihr Besitzer schwer erkrankt ist. Die graue Bella ist ca. 2020 geboren und bereits kastriert, genauso wie der 10-jährige Felix. Beide Katzen sind Freigänger und gehen voraussichtlich heute zur Eingangsuntersuchung.

Nachtrag zu Jerry und Tigger

Jerry und Tigger waren letze Woche bei der Eingangsuntersuchung. Die Brüder wurden beide negativ getestet. Leider wurde bei Tigger ein Herznebengeräusch gehört, weshalb er heute nochmal zur Kontrolle geht.

Nachtrag zu Santa und Clause

Auch die beiden Jungkatzen waren bei der EU. Santa ist ca. 10 Wochen alt, der kleine Clause ca. 8 Wochen. Ihr Schnupfen und die Augenentzündung sind mittlerweile besser, aber es wird noch etwas dauern, bis sie zur Vermittlung freigegeben werden, also bitte noch keine Anfragen.

Nachtrag zu Angeline

Leider hat sich bisher kein Besitzer bei uns gemeldet, weshalb Angeline am Freitag bei der Eingangsuntersuchung war und kastriert wurde. Ihr FIV-Leukose-Test war negativ und ihr Alter wurde auf ca. 2023 geschätzt.

Totfund:

Leider wurde in Altrich Büscheid eine wahrscheinlich überfahrene Katze gefunden. Über die Tätowierung konnten wir herausfinden, dass sie 2021 über uns kastriert und wieder ausgewildert wurde, aber manchmal werden Streuner mit der Zeit auch zutraulicher und suchen sich ein Zuhause, also vielleicht vermisst sie jemand? Sie war eine weibliche Black Smoke (schwarz mit grau-weißem Unterfell).

Katze vermisst:

Hallo liebes Team vom Tierheim Altrich,

wir wohnen in Karl und vermissen seit Samstag vor eine Woche schmerzlich unseren Kater „Leo“. Er wurde dato wahrscheinlich das letzte Mal draußen gesehen (wie wir vermuten) und seither ist er wie vom Erdboden verschluckt. Ist er vielleicht in der letzten Woche bei Ihnen abgegeben worden (siehe Bild im Anhang).

Viele Grüße aus der Eifel,

Familie F.

Katze vermisst:

Türchen 15 💕

 

Das heutige Türchen darf unser Herr Götten für euch öffnen.

Hallo zusammen,
mein Name ist Götten – Herr Götten, einen Vornamen brauche ich nicht. Heute bin ich an der Reihe, für euch das nächste Adventskalendertürchen zu öffnen.

Wisst ihr, ich war einst ein Streuner auf einem Bauernhof. Zuvor war ich schon einmal bei einer Fangaktion kastriert worden, war also bereits bekannt. Doch ich war nicht immer der gesündeste – weshalb man immer wieder versuchte, mich einzufangen. Aber nicht mit mir! Jahrelang ging das so, bis ich mich ein zweites Mal schließlich doch fangen ließ.

Meine Futtermenschen auf dem Hof gaben mir den Namen Herr Götten, weil ich sie wohl an einen Bauern aus dem Ort erinnerte. Ich nehme das mal als Kompliment. Meine Pfleger im Tierheim gaben mir zusätzlich noch den Spitznamen „Mr. Catch me if you can“, weil ich so unfangbar war.

Hier im Tierheim geht es mir inzwischen richtig gut – ich bin sogar richtig lieb geworden. Im Endeffekt ist es auch gut, dass ich hier gelandet bin, denn hier kann man meine Ohren regelmäßig kontrollieren und mich sofort zum Onkel Doc bringen, wenn es schlimmer wird. Ich habe nämlich Hautkrebs an Ohren und Nase. Dieser kann entstehen, wenn Katzen mit hellen Ohren und Nasen zu viel Sonne abbekommen. Also passt gut auf eure Schützlinge auf – damit ist wirklich nicht zu spaßen.

Aber heute soll es eigentlich nicht um mich – den Mr. Catch me if you can – gehen, sondern um die Mrs. Catch me if you can. Also lehnt euch zurück und genießt die Geschichte, die ich euch heute erzähle.

Alles ereignete sich vor ein paar Jahren auf einem Autobahnparkplatz nahe Salmtal. Über Wochen hinweg wurden dort immer wieder Katzen gemeldet – aber immer, wenn unsere Pfleger schauen wollten, war natürlich nichts zu sehen. Eine Fangaktion auf einem Autobahnparkplatz ist eben echt nicht einfach. Also fingen sie zunächst an zu füttern.

