heute kein Eintrag
Tagebucheintrag 06.08.24
Unsere Vermittlungen
Am Sonntag sind die beiden Katzen vermittelt worden, die am längsten hier bei uns im Tierheim sind. Grizi und Zerwone sind von einem Pärchen hier aus Wittlich abgeholt worden. Sie haben bereits mehrere schwervermittelbare Katzen aufgenommen und ihnen einen schönen Lebensabend bereitet. Toll, dass es solche Leute gibt.
Heute Vormittag ist der FIV-Kater Bibo von seiner Finderin abgeholt worden. Das hatte sie bereits früh signalisiert, aber dann kam die Seuche dazwischen und deshalb hat es so lange gedauert, bis Bibo ausziehen kann.
Unsere Neuzugänge

Fee (6) ist am Samstag Abend zu uns gekommen, weil sie sich vor Ort nicht mehr wohlfühlt. Vor Ort ist noch ein Kater, ein Hund und als dann das Kind kam, war es dann scheinbar zu viel und Fee wurde unsauber.
Normalerweise schimpfen wir über die Besitzer, dass sie zu früh aufgeben, hier haben die Leute das 4 Jahre akzeptiert und das ist auch nicht gut. Eventuell hat sich dadurch das Verhalten so festgesetzt, dass Fee, auch wenn sie aus der für sie ungünstigen Umgebung rauskommt, bei der kleinsten Störung wieder anfängt zu pinkeln. Wir haben einen dicken Ordner mit Tierarztunterlagen mitbekommen, ein organischer Grund wurde nicht gefunden. Wir hoffen, dass sich die Unsauberkeit legt.
Fee ist am 20.05.2017 geboren, kastriert, geimpft, gechippt und Freigang gewöhnt. Wir wollen erst einmal schauen, wie sie sich hier verhält und dann ein Zuhause ohne andere Katze, Hund oder Kind suchen.
Diese drei Brüder (sw-we = Gigolo (2) / rot = Giovanni (1) / ro-we = Giuseppe (1)) wurden uns eben gebracht. Sie sind von einer Tierfreundin auf einer Terrasse in Großlittgen eingesammelt und zuerst auf eine Pflegestelle gebracht worden und jetzt zu uns gekommen.
Sie wiegen zwischen 368gr (Gigolo) und 544gr (Giovanni) und fauchen bereits ordentlich. Die Mutter ist eine verwilderte Hauskatze und der Förderverein versucht sie ebenfalls zu bekommen. Wenn die Mutter wirklich eine scheue Streunerin ist, kommt sie nicht mehr zu den Jungs. Die schauen sich dann nur noch das ängstliche Verhalten ab. Die Mutter wird dann kastriert, gekennzeichnet, getestet und kommt dann wieder zurück auf die Futterstelle.

Katze vermisst!
Blacky, schwarzes Fell mit weißem Brustbereich und er hat vereinzelt silber-graue Strähnen im Fell wird seit Freitag in Salmrohr vermisst. Er ist von Dr. Tietz gechipt und kastriert worden.
Gerne können Sie mich unter der 0151-68154176 kontaktieren.
Vielen Danke, Daniel Schmitz.
Hallo Eifeltierheim,
Bonçuk ist in ihrer neuen Umgebung gut angekommen. Sie ist, glaube ich, sehr einverstanden mit allem. Sie sitzt oft an den Fenstern und schaut ins Grüne. Den Garten inspiziert sie täglich zwei Mal (noch an der Leine). Bald darf sie auch ohne Leine raus.
Sie ist sehr entspannt und frisst ordentlich.
Wasser nimmt sie recht wenig aus der Schüssel zu sich. Den Regen von den Grashalmen schleckt sie leidenschaftlich gern.
Liebe Grüße, M. S. und M. K.
Neues von der Jugend-Tierschutzgruppe
Tiere im Zirkus (2)
Hallo liebe Tierfreunde*innen,
vor Kurzem haben ich euch darüber berichtet, dass wir in der Tierschutz-AG das Thema “Tiere im Zirkus” besprochen haben.
