Eifeltierheim Altrich
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Tagebuch 07.09.26

verfasst am 7. September 2026

Unsere Vermittlungen

 

Letzte Woche hatten wir wieder eine sehr erfolgreiche Vermittlungs-Woche.

Den Anfang hat Dasher gemacht. Er ging am Donnerstag als Zweitkatze zu einem Paar nach Landscheid.

Am Samstag zog Halara als Einzelfreigängerin zu einer Familie nach Niederprüm.

Auch Merlin und Bobby verließen uns am Samstag. Die beiden Kater leben nun als Freigänger bei einer Familie in Spangdahlem.

Aber das Vermittlungshighlight letzte Woche war der Auszug von Ingo und Ines. Am Mittwoch durften sie sich noch als Platz Nr. 3 der Dauergäste erneut vorstellen und Samstag war es dann endlich soweit. Nach über einem Jahr Tierheimaufenthalt haben uns die beiden nun verlassen und sind zu einer Frau nach Wolfsfeld gezogen.

Unsere Neuzugänge

Amir ist ein alter Fundkater aus Arbach. Er wurde etwas verwirrt aufgefunden und zu uns gebracht. Schnell stellte sich heraus, dass er gechipt und bei Tasso registriert ist. Die Verwirrtheit ist bekannt und Ninja, wie er wirklich heißt, darf nun wieder nachhause.

Diese acht Katzen kamen über das Veterinäramt am Dienstag zu uns: Julia und ihre Kids Josefine, Junior und Johanna, sowie die Mädels Jennifer, Jaqueline, Jojo und Jasmin. Die Truppe war bisher noch nicht beim Tierarzt.

Am Donnerstag kam Mama Jodie mit ihren 5 Backstreet Boys Nick, Brian, AJ, Howie und Kevin. Die Katzenfamilie wurde in Dodenburg aufgelesen. Auch sie waren bisher noch nicht beim Tierarzt.

Am Samstag kam der kleine Fred als Fundkatze aus Hillesheim zu uns. Sein Bruder, mit welchen er sich nicht gut verstanden hat, durfte bei den Findern bleiben, die Mama wird noch eingefangen und kommt nach.

 

Vor einer ganzen Weile kamen Lilith, Alastair, Satan, Crowley und Asmodeus zu uns, die wir euch bisher noch nicht vorstellen durften. Sie kamen ebenfalls vom Veterinäramt zu uns und wurden nun endlich freigegeben. Lilith ist ca. 3 Jahre alt und die Mama von Crowley und Asmodeus, welche ca. im April diesen Jahres geboren wurden. Satan ist ca. 1 Jahr alt und Alastair 3 Jahre und als einziger von der Truppe bereits kastriert. Die drei Erwachsenen waren Freigänger, die zwei kleinen waren bisher noch nicht draußen.

Katze vermisst

Die 3-4 Wochen alte Ezy wird seit dem 31.08. in Malbergweich vermisst. Das zutrauliche Katzenmädchen ist leider nicht gekennzeichnet. Wer hat Ezy gesehen? Bitte bei uns melden.

Das WDR war letzte Woche wieder bei uns für die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“. Die Ausstrahlung ist am 27.09.26 geplant und es sollen die Katzen Salina, Sox und Bella vorgestellt werden. Wir drücken den Dreien die Daumen, dass sie durch die Show alle ein passendes Zuhause finden.

 

Dazu passend hat sich Nidorina, der Star des letzten Jahres, bei uns gemeldet:

Hallo liebes Tierheim,

Nidorina hier! Nach langer Zeit melde ich mich nun auch nochmal, da mir zugetragen wurde, dass der WDR wieder im Haus ist. Als Ehemalige Little Miss Altrich kennt ihr mich bestimmt noch alle! Immerhin war ich am 16.03.2025 auch schon im Fernsehen bei “Tiere suchen ein Zuhause”.