Doch da die Katzen zuvor schon von dem ein oder anderen LKW-Fahrer mit allem Möglichen versorgt wurden, wollten sie unser Katzenfutter nicht – gab ja was deutlich Besseres. Also probierten unsere Pfleger alles Mögliche aus, bis sie am Ende auf Katzenpudding stießen. Der ist ja auch verdammt lecker (schmeckt sogar unseren Pflegern gut 😉).

Mit diesem Pudding fütterten sie die Katzen schließlich an die Falle. Wisst ihr, was das für unsere Pfleger bedeutete? Wochenlang waren sie jeden Morgen vor der Arbeit und jeden Abend nach der Arbeit auf diesem Parkplatz – komplett im Dunkeln. Es war immerhin schon Herbst, die Tage wurden immer kürzer. Ganz schön gruselig, so ein Autobahnparkplatz.

Aber warum spannten sie nicht einfach die Falle und warteten ab? Keine gute Idee! So eine Fangaktion muss gut durchdacht sein. Bei so vielen Menschen, die dort unterwegs sind, hätte jemand aus Mitleid oder Schadenfreude eine Katze aus der unbewachten Falle befreien können – und das wäre katastrophal gewesen. Ich bin ja das beste Beispiel: Eine Katze, die einmal in einer Falle saß, lässt sich so schnell kein zweites Mal fangen. Wir Katzen sind schließlich nicht blöd … na ja, zumindest die meisten.

Und dann musste natürlich auch genug Platz im Tierheim frei sein – denn niemand wusste, wie viele Katzen dort überhaupt unterwegs waren.

Eines Abends war dann endlich der perfekte Zeitpunkt gekommen. Drei unserer Pfleger machten sich auf, die Katzen nun ein für alle Mal zu fangen. Und den ganzen Abend gelangweilt im Auto sitzen und warten? Nein! Unsere Pfleger machten sich daraus einen gemütlichen Abend: Die Sitze wurden umgelegt, eine kleine Matratze, Decken, Laptop und ein bisschen Fast Food – fertig war der lustige Filmeabend.

Zwischendurch kontrollierten sie immer wieder die Falle, damit ein Pfleger mit dem zweiten Auto die gefangenen Katzen direkt ins Tierheim bringen konnte, während die anderen beiden weiter Wache hielten.

Recht schnell gingen die ersten beiden in die Falle: zwei Halbwüchsige. Als der Film zu Ende war, die Fangaktion aber noch nicht, machten sich die Pfleger schon Gedanken über Namen. Der Parkplatz hieß Pohlbach, und die Katzen fraßen alles – außer normalem Katzenfutter. Vor allem Katzenpudding! Schnell war klar: Der erste Kater musste Pudding heißen. Seine Schwester bekam den Namen Peanut.

Und weiter ging die Aktion. Dann ging eine deutlich erwachsenere Katze in die Falle – wahrscheinlich die Mutter. Sie bekam den wunderschönen Namen Pannacotta. Pflegerin Leonie brachte sie ins Tierheim, während Line und Christin weiter Wache hielten.

Plötzlich kam der Anruf von Leonie:
„Ich brauche eure Hilfe!“

Und mit einem Mal wurde aus der Fangaktion Pohlbach die Fangaktion Eifeltierheim. Denn die Golden-Degus-Girls Dorothy, Blanche, Sophia und Rose dachten sich wohl: Wenn die Menschenmädels sich einen schönen Abend machen können, dann wir auch! Sie feierten eine kleine Party außerhalb ihres Käfigs.

Und glaubt mir – so kleine, flutschige Degus wieder einzufangen ist echt nicht einfach! Doch mit vereinten Kräften schafften es die Pfleger schließlich. Es war da aber schon sehr spät, weshalb die Fangaktion für diese Nacht abgebrochen wurde.

Eigentlich können die Pfleger den Degus dankbar sein. Nein, nicht weil sie ausgebüxt sind – sondern weil sie erst ausgebüxt sind, als Pannacotta bereits gefangen war. Denn: Als die Pfleger am nächsten Morgen nach ihr schauten und ihr Frühstück brachten, staunten sie nicht schlecht – plötzlich saßen sieben Katzen in der Box!

Pannacotta war Mama geworden.

Wären die Kleinen noch auf dem Parkplatz geboren worden … oh je. Die Winzlinge waren aber auch echt zum Anbeißen – also bekamen auch sie passende Namen:
Pommes, Paella, Pizza, Pasta, Plunder und Pancake.
Ja … meine Pfleger denken wirklich sehr viel ans Essen.

Doch auch hier war die Aktion Pohlbach noch nicht vorbei. Die Pfleger fütterten weiter – sie konnten ja nicht wissen, ob dort noch andere Katzen unterwegs waren. An verschiedenen Stellen stellten sie verschiedenes Futter auf. Es wurde gefressen – aber war das wirklich eine Katze? Oder doch ein Fuchs?