Ein Thema, das mir wirklich besonders am Herzen liegt.
Noch immer leider Tiere in Zirkussen unter nicht artgemäßer Haltung, Dressuren, Auftritten und Transporten.
Umso mehr freut es mich, dass wenigstens für eine Zirkuslöwin dieses Leid nun endlich ein Ende hat.
Manuschka war die letzte Zirkuslöwin eines deutschen Zirkusses. Sie konnte nun von dort übernommen werden und hat ein vorübergehendes Zuhause bei TIERART gefunden.
TIERART ist eine Wildtierstation der internationalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten, die Auffangstationen für Wildtiere auf der ganzen Welt hat.
https://www.tierart.de/
Vor kurzem habe ich TIERART selber besucht (ca. 130 km von Wittlich). Neben Tigern und einem Serval, leben hier auch Tiere, die von Pelztier-Farmen gerettet wurde, Waschbären, Schafe und anderen Kleintiere.
Kaum zu glauben, dass Tigerin Charlotta zum Beispiel als Haustier gehalten wurde. Tigerin Cara lebte in einem winzigen Betonschuppen und die Silberfüchse Mala und Skadi warteten in winzigen Gitterkäfigen darauf, als Modeaccessoires zu enden.
Hier bei TIERART leben sie nun unter deutlich besseren Bedingungen, haben Platz zum Rennen und artgerechte Beschäftigung.
TIERART ist eine tolle Einrichtung, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
Und wenn ihr Lust habt, die Tiere dort kennenzulernen, dann lest auch in den nächsten Tagen unser Tagebuch, denn dann wartet eine tolle Info auf euch! Also bleibt unbedingt dran!
Tierische Grüße, eure Nadine
Tagebucheintrag 05.08.24
Unsere Vermittlungen
Am Freitag Mittag ist Sputnik von den Besitzern abgeholt worden. Er heißt Balu und ist eigentlich eine reine Wohnungskatze.
Die verwilderte Katze Louisiana hat zum Glück kein Pilz und ist wieder zurück an die Futterstelle gebracht worden.
Am Freitag Nachmittag ist Boncuk von einem Paar aus Morbach abgeholt worden.
Am Samstag Mittag ist Oskar zu einer Familie aus Konz umgezogen. Dort ist er Einzelkatze mit späterem Freigang.
Wie angekündigt wurden am Samstag Nachmittag die Geschwister Alexander und Alina von einer Familie aus Orsfeld abgeholt.
Unsere Neuzugänge.

Johnny (3) ist am Freitag Nachmittag zu uns gekommen. Eigentlich sollte er wieder zurück auf eine Pflegestelle des Förderverein, aber die haben Notfall-Kitten aufgenommen.
Es ist noch gar nicht sicher, ob Johnny bei uns bleibt, oder nach der Behandlung wieder zurück zu der Frau geht, die ihn bis jetzt versorgt hat. Warum er beim Tierarzt war, ist unschwer zu erkennen.
Das ist eindeutig nur passiert, weil er unkastriert war und sich einen kleinen Kampf geliefert hat. Zum Glück ist das AugE nicht dauerhaft geschädigt und sein Test war negativ. Johnny wird auf ca. 2 – 3 Jahre geschätzt und wird jetzt erst einmal behandelt.
Nachtrag zu Ben (6), Benita (4), Becca (5), Benni (5), Beppo (5) & Berno (2)
Ben (der Vater-Kater) ist ca. 2020 geboren, negativ getestet, gechipt, geimpft, entwurmt und – ganz wichtig – entfloht worden.
Das selbe Programm bis auf den FIV & Leukose-Test wurde bei den vier Kindern gemacht. Sie wurden trotz ihres hohen Gewichts von Becca (1970gr) bis Berno (2970gr) auf 3 – 4 Monate geschätzt. Ein solches Gewicht in dem jungen Alter ist sehr ungewöhnlich, weil weder Vater Ben (5100gr) oder Mama Benita (3790gr) „übermäßig“ groß sind. Und dann noch ein Vierer-Wurf bei nicht optimaler Unterbringung. Aber am Futter scheint zumindest kein Mangel geherrscht zu haben.