Hier bei uns gibt es Neuigkeiten! Denn bei Mister Miau und mir ist vor kurzem noch ein Kater eingezogen. Er ist natürlich nicht so bekannt wie ich, aber er hat es immerhin schon zur Katze der Woche im Tierheim-Tagebuch gebracht – Frankie! Und er hat beim Einzug direkt einen ganz schönen Wirbel veranstaltet. Es hat keinen ganzen Tag gedauert, da hat er schon die Gardine samt Halterung aus der Decke gerissen. Dabei bin ICH ja eigentlich für die Innenarchitektur hier zuständig. Auch sonst fand ich ihn am Anfang ganz blöd. Aber der hat mir mit seinem wackelnden Po und Schwanz einfach Angst gemacht. Ich konnte ja nicht wissen, dass das bei ihm normal ist und er mich gar nicht fressen will. Da war Mister Miau schon mutiger und hat den ersten Schritt gemacht. Da hab ich mich dann auch getraut.

Naja, was soll ich sagen, er wurde in den letzten Wochen zu einem richtig tollen Spielkameraden. Am Anfang hatten unsere Zweibeiner Angst, wir würden streiten, so wild toben wir manchmal. Immerhin hat der Frankie in der Katzen-Kita schon ganze Kriege losgetreten. Aber da wir mindestens genauso viel kuscheln und uns immer häufiger gegenseitig putzen, konnten wir die Zweibeiner von unserer Freundschaft überzeugen!

Mister Miau und Frankie sind leider noch keine so guten Freunde geworden. Ich bin mir sicher, dass die beiden nur etwas länger brauchen, immerhin sind die ja auch nicht so schlau wie ich.

So! Ich muss los, die Nickerchen halten sich schließlich nicht von selbst!

Zum Schluss muss ich natürlich noch meinem ehemaligen Co-Star Sheru und den zukünftigen Promis alles Gute wünschen und, dass sie auch ganz bald das perfekte Zuhause finden.

Grüßt den WDR von mir!

Eure Nido!

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Tagebuch Sonderseite

verfasst am 5. September 2026

Stellungnahme zum Artikel im Trierischen Volksfreund vom 3. September 2026:
„Fremde Katzen im Garten: Wann wird man vom Helfer zu Halter?“

Der Anlass für den Bericht ist die nun in Trier geltende Katzenschutzverordnung. Grundsätzlich begrüßen wir eine solche Verordnung, denn sie setzt dort an, wo Verantwortung beginnt: bei den Halterinnen und Haltern von Katzen. Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sind wichtige Maßnahmen, um weiteres Katzenelend zu verhindern.

Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass die Problematik der sogenannten Streunerkatzen eine andere ist.

Ich kann an dieser Stelle nicht für das Tierheim Trier sprechen und auch nicht beurteilen, wie viele Helferinnen und Helfer dort tatsächlich zur Verfügung stehen, um Streunerkatzen und Katzenwelpen einzufangen. Was ich weiß: In Trier gibt es seitens der Stadt finanzielle Unterstützung für die Kastration von Streunerkatzen. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig.

Doch eine scheue Streunerkatze ist nicht automatisch ein Tier, das im Tierheim untergebracht werden kann oder sollte.

Ein Tierheim sollte man bitte nicht mit einem Seniorenheim vergleichen, in dem ein Bewohner einzieht und dauerhaft bleibt. Ein Tierheim lebt vom Prinzip „rein und raus“. Tiere werden aufgenommen, versorgt und möglichst in ein geeignetes Zuhause vermittelt. Würde man jede scheue, nicht sozialisierbare Streunerkatze dauerhaft im Tierheim unterbringen, wären die vorhandenen Kapazitäten innerhalb kürzester Zeit erschöpft.

Deshalb wäre es in vielen Fällen sinnvoller, zunächst die Mutterkatze einzufangen, sie kastrieren zu lassen und anschließend – sofern sie nicht sozialisiert werden kann – an einer geeigneten Stelle weiter zu versorgen. Vielleicht findet sich eine Person, die bereit ist, die Katze regelmäßig zu füttern und ein Auge auf sie zu haben.

Bei den Kitten sieht die Situation anders aus. Junge Katzen lassen sich häufig noch sozialisieren und anschließend in verantwortungsvolle Hände vermitteln. Genau hier kann Tierschutz sinnvoll und nachhaltig ansetzen.

Was leider viele Menschen nicht verstehen: Wir können nicht jedes Problem einfach aufnehmen.

Die Tierschutzvereine und Tierheime sind längst am Limit. Auch wir können uns vor Anfragen kaum retten. Aktuell haben wir beispielsweise mehr als 200 Katzen, um die wir uns kümmern, die wir einfangen, unterbringen oder aufnehmen sollen.