Eine Wildkamera musste her. Eine nette Ehrenamtliche half dabei und äußerte den Wunsch, die nächste Katze solle doch bitte Peter heißen. Und tatsächlich: Auf der Kamera war eine schwarz-weiße Katze zu sehen. In einer kleineren Aktion konnte sie schließlich gefangen werden.

Doch dann das Problem:
Peter kann man nicht essen.
Und es war auch gar kein Kater.

Der einzig logische Name also: Petrasilie.

Nach diesem Tag fraß niemand mehr auf dem Parkplatz, und die Aktion wurde erfolgreich abgeschlossen. Unsere Pfleger haben nun eine wunderschöne Geschichte zu erzählen – und ganz vielen tollen Katzen ein Leben abseits der Straße und die Chance auf ein eigenes Zuhause geschenkt.

Das war sie also – die Geschichte der Mrs. Catch me if you can … oder eigentlich der ganzen Familie Catch me if you can, erzählt von mir:
Herrn Götten, auch bekannt als Mr. Catch me if you can.

Ich gehe mir jetzt mal etwas zu essen holen – die Geschichte hat mir echt Hunger gemacht. Ich glaube, wir haben noch Katzenpudding im Futterlager … aber bitte nicht den Pflegern erzählen.

Nun ist die Zeit gekommen, mich von euch zu verabschieden.
Mein Krebs ist weiter gewachsen, und heute Morgen habe ich meinen Pflegern mitgeteilt, dass ich bereit bin zu gehen.

Ich darf nun loslassen – ohne Angst, ohne Schmerz.
Meine Freunde Karl-Heinz, Oberon und Kingston warten bereits auf mich, und gemeinsam werden wir weitergehen.

Danke für all die Fürsorge, die Liebe und die gemeinsamen Momente.
Behaltet mich in guter Erinnerung.

In Frieden,
euer Herr Götten ✨🐾🎄

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Tagebuch 14.12.25

verfasst am 14. Dezember 2025

⭐Türchen 14 – 3. Advent🕯️

Heute ist wieder ein Adventstierchen an der Reihe! 🎄
Türchen 14 darf geöffnet werden, die Adventskerze 3 wird entzündet 🕯️…

So ein Adventstierchen hat wirklich alle Pfoten voll zu tun! 🐾

Los Klopfer, du bist an der Reihe, nutze deine 2. Chance ❤️

Hi, ich bin Klopfer und zusammen mit meiner Freundin Nala nun schon bald 2 Jahre im Tierheim. Freundin? Naja, eher WG-Mitbewohnerin. Ich hab sie über die Zeit mit weniger Platz, als wir es von zuhause gewöhnt waren, fürchten gelernt. Vor allem wenn es ums Essen geht, versteht sie nämlich keinen Spaß. Es könnte eventuell auch sein, dass ich manchmal etwas überreagiere und schon losrenne, bevor sie mich überhaupt ins Visier genommen hat, aber das nennt man Prävention. Dass sie mich dann erst recht jagt, ignorieren wir. Auch wenn wir so unsere Schwierigkeiten haben, will ich gerne für immer mit mir zusammenbleiben. Sie war immer für mich da, auch als es mir körperlich schlechter ging. Ich habe nämlich eine Zahnfehlstellung, die es manchmal erforderlich macht, dass ich sie gekürzt bekommen muss, weil sie sich nicht richtig abwetzen und unsere Zähne ja ständig weiterwachsen. Seit ich aber Schmerzmittel und Rodicare bekomme, passiert das aber schon viel seltener. Ein Glück! Und alleine schon beim Gedanken an das leckere Schmerzmittel läuft mir das Wasser im Mäulchen zusammen. Und seien wir auch mal ehrlich, nicht nur Nala, sondern auch ich kann richtig austeilen. Jaaa, man darf mich nicht unterschätzen. Als wir schon mal zu 2 Mädels vermittelt wurden, mussten wir wiederkommen, weil ich sie, wie ein Ninja zerlegt habe. Nicht Nala, ich! Die Tierheimmitarbeiterinnen waren auch überrascht. Größe ist eben nicht alles. Auch ich mit meinen 1,2 Kilos kann kämpfen. Ninjas, sind ja körperlich auch nicht die größten. Hier im Tierheim hatten wir aber auch 2 männliche Mitbewohner und die fand ich ok. Also können wir schon zu anderen dazu ziehen, aber dann brauchen wir Platz, damit die mir nicht so auf die Pelle rücken und sie müssen halt cool sein. Vielleicht ruhig und etwas größer, aber nicht so groß, dass ich platt wie ein Pfannkuchen wäre, wenn sie auf die Idee kommen sollten, mich zu rammeln. Oh, jetzt muss ich los. Es gab gerade Gemüse und Nala schaut schon so, als würde sie darüber nachdenken, mich eventuell jagen zu wollen. Ich lauf dann schon mal los. Leute, kämpft um eure Zimtsterne und lauft mit ihnen vor eurem Partner weg, dann müsst ihr euch auch keine Sorgen um Winterspeck machen. Eine schöne Adventszeit

Euer Klopfer

 

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Tagebuch 13.10.25

verfasst am 13. Dezember 2025

Türchen 13☃️

 

 

Heute öffnen wieder 2 unserer Mitarbeitertierchen das Kalendertürchen.