So brauchen wir auch nicht zu befürchten, dass Tochter Becca bereits angedeckt ist und können uns mit der Kastration der Söhne noch etwas Zeit lassen.
Mama Benita hat das ähnliche Programm wie Ben hinter sich. Nur anstatt der Impfung wurde Benita kastriert und war zum Glück noch nicht wieder tragend. Auch Sie wurde negativ getestet
Nachtrag zu Juri, Marcel und Greif
Drei weitere Katzen, mit einem negativen Parvo-Test. Eigentlich hatten wir es vermutet, aber so sind wir und die neuen Besitzer sicher.

Nachtrag zu Leonie.
Wir haben eine erste Rückmeldung bekommen, es scheint richtig gut zu funktionieren.
Jetzt hoffen wir, dass dieser Zustand auch dauerhaft anhält.
Wir hatten einige Meldungen bezüglich der Paste mit dem Johanniskraut als Inhaltsstoff.
Eine Heilpraktikerin erzählte mir, dass Johanniskraut niemals Tieren zur innerlichen Anwendung verabreicht werden dürfte, weil es giftig wäre und es bei den Tieren manische Phasen auslösen könnte. Johanniskraut wäre nur zu äußeren Anwendung gedacht.
Wenn das so stimmt, würde das zu der ganzen Geschichte passen.
Katze vermisst!
Aljoscha, ein Kater von 10 Jahren, hat sich am 02.08.24 am Wohnmobilstellplatz im Moselort Lösnich vom Wohnmobil entfernt. Über Nacht ist er nicht zum Wohnmobil zurückgekommen.
Er hat sehr dichtes weiß/beiges Fell mit einer roten, feinen Maserung. Auf seiner rosigen Nase befinden sich dunkle kleine Flecken. Bei beiden Ohren findet sich jeweils ein kleiner Einriss.
Falls Sie ihn gesehen haben sollten, siehe auch Bilder, melden Sie sich bitte unter folgender Telefonnummer: 017680571179.
Freundliche Grüße und großen Dank, Elisabeth Schäfer aus Bruchweiler-Bärenbach (Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz)

Hallo Her Kordel,
heute muss ich einfach auf Ihren tollen Tagebucheintrag vom Freitag reagieren. Sie sprechen meine Sprache. Das, was da aus einigen Leuten heraussprudelt ist nicht mehr zu ertragen. Ich erlebe das bei meiner Arbeit im Krankenhaus immer wieder, werden Wünsche nicht sofort erfüllt wird man angeblafft oder es gibt böse Kommentare im Internet, meist so schlecht, dass man nicht einmal recherchieren kann, was und wo es genau vorgefallen ist.
Wie Sie sehen, komme ich nicht aus Ihrer Nähe, lese aber fast täglich Ihre Einträge, die ich durch Zufall gefunden habe.
Wenn wir einmal einem neuen älteren Kater ein Zuhause anbieten wollen (unser ist uns zugelaufen und duldet keine anderen Tiere im Haus😾), dann werde ich meinen Mann überreden bei Ihnen vorbeizuschauen.
Ihnen und Ihren Mitarbeitern einen schönen Urlaub.
Viele Grüße vom Wiehengebirge und vom Dicken.
In eigener Sache
Letztes Wochenende war eine Demo einiger Tierschutzvereine und dem Deutschen Tierschutzbund in Mainz. Thema: zu viele Tiere, zu wenig Geld.
Ja, das stimmt natürlich und dadurch, dass wir aus Lärmschutzgründen keine Hunde aufnehmen, sind wir in einer Sonderposition unter den Tierheimen.
Deshalb ist der nachfolgende Text meine persönliche Meinung und aus unserer besonderen Sicht geschrieben.