Und trotzdem wird immer wieder erwartet, dass ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer die Probleme lösen, die an anderer Stelle entstehen.

Wir sollen teilweise Aufgaben übernehmen, die eigentlich der öffentlichen Ordnung, den Kommunen oder anderen zuständigen Stellen zuzuordnen sind. Gleichzeitig gehören wir selbst nicht zur öffentlichen Verwaltung und verfügen nicht annähernd über deren Mittel und Strukturen.

Anerkennung allein reicht irgendwann nicht mehr.

Ja, wir bekommen viel Lob. Uns wird gesagt, wie toll es ist, dass es uns gibt und dass wir uns kümmern. Aber nach dem Lob kommt häufig – nichts.

Die Realität des Ehrenamtes sieht anders aus.

Ob jemand eine sogenannte Messiwohnung fluchtartig verlässt und 15 Katzen zurücklässt, ob ein Halter ins Gefängnis muss oder aus anderen Gründen seine Tiere nicht mehr versorgen kann – die Beispiele sind vielfältig. Am Ende stehen sehr häufig Menschen aus dem Tierschutz vor dem Problem und sollen es irgendwie richten.

Aber womit?

Mit unseren privaten Fahrzeugen, unserer Freizeit, unseren Nerven, unseren eigenen Räumlichkeiten und häufig auch mit unserem eigenen Geld.

Wir sind alle am Limit.

Und genau deshalb muss man bei der Diskussion über Streunerkatzen ehrlich über die vorhandenen Strukturen sprechen.

Für Streunerkatzen gibt es derzeit keine einfache, eindeutige Lösung, in die sie problemlos „einsortiert“ werden können. Sie fallen teilweise komplett durch das System.

Dabei sind diese Katzen nicht einfach irgendwo „vom Himmel gefallen“. Viele stammen ursprünglich von Fundtieren, ausgesetzten Tieren oder nicht kastrierten Hauskatzen ab. Genau deshalb müssen wir das Problem langfristig an der Wurzel angehen.

Die Katzenschutzverordnung setzt dabei zunächst bei den Katzen an, die ein Zuhause haben. Halterinnen und Halter sollen dafür sorgen, dass ihre Tiere kastriert, gekennzeichnet und registriert sind. Das ist ein wichtiger Schritt – und irgendwo müssen wir schließlich anfangen.

Aber gleichzeitig dürfen wir die bereits vorhandenen Streunerkatzen nicht aus dem Blick verlieren.

Es ist widersprüchlich, wenn einerseits immer mehr Aufgaben auf den Tierschutz zukommen, andererseits aber die notwendige Infrastruktur fehlt.

Alle Tierheime sind derzeit am Limit.
Wir können uns vor Anfragen kaum retten. Gleichzeitig sollen wir immer mehr Tiere aufnehmen, einfangen, medizinisch versorgen, kastrieren, sozialisieren und vermitteln.

Doch wer ist eigentlich für den Bau und die Finanzierung weiterer Tierheime verantwortlich?

Offensichtlich möchte diese Verantwortung niemand übernehmen.

Und genau hier liegt das eigentliche Problem.

Für den Schutz von Wildkatzen werden immer wieder erhebliche öffentliche Fördermittel bereitgestellt. Das ist grundsätzlich richtig und wichtig. Aber die Hauskatze, die inzwischen in sehr vielen Haushalten lebt und deren unkontrollierte Vermehrung letztlich auch zu dem Problem der Streunerkatzen beiträgt, darf dabei nicht vergessen werden.

Es kann nicht die Lösung sein, immer neue Aufgaben an ehrenamtliche Tierschützer zu delegieren und gleichzeitig darauf zu hoffen, dass sie das schon irgendwie schaffen.

Tierschutz braucht nicht nur Dank und Anerkennung. Tierschutz braucht Strukturen, finanzielle Unterstützung und ausreichend Platz.

Wir helfen gerne. Wir tun das aus Überzeugung und weil uns die Tiere am Herzen liegen.

Aber auch Ehrenamt hat Grenzen.

Und wenn diese Grenzen längst erreicht sind, sollte man nicht noch mehr Erwartungen an diejenigen stellen, die ohnehin schon versuchen, ein System aufzufangen, das an vielen Stellen nicht funktioniert.