Hallo,

Wir sind Charger und Merlin. Zwei schneeweiße Brüder, sieben Jahre alt, mit kurzem Fell, aber viel Charakter. Früher hießen wir beide “Baby”. Gleichzeitig. Eine, naja, “kreative” Idee unseres damaligen Menschen.

 

Merlin: Ich sags ja nur, falls jemand denkt, einer von uns hätte einen individuelleren Start ins Leben gehabt.

Charger: War eine interessante Zeit. Heute sind wir auf jeden Fall glücklich mit unseren neuen Namen.

 

Wie wir hier gelandet sind?

Charger:

Als Lisa und ihr Mann 2019 hierhergezogen sind, fand ich das Konzept “neue Nachbarn” ausgesprochen spannend. Also bin ich einfach jeden Tag rüber marschiert. Dann habe ich mir die Pfote verletzt. Lisa hat sofort reagiert, mich in die Transportbox gesetzt und zum Tierarzt gebracht. Danach hat sie meinen damaligen Besitzer gefragt, ob ich bleiben darf. Und weil er gesehen hat, wie wohl ich mich bei ihnen fühle, hat er zugestimmt. Das war für mich der Start in ein richtig behütetes Leben. Seitdem genieße ich mein Körbchen auf der Couch mit extra flauschiger Decke, absolute Luxusklasse kann ich nur sagen.

Merlin:

Ein paar Monate später waren mein damaliger Mensch und ich auch einfach nicht mehr auf einer Wellenlänge und er konnte, einem Prachtexemplar weißen Flausches wie mir, einfach nicht mehr gerecht werden. Absolut unverständlich, so kompliziert bin ich auch nicht. Lisa und ihr Mann haben mitbekommen, dass sich meine Lebenssituation vermutlich verändern könnte und haben gefragt, ob ich ebenfalls zu ihnen ziehen darf. Und wisst ihr was? ICH DURFTE!

Seitdem habe ich mich prächtig entwickelt. Ich bin jetzt flauschiger, verfressener und von Mal zu Mal werde ich gesprächiger.

Fun Fact über uns weiße Katzen:

Viele weiße Katzen sind taub, wir aber nicht. Wir hören sehr gut, vor allem wenn wir irgendwo ein Leckerlie Tütchen knistern hören.

Dafür bekommen wir im Sommer sehr schnell Sonnenbrand an den Ohren.

 

Charger: Ja, richtig gehört. SONNENBRAND!

Merlin: Deshalb werden unsere Ohren genauso wie das Kind unserer Menschen immer schön eingecremt. Wir sehen dann aus, als würden wir gleich in den Urlaub fliegen.

 

Unser Leben früher vs. heute:

Früher waren wir nicht geimpft, gechipt oder kastriert. Quasi wie zwei Rohdiamanten.

Heute sind wir dank unserer neuen Menschen einmal generalüberholt und leben wie die Könige.

 

Silvester?

Merlin: Mein absoluter Alptraum. Ich hatte als Baby so panische Angst, dass ich mich eingenässt habe und dafür Ärger bekommen habe.

Heute darf ich mich in meinem neuen Zuhause verkriechen, wo ich will und wo es sich für mich am sichersten anfühlt.

Charger: Ich halte dann von Weitem Wache, so großer Bruder mäßig.

 

Und wir zwei?

Wir lieben uns… auf unsere sehr eigene, sehr brüderliche “Rück mir nicht zu sehr auf die Pelle”-Art. Wir fauchen, wir streiten, wir ignorieren uns professionell, aber am Ende gehören wir zusammen.

 

Heute haben wir alles, was zählt:

Ein Zuhause, Sicherheit, Humor, Körbchen, Kratzbäume, volle Näpfe und Menschen, die uns sehen, schützen und lieben.

Inklusive eines neuen, selbst herangezogenen, humanen Leckerlispender, damit meinen wir das Kind unserer Menschen, aber der gehört natürlich auch zu unserer glücklichen Familie. Auch wenn er manchmal ein bisschen nervt.

Für uns ist unser jetziges Leben so wie es ist, das größte Geschenk.

 

Frohe Weihnachten mit viel Flausch und ordentlich Miau wünschen euch Charger und Merlin

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