Mehr Geld vom Land zu fordern, wird uns nur minimal helfen. Natürlich nehmen wir jede zusätzliche Zuwendung gerne mit, aber wir bekommen einmal im Jahr 2750,- Euro als Zuschuss vom Land.
Auch wenn sie diesen Betrag verdoppeln, oder verdreifachen würden, reicht das noch nicht einmal aus, um die Tierarztkosten für einen Monat zu begleichen.
Anders sieht es aus, wenn wir Bau-, oder Umbaumaßnahmen gefördert bekommen, dafür gibt es gute Fördermittel.
Wir wollen vier neue Quarantäneboxen kaufen, Stück je etwa 3.000,- €. Auch hierfür gibt es Zuschüsse bis zu 50 Prozent des Kaufpreises.
Wir würden gerne auf die 2750,- € verzichten, wenn sie endlich eine landesweite Kastrationspflicht einführen würden. Oder den Ordnungsämtern ein richtig gemachtes Gesetz an die Hand geben, mit dem sie eine regionale Kastrationspflicht durchsetzen können.
Das würden manche VG`s gerne machen, aber das Gesetz in der jetzigen Form ist mangelhaft. Das wissen die Gesetzgeber aber erst seit 2 – 3 Jahre, also kann es ja nicht mehr lange dauern, bis es geändert wird.
Wir können nur froh sein, dass wir so viele private Spender und Unterstützer haben, sonst könnten wir nur einen Bruchteil der Tiere versorgen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche, Rainer Kordel
Tagebucheintrag 02.08.24
Unsere Vermittlungen
Gestern Abend ist die Katze Leonie wieder von ihrer Besitzerin abgeholt worden. Wir schauen jetzt, ob es wirklich nur an der Paste gelegen hat. Natürlich haben wir der Besitzerin noch ein paar Tipps mit auf den Weg mitgegeben und bleiben im Kontakt. Wir wollen den Versuch eingehen, hier bei uns war Leonie komplett unauffällig gewesen.
Reserviert sind die beiden ausgesetzten Geschwister Alexander und Alina, sie werden morgen Nachmittag abgeholt.
Unsere Neuzugänge
Es waren zum Glück nur 6 Katzen. Vater, Mutter, 1 Mädel und 3 Jungs ca. 2 Kilo schwer, lieb und damit bestimmt schon – oder schon bald – geschlechtsreif. Alle schwarz, unkastriert und bis jetzt Wohnungshaltung gewöhnt.
Wie ich einem Anrufer gestern bereits mitgeteilt habe, werden manchmal Tiere beschlagnahmt, weil es den Tieren sehr schlecht geht. Oder sie werden beschlagnahmt, weil die Unterbringung nicht annähernd einem Mindeststandard entspricht, der in absehbarer Zeit auch nicht erreicht werden kann. So ist es in diesem Fall. Die Katzen sind voller Flöhe und bestimmt auch mit reichlich Darmparasiten zu uns gekommen, aber sonst sehen wir nichts Dramatischens.
Wir warten auf die Entscheidung des Vet-Amtes, aber die nötigsten Sachen können auf jeden Fall sofort gemacht werden.
Da die Möglichkeit besteht, dass die Mutterkatze eventuell im Anfangsstadium tragend ist, und es sich in hoher Wahrscheinlichkeit um Inzucht handeln würde, wird sie heute bereits kastriert. Die Tochter und die vier Jungs, gehen dann nach und nach, so wie wir Termine bekommen, zur Kastration.
Bilder folgen am Montag.
Nachtrag zu Bibo (3) und Ferro (1)
Die nächsten beiden Katzen wurden labortechnisch negativ auf Parvo (Katzenseuche) getestet.
Für den FIV-Kater Bibo haben wir bereits Interessenten und er geht sehr wahrscheinlich am Dienstag. Und für den Leukose-Kater Ferro haben sich auch schon Leute gemeldet. Das ist aber noch nicht sicher, ob es zeitnah zu einer Vermittlung kommt.