Vielleicht wäre deshalb die bessere Frage nicht:

„Wann wird man vom Helfer zum Halter?“

Sondern:

„Wann erkennen wir endlich, dass ehrenamtliche Tierschützer nicht die fehlende öffentliche Infrastruktur ersetzen können?“

Denn eines ist sicher:
Wir helfen – aber wir können nicht alles auffangen.

Anke Zimmer

Tierheimleitung

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Tagebuch 04.09.26

verfasst am 4. September 2026

Dauergast Nr 5: Rocky

 

Im Januar durfte Rocky sich als Katze der Woche vorstellen, aber auch diesen eigensinnigen Kater wollte bisher niemand haben. Er kam am 30.07.25 zu uns ins Eifeltierheim und belegt damit Platz 5 der derzeitigen Langzeitinsassen. Dabei hatte sich Rocky damals so viel Mühe mit seinem Text gegeben, sodass er ihn heute nochmal aufsagen darf, los Rocky, nutze deine nächste Chance:

Guten Tag, liebe Tagebuch-Leser.

Mein Name ist Rocky und ich bin 4 Jahre alt und zweifele so ein bisschen an mir und meinen Fähigkeiten.

Ich hielt mich immer für hübsch und liebenswert und jeder müsste sich doch um mich reißen. Stattdessen werde ich irgendwie nur herum geschoben, weitergegeben, zurückgegeben. Also echt, langsam werde ich etwas unentspannt.

Aber von vorne: am 30.07.25 wurde ich nach Altrich gebracht. Ich lebte in Manderscheid und bin einer netten Frau zugelaufen, die schnell herausfand, dass mein wahrer Besitzer mich nicht mehr haben wollte. Also durfte ich bei ihr leben, aber nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass wir doch besser getrennte Wege gehen müssten. Bei ihr liefen immer so komische kleinere Menschen herum, die man Kinder nennt. Und die sind wirklich manchmal beängstigend. Ich wehre mich halt auf etwas aggressivere Weise, wenn ich mich bedroht fühle.

 

Hier in Altrich zeigte ich mich sehr lieb und alle liebten meinen schönen Silberblick. An einer Augenlinse ist eine Trübung, die mich schielend aussehen lässt. In Wahrheit muss ich ständig nachsehen, ob meine Nase noch da ist. Könnte ja sein, dass die mal plötzlich weg ist.

Im Januar war es dann soweit! Ein Mensch verliebte sich in mich und nahm mich mit in sein Zuhause. Ich war auch ganz ganz lieb. Allerdings sage ich auch schnell Bescheid, wenn mir das Streicheln zu viel wird. Wir hätten Freunde werden können, doch eine allergisch reagierende Nase wurde unser Verhängnis. Bevor also meinem neuen Menschen die Nase abfallen würde, kam ich wieder zurück nach Altrich. Hier sitze ich nun und hoffe tierisch auf eine baldige neue, endgültige Menschenfreundschaft.

Guckt doch mal, wie süß ich gucke. Können diese Augen lügen?

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Tagebuch 03.09.26

verfasst am 3. September 2026

Dauergast Nr 4: Beelzebub

 

Auch Beelzebub ist bereits seit über einem Jahr bei uns. Sie kam am 10.07.25 ins Tierheim und war bisher eher unsichtbar. Auch sie sollte ihren letzten „Katze der Woche“-Text erneut vortragen, aber sie war leider noch nie Katze der Woche. Immer wieder drängte sich eine andere Katze vor das ängstliche Mädchen, sie war sogar öfter im Gespräch als Katze der Woche, aber es gab irgendwie immer jemanden, der lauter hier gerufen hat. Wie gesagt, Beelzebub ist für die meisten unsichtbar. Aber los Beelzi, erzähl doch mal was über dich:

Ähm hallo,

ich bin Beelzebub und ich weiß gar nicht so genau, was ich euch erzählen soll. Meine beste Freundin Ines kann das viel besser als ich, aber ich versuch es mal.

Ich kam letztes Jahr als kleines Katzenkind aus Bombogen ins Tierheim und hatte große Angst. Da ich niemanden an mich heranließ und alle dachten, ich wäre ein Junge, nannte man mich Beelzebub. Im Nachhinein denke ich manchmal, hätte ich die Pfleger doch mal gucken gelassen, aber nein, das hätte ich mich nie getraut.

