Eifeltierheim Altrich
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Tagebucheintrag 29.07.24

verfasst am 29. Juli 2024

Unsere Vermittlungen
Wie angekündigt ist am Freitag Nachmittag Bella von einem Paar aus Wittlich abgeholt worden. Sie ist dort Einzelkatze mit späterem Freigang.
Am Samstag Vormittag sind die beiden Meerschweinchen-Jungs Arthur und Pluto zusammen von einem Paar aus Arzfeld abgeholt worden.
Am Samstag Nachmittag ist Loui zurück an die Futterstelle (siehe unten).

 

Unsere Neuzugänge

Eigentlich war für gestern Abend nur eine Katze eingeplant, jetzt waren es Mutter und Tochter, die zusammen in einer Box gebracht wurden.
Beide unkastriert, aber sonst hat der ehemalige Besitzer noch alles gemacht. Die beiden wurden geimpft, negativ getestet, entwurmt und entfloht. Bis jetzt waren Mama Ash (1) und Tochter Ela (1) Wohnungshaltung gewöhnt und wurden abgegeben, weil das Kind eine Allergie entwickelt hat. Das war diesmal auch wirklich glaubhaft, was nicht immer vorkommt. Ash hat einen leichten Rotstich und ist am 01.07.2017 geboren, Ela ist am 01.07.2019 geboren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir zeitnah einen Kastrationstermin für die Beiden bekommen. Sie kamen zwar mit dem Kind einigermaßen zurecht, aber sie sind etwas zurückhaltend, deshalb sehen wir sie eher in einem ruhigen Haushalt.

Nachtrag zu Loui (2)
Er wurde kastriert, gekennzeichnet und ist wieder zurück an die Futterstelle gebracht worden.
Eigentlich hätten wir ihn noch eine Woche gegen Milben behandeln müssen, aber wir hatten keinen Platz mehr. Die nächste Katze war bereits für Sonntag Abend angekündigt (Ash & Ela).
Loui hat ein Langzeit-Medikament bekommen, was zwar etwas belastender für den Körper ist, aber er ist ein gesunder und strammer Kater, das konnten wir in diesem Fall verantworten.
Wir hatten zuerst befürchtet, dass die Flecken im Gesicht ein Hauptpilz wären, aber da hatten er und wir Glück. Loui hat sich die Wunden im Gesicht an den Gittern der Lebendfalle zugezogen.

Nachtrag zu Ingrid (1)
Ingrid ist unsere ehemalige Patientin Null. Sie hat uns am 24.Mai die Seuche ins Tierheim mitgebracht. Alle fünf Babys starben schnell hintereinander, sie erkrankte zum Glück nicht. Mittlerweile gibt es einen negativen Parvo-Test und wir sind sicher, dass Ingrid keine Viren mehr ausscheidet. Sie wurde am Freitag kastriert und gekennzeichnet, negativ getestet wurde sie bereits bei einer vorherigen Untersuchung.
Ingrid wird auf ca. 2 – 3 Jahre geschätzt, ist Freigang gewöhnt und sehr lieb. Sie steht ab sofort zur Vermittlung bereit.

Nachtrag zu Hope-Estelle (1)
Hope-Estelle wurde ebenfalls am Freitag kastriert und gekennzeichnet. Auch sie wurde bereits bei einer vorherigen Untersuchung negativ auf FIV und Leukose getestet. Mittlerweile hat sie etwas zugenommen und da sich kein Besitzer gemeldet hat, werden wir Hope-Estelle auch zur Vermittlung freigeben.

Nachtrag zu Kucki (1)
Zum Glück hat sich Kucki beruhigt und konnte stressfrei untersucht werden. Das Alter ist ja bekannt (15.03.2022), er wurde negativ getestet, gekennzeichnet und geimpft.
Auch er steht ab sofort zur Vermittlung bereit. Kucki ist sehr lieb, Freigang und Kinder gewöhnt.

Wir leben noch und es geht uns gut, wir haben die Mama voll im Griff.
Ja bin happy mit Erich und Miles, die beiden sind so unterschiedlich, jeder für sich einzigartig toll. Die tränenden Augen von Miles habe ich soweit im Griff, er kneift sie nicht mehr zu und entzündet waren sie auch nicht mehr.
Erich ist der Frechdachs der beiden 😂aber Miles ist auch nicht ohne 😜
Ich gebe sie auch nicht mehr her.
Wir schicken euch ganz liebe Grüße und Nasenstupser S., Miles und Erich.

In eigener Sache 1
Es gab Rückmeldungen zu meinem Eintrag vom Freitag. Einige fanden ihn ziemlich „direkt“, langjährige Tierschützer fanden ihn absolut gut und wichtig, weil sie es leid sind, immer die selben Sprüche von den Ordnungsämtern zu hören.
Wir kommen einfach nicht weiter, wenn nicht eine große Zahl an „normalen“ Menschen den Entscheidungsträgern erklären, dass sie dieses Vorgehen so nicht weiter akzeptieren.