Hallo liebes Eifeltierheim-Team,
wie ich in eurem Tagebuch lese, habt ihr alle Hände voll zu tun und es ist grade viel los bei euch.
Ich sende ein Feedback von Baghira (13). Er ist hier sehr gut angekommen, wächst schnell und der Tierarzt ist erstaunt über seine Größe.
Mit unserem ersten Kater versteht er sich super und die zwei sind eine Bereicherung in unserem zu Hause. Danke nochmal für die kompetente Vermittlung. Der Termin für die Kastration ist auch bereits vereinbart.
Wir wünschen euch weiterhin viel Durchhaltevermögen und weiterhin viel Freude an eurer guten und wichtigen Arbeit.
Alles Gute, J. M.
In eigener Sache
Es geht mir mittelschwer auf den Keks.
Dieses dumme Gespräch von oberschlauen Leuten, die mir erzählen wollen, wie wir unseren Job machen sollen.
Entweder hier am Telefon oder in den “sozialen“ Medien. Von Leuten, die Tierschutz nur vom Spielfeldrand beobachten, aber dann kluge Ratschläge erteilen wollen.
Und dann noch meinen Mitarbeiter raten, sie sollen doch einfach etwas mehr oder etwas schneller arbeiten. Einfach ein paar Tiere vermitteln, dann hätten wir auch weniger Arbeit.
Da bekomme ich echt Puls.
Dass nicht jeder mit mir und meiner Arbeit einverstanden ist, das ist in meiner Jobbeschreibung eingepreist und damit kann ich gut leben. Aber wenn es an meine Mitarbeiter, die ehrenamtlichen Helfer oder an die Tiere geht, wird meine Zündschnur deutlich kürzer.
Meine Mädels arbeiten zum Teil 10 – 12 Stunden am Tag und erledigen dann in ihrer kurzen Pause die Telefongespräche, um Vermittlungstermine zu vereinbaren. Und das an 7 Tagen in der Woche, 365 Tage im Jahr!
Und dann erzählen Leute, die nach 35 Stunden Freitagsmittags ins Wochenende gehen, die sollen schneller arbeiten, da hört es aber auf.
Die meisten würden keine Woche in unserem Job durchhalten und das für ein überschaubares Gehalt.
Nur noch einmal klargestellt, wir haben uns den Job ausgesucht und machen ihn fast immer sehr gerne, aber diese dummen Kommentare sind absolut überflüssig.
Und wenn ich dann noch höre, dass wir keine Katzen vermitteln wollen und einige Katzen „zurückhalten“. So ein Schwachsinn!
Wir haben schon unsere Gründe, warum jemand eine gewisse Katze nicht bekommt und das hat entweder mit der Wohnlage zu tun, oder dass wir keine Kitten einfach so in Wohnungshaltung vermitteln, wenn sie in Freiheit geboren sind. Oder wenn wir glauben, dass die Leute mit dem Tier überfordert sind und Katzen nicht zu Wanderpokalen machen wollen usw.
Aber mal darüber nachzudenken, dass wir gute Gründe haben, kommt diesen Leuten nicht in den Sinn.
Niemand verpflichtet die Leute, eine Katze bei uns zu holen und niemand verpflichtet uns, jedem der will eine Katze zu vermitteln.
Und wenn es den Leuten nicht gefällt, wie wir arbeiten, liegt es an der Person sich bei einem anderen TSV oder Privat nach einem Tier umzuschauen.
Und wenn jemand glaubt, er könne meinen Job oder den meiner Mitarbeiter besser, dann steht es ihm frei, einen eigenen Tierschutzverein zu gründen. Viel Spaß dabei.
Er kann sich auch gerne auf meinen Stuhl bewerben. Seit 10 Jahren biete ich den regelmäßig an, aber niemand will ihn haben. Ich finde bestimmt eine Beschäftigung, wo ich mit weniger Stress mehr Geld und Freizeit habe.