Jetzt – ca. ein Jahr später – hat sich an meinem Charakter leider noch nicht viel getan. Ich habe immer noch große Angst, habe aber ein paar gute Freunde hier in Zimmer 10 gefunden. Ines ist meine beste Freundin und in ihren Bruder Ingo bin ich ein wenig verliebt, aber der hat nur Augen für Raya. Sie und ihr Bruder Odin sind aber auch sehr nett. Ich bin aber irgendwie immer das 5. Rad am Wagen, deshalb würde ich gern als Zweitkatze zu einem gleichaltrigen Kumpel ziehen, wenn ich schon nicht mit einem meiner Freunde gehen darf. Freigang wäre natürlich mein Traum, aber vielleicht könnte ich mich auch mit Wohnungshaltung zufriedengeben. Das Wichtigste sind nur ein Katzenkumpel und Menschen, welche mich so nehmen, wie ich bin und nichts von mir erwarten. Vielleicht überrasche ich euch Menschen und mich selbst irgendwann einmal – falls ich mich wirklich traue.

Bis dahin verweile ich weiterhin im Kratzbaum von Zimmer 10,

bis dann, eure schüchterne Beelzi

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Tagebuch 02.09.26

verfasst am 2. September 2026

Dauergäste Nr 3: Ingo und Ines

 

Das junge Geschwisterpaar Ingo und Ines hatte am Sommerfest diesen Jahres am 21.06. ihr einjähriges. Ines glaubte, das Fest wäre nur ihr zu ehren gewesen, in diesem Glauben haben wir sie natürlich gelassen. Damals traute sie sich, euch etwas von sich zu erzählen, aber lest selbst, was sie damals zu sagen hatte:

Hallo,

ich bins Ines und am 21.06.26 wurde ein riesen Fest zu Ehren meines Bruders Ingo und mir gefeiert. Wir hatten da nämlich unseren allerersten Jahrestag im Eifeltierheim. Vielen Dank, dass so viele Menschen da waren und mit uns gefeiert haben. Es gab viel zu essen, einen Flohmarkt, Führungen und sogar ein Geschichtenzelt für Menschenkinder.

Auch wenn ich mich zwar nicht gezeigt habe, ich habe euch alle gesehen. Mein Bruder war da deutlich mutiger. Wir waren die zwei schwarz-weißen Kätzchen ganz hinten im letzten Zimmer, ihr konntet von außen zu uns reinschauen. Da ich sehr schüchtern bin und nicht gerne im Mittelpunkt stehe, lief unsere Feier unter dem Decknamen Sommerfest.

Aber warum feierten wir überhaupt unseren Jahrestag im Tierheim, immerhin erleben diesen die meisten Katzen gar nicht, weil sie schon lange davor ausziehen durften. Wisst ihr, mein Bruder und ich kamen damals mit unserer Streunermama Ina aus Wittlich und waren noch ganz klein. Wir können und daran nicht viel erinnern, aber Mama hat uns immer gesagt, dass Menschen doof wären, und brachte uns bei zu fauchen. Ingo hat vor kurzem verstanden, dass unsere Mama wohl nicht mit allem recht hatte, auch Eltern können sich wohl irren. Mir ist das ganze aber noch zu heikel, was ist, wenn sie doch recht hatte? Vielleicht willst du ja der Mensch sein, der mich vom Gegenteil überzeugt. Aber bitte, wenn du dich für uns meldest, dann komme bitte auch zur vereinbarten Uhrzeit. Vor etwa 3 Wochen waren Ingo und ich nämlich schon ganz aufgeregt, wir hatten nämlich einen Kennenlerntermin. Ingo hat extra vorher unser Zimmer aufgeräumt und ich hab all meinen Mut zusammengefasst und versprochen, mich auch mal rauszutrauen, wenn unsere Vielleichtmenschen kommen. Aber sie kamen nicht. Wir warteten und warteten, aber niemand kam. Unsere Pfleger riefen an, aber niemand meldete sich zurück. Das ist für alle Beteiligten immer voll blöd. Termine für andere Katzen wurden geblockt, unsere Pfleger bereiteten extra uns und unser Zimmer vor und das alles umsonst. Wisst ihr, ob ich mich nochmal traue meinen Mut zusammenzunehmen und mich einer Vermittlung zu zeigen, weiß ich nicht. Aber was ich genau weiß: ich wünsche mir für mich und meinen Bruder Ingo zuverlässige liebe Leute, die mich nehmen wie ich bin und mir Zeit geben. Richtig toll wäre auch, wenn wir in verkehrsberuhigten Freigang dürften. Bitte ruft für uns an, so toll unsere Feier auch war, nächstes Jahr möchten wir das nicht nochmal, war mir dann doch ein wenig zu laut.

 

Wir sehen uns, bzw. ich euch

Eure Ines

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Tagebuch 01.09.26

verfasst am 1. September 2026

Dauergast Nr 2: Sheru

 

Sheru ist seit dem 23.06.24 bei uns und belegt somit Platz 2 der Dauergäste und ist unter den Katzen sogar auf Platz 1. Auch er durfte sich bereits mehrfach vorstellen und das sogar im Fernsehen, aber immer ohne Erfolg. Vor kurzem hat er euch erst erzählt, welch tolle Fortschritte er in den letzten Monaten gemacht hat. Wir glauben fest daran, dass seine zukünftigen Menschen dies endlich lesen und Sheru bald seine Koffer packen darf:

Hallo Leute,

letztens war ein ganz besonderer Tag, am 23.06. vor genau 2 Jahren kam ich ins Eifeltierheim. Seitdem ist einiges passiert, wovon ich euch erzählen möchte. Die meisten kennen mich wahrscheinlich bereits, immerhin war ich schonmal Katze der Woche und war zweimal im Fernsehen zu sehen. Mein Name ist Sheru, das ist Hindi und bedeutet Löwe. Ich bin FIV positiv und dies ist meine Geschichte:

Ich hatte ein schönes Leben, war Einzelprinz und wurde von vorne bis hinten von meinem Herrchen verwöhnt. Er kochte sogar für mich und ich war superglücklich bei ihm zu sein. Leider hatten wir aber nicht viel Geld und wie das Leben so spielt, hatte mein Herrchen keine andere Wahl einen neuen Job anzunehmen, wofür er aber wegziehen musste und es gab keine Möglichkeit, dass ich hätte mitkommen können. So verabschiedeten wir uns schweren Herzens voneinander und ich landete im Eifeltierheim. Damals verstand ich noch nicht wieso. Ich ließ meine Wut raus, und griff jeden an, der mir zu nah kam. Kaum einer traute sich überhaupt zu mir. Lange saß ich allein im sogenannten Wolfsgehege, ich bin mir sicher, dass heißt so, weil dort immer die gefährlichsten Katzen leben, aber eigentlich müsste es nun Löwengehege heißen. Irgendwann machte es aber gar nicht mehr so viel Spaß meine Pfleger anzugreifen und ich wurde ruhiger, weshalb sie mich zu den anderen FIVis setzten. Das hat richtig Spaß gemacht, die alle zu verkloppen, aber das sahen meine Pfleger leider anders, weshalb ich wieder in Einzelhaft musste, war echt blöd. Aber hin und wieder sprang ich dann mal wieder jemandem ins Bein, irgendwo musste ich ja mit einer Energie hin. Mit der Zeit wurde ich jedoch ruhiger und entdeckte das Clickertraining und leichte Schmuseeinheiten für mich. Ganz wichtig war mir aber immer, dass ich schmuse, aber nicht angefasst werde. Wer mich streicheln wollte, fing sich direkt eine.

Letztes Jahr bekam ich dann die große Chance berühmt zu werden. Für Hollywood hat es leider nicht gereicht, aber für Tiere suchen ein Zuhause. Die Tage nach der Ausstrahlung fragte ich meine Pfleger immer wieder: „Und, wie viele Leute haben heute für mich angerufen?“. Die Antwort war jeden Tag gleich, wieder kein Anruf, niemand wollte mich kennenlernen. Die einzige Anfrage überhaupt kam aus der Schweiz, die ich aber reisebedingt ablehnen musste. Das wäre mir zu weit gewesen und vorallem hätte ich eine Tollwutimpfung gebraucht, was für einen FIV-Kater wie mich eine große Belastung gewesen wäre. Also blieb mir nichts weiter übrig, weiter auf meine Menschen zu warten. Ein paar Monate später wurde ich wieder im Fernsehen gezeigt, aber auch da meldete sich niemand für mich.