Nur mal so für alle möglichen Bewerber auf meine Stelle als Tierheimleiter.
Ich habe mal grob überschlagen und komme auf ca. 2,5 Jahre bezahlter Freizeit, wegen nicht genommenem Urlaub und Überstunden.
Und am Montag fahre ich auf der Rückreise meines Urlaubs zu einer Firma in den Niederlanden, um mir Quarantäneboxen anzuschauen, die wir bestellen wollen. Und eine meiner Mitarbeiterinnen kommt in ihrer Freizeit ebenfalls dort hin gefahren. Vielleicht will deshalb niemand meinen Stuhl?
Ich finde Kritik absolut wünschenswert, wenn sie konstruktiv und sachbezogen ist. Gerne noch einen Tipp dabei, wie es besser funktionieren könnte, dafür bin ich absolut offen.
Aber einfach einen dummen Spruch zu lassen, ohne vorher mal darüber nachzudenken, was man da aus der zweiten Reihe von sich gegeben hat, ist scheinbar Mode geworden.
Ich würde mir wünschen, vielleicht einfach mal das Gehirn einschalten und etwas mehr Respekt vor der Leistung anderer Leute zu haben.
Und wieder zum Wochenende schwere Kost, aber irgendwie ergibt sich das in der letzten Zeit so.
Ich mache am Sonntag und Montag meinen Sommerurlaub! Deshalb wird der Eintrag für Montag bereits morgen vorbereitet.
Schönes Wochenende, Rainer Kordel
Tagebucheintrag 01.08.24
Keine Vermittlungen, aber Nedo ist am Mittwoch wieder zurück auf die Futterstelle. Seine Wunde war gut verheilt, der Tierarzt hat sein Okay zum Auszug gegeben.
Unsere Neuzugänge
Gleich kommen weitere 8 Katzen aus einer Beschlagnahmung über das Vet-Amt und wir haben eigentlich keinen Platz.

Berni (8) ist ein Fundkater vom Dienstag aus Berenbach. Die Nachbarn hatten ihn entdeckt, kurz nachdem ein Paketauto da gewesen ist. Also eventuell stammt er gar nicht aus Berenbach.
Im Moment ist sehr viel los, wir müssen schauen, wann wir ihn zum Tierarzt bringen können.

Der kleine Kerl ist am Mittwoch aus Lützkampen zu uns gekommen. Es ist auf dem Bild gut zu erkennen, warum er gestern bereits zum Tierarzt gebracht wurde. Sein Bauch war dick vor lauter Würmern, er wurde auf ca. 15.06.24 geschätzt und muss jetzt erst einmal gepäppelt werden.

Nachtrag zu Nialani (1)
Ich habe eben mit dem Vet-Amt gesprochen. Die Besitzerin ist nicht mehr ansprechbar und Nialani wird zur Vermittlung freigegeben. Das ist natürlich nicht so einfach, wie es sich anhört, weil sie Ataxie hat. Ich hatte es bereits beschrieben und jetzt müssen wir schauen, wer mit so etwas Erfahrung hat.

Nachtrag zu Ela (1)
Ela war gestern zur Kastration. Da stellte sich bereits eine Gebärmutter-Entzündung heraus, die jetzt erst einmal behandelt werden muss. Die Mutter Ash hat morgen ihren Kastrationstermin, wir hoffen, dass sie nicht ebenfalls eine Pyometra hat.

Katze wieder Zuhause!
Hallo Liebes Eifeltierheim
Heute stand nach 9 schrecklichen Tagen unsere Katze Lissi wieder vor der Haustüre ganz abgemagert und verhungert! Vermutlich eingesperrt.
Wir sind außerordentlich glücklich und bedanken uns für Ihr Teilen des Plakates.
Liebe Grüße R. S. und Katze Lissi
Guten Tag,
heute berichtete ich nochmal von Penelope. Sie hat sich gut eingelebt und genießt auch die Möglichkeit des Auslaufs auf unserer Terrasse.