Mittlerweile lebe ich alleine im großen FIV-Außengehege und habe mich mit meinen Pflegern angefreundet. Ich lasse mich nun streicheln, bin eigentlich voll der Liebe, aber tief in meinem Herzen bin ich natürlich auch noch der Löwe von damals. Manchmal träume ich nachts von meinem neuen Zuhause: Ganz liebe Menschen, die mich nehmen wie ich bin und nicht aufgeben, sollte ich doch wieder einen meiner Ausraster haben. Menschen, die mich auslasten und mit mir clickern und meine hohe Intelligenz erkennen. Menschen, die mir trotz FIV die Chance geben können, frische Luft zu schnappen, zum Beispiel in Form eines großen Balkons. Menschen, welche bisher keine anderen Tiere haben und bitte auch keine Kinder. Willst du vielleicht einer dieser Menschen für mich sein? Dann rufe doch bitte meine Pfleger an und frage nach Löwe Sheru, vielleicht können wir uns mal kennenlernen. Aber pass auf, ich springe dir gerne auf den Rücken.

 

Euer Sheru, jetzt Schmusetiger

Mit neuem Programm auf großer Deutschland Tour:

Handwerker Peters

„Schlau am Bau – Werkzeuge fürs Leben“

 

Auf jeder Baustelle gibt´s Werkzeug für fast jedes Problem. Nur fürs Leben fehlt oft der passende Kasten. Genau den bringt Handwerker Peters jetzt mit. Von seinen Kollegen nur „HP“ genannt, wurde der Kult-Handwerker zum „Besten Comedian von Rheinland-Pfalz“ gewählt (Hörer-Voting Radio RPR1).

In seinem neuen Comedyprogramm „Schlau am Bau – Werkzeuge fürs Leben“ zeigt der Comedy-Arbeiter aus der Eifel, wie man den Alltag ohne großes Planungsbüro, aber mit jeder Mendge Humor meistert. Zwischen Wasserwaage, Zollstock und Schubkarre findet er Lösungen für die kleinen und großen Schlaglöcher des Lebens – ehrlich, bodenständig u d herrlich unverkopft.

Denn manchmal braucht es keinen Akademiker, sondern einfach einen Handwerker, der weiß: Was nicht passt, wird passend gelacht!

Handwerker Peters begeistert Publikum und Medien gleichermaßen: TV-Auftritte unter anderem bei WDR, SWR, und ARD, Radiocomedy bei RPR1 und SWR3, ausgezeichnet als „Comedian & Kabarettist des Jahres“ (Deutsches Künstlermagazin). Seine Sketsch-Serie ist ein Social-Media-Hit mit über zehn Millionen Aufrufen auf Instagram, TikTok und Facebook.

Pressestimmen:

„Diese Handwerker-Comedy ist eine fernsehreife Show der Spitzenklasse.“ (Rhein-Zeitung)

„Ein wahres Gagfeuerwerk.“ (Westfälische Nachrichten)

„Brillantes Kabarett und Comedyprogramm mit Themen aus dem Leben, bei denen sich jeder wiederfindet.“ (Blick aktuell)

Kultur Wittlich und der Handwerker tun mit dieser Show auch was Gutes für die Region: Von jedem verkauften Ticket gehen 4€ an das Eifeltierheim Altrich!

Morgens gibt es ausnahmsweise auch einen Tagebucheintrag.

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Tagebuch 31.08.26

verfasst am 31. August 2026

Unsere Vermittlung

Am Samstagvormittag wurde Mausi von einer Familie aus Trier Filsch abgeholt. Die Einzelprinzessin darf nach ihrer Eingewöhnung auch in den Freigang.

Diese Woche gibt es ein kleines Special, unsere TOP 5 der Tiere, welche am längsten bei uns sind, dürfen sich diese Woche erneut vorstellen.

Heute sind Klopfer und Nala mal wieder an der Reihe. Die beiden belegen Platz 1 der Dauergäste und sind seit dem 02.01.24 bei uns. Letztes Jahr waren beide bereits schonmal Kaninchen der Woche. Nala hat sich bereiterklärt, ihren damaligen Text nochmal vorzutragen:

Nala und Klopfer

 

Ich bin die süße Nala und schon 7 Jahre alt. Charakterlich bin ich anderen Kaninchen gegenüber ein dominantes Mädel, aber Menschen schüchtern mich etwas ein. Die sind halt so groß.