Mittlerweile waren wir bei der Tierärztin in der Praxis zur Römervilla in Longuich. Das aktuelle Blutbild ist top und die Bestimmung der Antimüller Hormons hat gezeigt das Penelope höchstwahrscheinlich kastriert ist. Sie liegt mit dem Wert im untersten Grenzbereich.
Leider war die Zahnsanierung in Wittlich wohl unvollständig, da es noch einige entzündete Backenzähne und einen entzündeten Wurzelrest im Unterkiefer gibt. Bei der geplanten Zahnsanierung im September wird auch nochmal der Hormonwert bestimmt, damit wir sicher sind das keine Sterilisation erforderlich ist. Die Dermatitis ist vermutlich allergisch bedingt, wobei wir dabei sind die Ursache zu suchen. Die Hautreaktion konnten mit einer leichten Kortisongabe abklingen.
Liebe Grüße, H. M.
Tagebucheintrag 31.07.24
heute kein Eintrag
Tagebucheintrag 30.07.24
Keine Vermittlungen, keine Neuzugänge
Nachtrag zu Alexander (1) und Alina (2)
Gute Nachrichten. Die beiden scheiden weder Parvo-Viren (Katzenseuche) noch Giardien aus. Der schlechte Kot kommt wahrscheinlich durch die schlechte Ernährung vor dem Aussetzen und/oder dem Stress durch das Aussetzen.
Sie können jetzt in ein großes „Kinderzimmer“ und in die Vermittlung.
Katze wieder Zuhause 1!
Liebes Tierheimteam,
die Suchplakate von Tasso haben scheinbar geholfen, dass die Leute ihre Keller etc. überprüft haben. Gestern Abend gegen 23:30Uhr stand unsere Katze Ronja nach fast 3 Wochen etwas mager und hungrig wieder bei uns vor der Tür! Wir sind sehr froh sie wiederzuhaben!
Viele Grüße A. S.
Katze wieder Zuhause 2!
Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Mithilfe und das Posten im Tagebuch.
Unsere Katze Inge ist wohlbehalten wieder Zuhause.
Mit freundlichen Grüßen, A. E.

Die Schultütenkinder der kath. Kita St. Markus, Talweg in Wittlich haben in ihrem letzten Kita-Jahr vor dem Schuleintritt Kräuter und Gemüsepflanzen vorgezogen und anschließend verkauft.
Der Erlös wurde dem Eifeltierheim-Altrich gespendet.
Spontan haben sich die zukünftigen Vorschulkinder dazu entschlossen, die Einnahmen ihres Verkaufs gebastelter Sachen der Spendenaktion beizusteuern.
So kamen insgesamt 212,50 Euro zusammen.
Liebe Angehörige des Eifeltierheims, lieber Herr Kordel,
Sie hatten uns im vergangenen September die etwas betagtere Katze Miezi überlassen. Sie hatten damals darum gebeten, eine kurze Rückmeldung zu senden mit Fotos, wenn die Kleine sich bei uns eingelebt hat, um dies an die Nachbarin der ehemaligen Besitzerin zu übermitteln. Das haben wir natürlich gerne gemacht.
Nun möchten wir Sie bitten, auch unser neuestes Update, wenn möglich, in Richtung ehemalige Bezugsperson weiterzugeben. Wir haben Miezi am Dienstag gehen lassen müssen. Die gesundheitlichen Probleme nahmen seit Beginn des Jahres deutlich zu. Die Nieren stellten langsam den Dienst ein, sie hatte Lymphome im Darm, oft Durchfall. Dem konnten wir mit Hilfe unserer Tierärztin und entsprechender Medikation und Futter noch gut beikommen. Asthma kam dann hinzu, die Zähne wurden schlechter und als sie dann am vergangenen Wochenende mit dem Fressen Probleme bekam, zusehends apathischer wurde und die Tierärztin eine Verdickung am unteren Gaumen, eventuell ein Karzinom, feststellte, haben wir uns schweren Herzens für das für sie Beste entschieden und sie im stolzen Alter von 18 Jahren gehen lassen.
Wir hatten eine wundervolle Zeit mit ihr! Sie hat uns mit ihrem starken Willen richtig herausgefordert und immer wieder ihren Dickkopf durchgesetzt. Sogar nach draußen durfte sie seit diesem Frühjahr, wenn auch FIV-bedingt nur unter Aufsicht mit Geschirr und Leine. Sie hat es, soweit wir beurteilen können, sehr genossen, genau wie ihre Streicheleinheiten. Wie oft sie sich lauthals in meine beruflichen Gespräche im Home-Office eingemischt hat, kann ich gar nicht zählen, meine Kollegen waren jedenfalls hin und weg von ihr. Wir haben es genossen, so eine alte Dame noch einmal so richtig verwöhnen zu können und würden jederzeit noch einmal so einen richtigen Senior zu uns holen.
Nun machen wir erst einmal eine Katzen-Pause, werden aber natürlich bei Ihnen gucken kommen, sobald unsere Herzen wieder bereit für einen neuen Mitbewohner sind.
Danke für Ihre tolle Arbeit!
Mit freundlichen Grüßen, S. S. Köln
In eigener Sache
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Auf der einen Seite haben wir sehr viele Tiere zu versorgen und deshalb kommen meine Mitarbeiter kaum dazu, überhaupt Vermittlungstermine auszumachen.
Die wollen solche Gespräche gerne richtig machen und das kostet nun mal Zeit.
Aber wenn wir keine Tiere vermitteln, reduziert sich auch nicht die Anzahl der Tiere und die Mitarbeiter bekommen keine Entlastung.
Obwohl zurzeit ein vermitteltes Tier nur Platz für ein neues Tier machen würde, deshalb kann man eigentlich nicht von Entlastung sprechen.
Und es fehlt auch die Zeit, neue ehrenamtliche Helfer richtig einzuarbeiten, die ebenfalls eine Entlastung bringen könnten. Aber die Leute ohne richtige Anleitung einfach so auf die Tiere loszulassen machen wir auch nicht.
Es ist zurzeit so, dass wir sogar eine Warteliste für Notfälle haben. Von den Abgabekatzen ganz zu schweigen. Auch da sind Menschen und Tiere dabei, denen wir gerne helfen würden, aber im Moment ist kein Licht am Ende des Tunnels zusehen. Also eigentlich wie jedes Jahr um diese Zeit.
Und jetzt brauchen wir Ihre Hilfe bei einer außergewöhnlichen Sache.
Es geht um die Katze Leonie und eine Beobachtung der ehemaligen Besitzerin.
Leonie wurde wegen aggressivem Verhalten gegenüber der Besitzerin abgegeben.
Hier bei uns zeigte Leonie sich anfangs etwas zurückhaltend, aber niemals aggressiv. Auch die Tierarztbesuche waren sehr entspannt.
Jetzt zu der Beobachtung. Leonie bekam von der Frau regelmäßig von einer Paste (Gimcat + Relaxpaste Balance), die gegen Stresslecken helfen sollte. Kurz darauf begann das extreme Verhalten. Die Frau ging davon aus, dass es die nächste Eskalations-Stufe war.
Als Leonie zu uns kam, schenkte die Frau die angefangene Paste der Nachbarin. Die hat eine sehr liebe Perserkatze, die auf einmal angefangen hat, aggressives Verhalten zu zeigen.
Eventuell reagieren die Katzen auf Inhaltsstoffe in der Paste komplett entgegen der eigentlich gewünschten Wirkungsweise. Ein Inhaltsstoff soll Johanniskraut sein.
Jetzt meine Frage, haben Sie schon einmal so etwas gehört oder selbst solche Erfahrungen gemacht?
Im Internet habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.
Das wäre ja eine Sache, wenn Leonie nur wegen einer Paste die Besitzerin angegriffen hätte.
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