Mein Kumpel Klopfer, der auch etwa so alt ist wie ich und mit dem ich seit unserer Hasenkinderzeit befreundet bin, würde gerne mit mir zusammen ausziehen, denn er kann meine Launen gut aushalten. Er kann auch sehr dominant auftreten. Andere eventuell vorhandene Kaninchen sollten sich daher bitteschön uns unterordnen oder – wenn es denn sein muss – sich zu wehren wissen.

Bisher sind wir Innenhaltung gewöhnt, würden uns aber auch über Außenhaltung freuen.

Klopfer darf immer leckeren Brei futtern, denn er hat ein Problem mit seiner Zahnstellung. Das hat er im Februar 2025 bereits hier im Tagebuch erklärt.

https://www.eifeltierheim-altrich.de/tagebuch/tagebuch-06-02-25/

Leider habe ich mittlerweile auch eine Zahnfehlstellung entwickelt.

An Weihnachten letztes Jahr durfte sich Klopfer sogar erneut vorstellen.

Tagebuch 14.12.25 – Eifeltierheim Altrich

Wir sind zwar keine Geschenke und keine Kuscheltiere, aber nach bereits über zwei Jahren in Altrich wäre es für uns das tollste Geschenk, wenn uns jemand zu sich nach Hause nehmen würde und uns ein tolles Kaninchenleben bietet.

 

Eure Nala

Am 17.08.2026 hat die Landtagsabgeordnete Karina Wächter CDU (Wahlkreis 23) das Eifeltierheim Altrich besucht. Nach dem Rundgang und großem Interesse von Frau Wächter im Eifeltierheim, konnten wir über die überfüllte Quarantänestation, Belegung des gesamten Tierheims bis zur letzten Box, Tierarztkosten und über verschiedene “Animal Hording Fälle” in der Region, in der auch Frau Wächter die Bürgerinnen und Bürger vertritt, berichten. Das unermessliche stille Leid spielt sich mitten unter uns ab. Anhand der zahlreichen Fotos konnten wir die Katzen / Kitten völlig unterernährt, übersät mit Parasiten, traumatisiert durch Hunger, Hitze und jeder Witterung ausgesetzt untermauern. Die Kastrationspflicht / Katzenschutzverordung war unter anderem Mittelpunkt unseres Treffens und konstruktiven Austauschs. Frau Wächter hat sich hierzu viele Notizen gemacht, welche sie an anderer Stelle aufgreifen und besprechen möchte.

 

Frau Wächter zeigte sehr viel Mitgefühl und Respekt für unsere Tierschutzarbeit. Sie würdigte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Eifeltierheim und auch das Ehrenamt. Denn was wäre das Eifeltierheim ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen? Wir konnten über die Notwendigkeit “Standortsuche” des Eifeltierheims sprechen, von Erfolgen und Misserfolgen berichten. Aber auch wie sehr alles über unsere eigene “Kraft / Grenzen” geht.

 

Frau Wächter möchte für uns ansprechbar sein und wenn Sie kann, gerne unterstützen und auch weiterhelfen.

 

Wir bedanken uns ausdrücklich bei Frau Wächter für Ihre Zeit und die Möglichkeit des guten Austauschs.

Herzlichen Dank!

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Kontakt

Eifeltierheim Altrich
Gut Kirchhof 6
54518 Altrich
Telefon: +49 (0) 65 71 – 955 21 21

E-Mail: [Zur Darstellung dieser E-Mail-Adresse aktivieren Sie bitte Javascript (Spamschutz)]
Internet: eifeltierheim.de

Spenden

Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, um unser Tierheim als solches zu unterhalten und die hier lebenden Tiere zu pflegen und zu ernähren. Wir sind für jeden Betrag dankbar, den Sie dieser guten Sache zukommen lassen und freuen uns sehr, wenn Sie uns unterstützen. Spenden richten Sie bitte an das folgende Konto:

Eifeltierheim-Altrich
Bank: Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG
IBAN: DE 74 5606 1472 0005 6632 76 | BIC: GENODED1KHK

Bank: Sparkasse Eifel-Mosel-Hunsrück
IBAN: DE 35 58751230 0032755522 | BIC: MALADE51BKS
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