Und als hätte ich es geahnt, noch am Freitag Nachmittag wurden mir wieder zwei Fälle gemeldet.
Ein Fall von einer Fundkatzen-Mutter mit Babys von der Mosel. Sinngemäßer Kommentar des Ordnungsamt-Mitarbeiters: Es gibt nur Wildkatzen oder Freigängerkatzen, die auf dem Weg nach Hause sind.
Zweiter Fall aus der Eifel. Eine Frau hat zwei Katzenbabys auf einem Hof gesehen und eingesammelt, ca. 6 Wochen alt und in keinem guten Zustand. Vor Ort noch viele Katzen, die fast alle nicht gut aussehen oder sogar verletzt waren. Hier war es Freitag nach 16.00Uhr und damit außerhalb der Bürozeiten – niemand mehr zu erreichen!
Wir können in beiden Fällen nicht helfen, weil wir komplett voll sind.

Das ist auch für uns extrem frustrierend und deshalb der etwas emotionale Aufruf vom Freitag. Aber ohne Hilfe von Ihnen und damit meine ich nicht nur Sie als Tagebuchleser, sondern die Menschen in den entsprechenden Verbandsgemeinden, wird sich das nicht ändern.

Und hier geht es gar nicht um riesige Summen. Langzeitleser wissen, dass wir von unseren Vertrags-Verbandsgemeinden 75 Cent pro Einwohner bekommen und zwar nur einmal im Jahr!

Und ob das bei der Gehaltsstruktur bei den Verwaltungsbeamten wirklich billiger ist, wenn sie sich selbst darum kümmern, kann ich mir auch nicht vorstellen.
Bestimmt haben die Ordnungsämter auch genügend andere (und wirklich wichtige) Sachen zu tun. Viele Verbandsgemeinden haben das erkannt und Verträge mit Tierschutzvereinen abgeschlossen.
Also helfen Sie uns und sich selbst, in dem Sie die Entscheidungsträger wissen lassen, dass sie sich besser um die Fundkatzen kümmern sollen. Danke.

In eigener Sache 2
Es gibt wieder einige Corona-Fälle, deshalb eine Bitte an Sie.
Wenn Sie sich nicht richtig wohlfühlen und es nur im geringsten Maße die Möglichkeit einer Corona-Infektion gibt, verschieben Sie bitte den Besuchstermin. Oder tragen sie zumindest eine FFP2 Maske, wir haben hier im Tierheim welche, falls sie keine zur Hand haben.
Das wäre für uns richtig übel, wenn in der schlimmsten Zeit des Jahres mehrere Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen würden.

In eigener Sache 3
Ich versuche in den nächsten drei Wochen tage- oder zumindest stundenweise freizumachen.
Damit Sie trotzdem in den Genus ihrer gewohnten Tagebuch-Lektüre kommen, werde ich für solche Tage wenigstens einen kurzen TB-Eintrag vorbereiten.
Da ich meistens den Telefondienst übernehme, wird unsere Erreichbarkeit etwas eingeschränkt sein.
Wenn innerhalb der Telefonzeiten nur der Anrufbeantworter anspringt, sprechen Sie ihr Anliegen bitte auf den AB, meine Mitarbeiter werden sich melden, sobald die Arbeit es zulässt. Oder Sie schreiben eine Mail, die lese ich regelmäßig.
Ich wünsche eine schöne Woche, Rainer Kordel

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Tagebucheintrag 26.07.24

verfasst am 26. Juli 2024

Keine Vermittlungen

Unsere Neuzugänge

Das ist sehr wahrscheinlich der Vater-Kater aus Laufeld. Loui (2) ist gestern in die Falle gegangen, wird heute kastriert und dann darf er wieder zurück auf die Futterstelle.

Wie wir es befürchtet haben, ist Isolde bereits wieder tragend und zwar schon in der 7. bis 8. Woche.
Ihre Babys sind ca. 12 Wochen alt, sie hat also nicht lange gewartet, um wieder trächtig zu werden.
Isolde ist beim Tierarzt komplett eskaliert und musste im Zimmer mit dem Kescher eingefangen werden. Leider musste sie eine leichte Narkose bekommen, um nachzusehen, ob sie trächtig ist.
Das ist nicht gut für die Föten, aber mit einer so aggressiven Katze ist alles andere unmöglich.
Auch die Töchter Irene, Iris und Ida haben richtig Randale gemacht, da sind beim Tierarzt und der Arzthelferin ein paar Tropfen Blut geflossen. So entspannt sie sich hier in der Quarantänebox zeigen, so wild sind sie, wenn man sie fixieren will.
Zum Glück wurde die Mutter negativ getestet, so musste kein Blut abgenommen werden. Aber auch chipen, impfen, entwurmen und entflohen war schon heftig genug.
Ich denke, wir werden Mutter und Töchter trennen und sie in ein Jugendzimmer stecken. Dort sind sie mit netten Jungkatzen zusammen und wir hoffen, dass sie sich dort nettes Verhalten abschauen.

Nachtrag zu Vet-Amt Katze
Ich habe die Katze Nialani getauft. Das bedeutet auf hawaiianisch „ die Schöne vom Himmel“. Natürlich ist es die Erste mit diesem Namen. Sie ist sehr wahrscheinlich unkastriert und das lassen wir zurzeit auch so. Zum Glück war der FIV- und Leukose-Test negativ und der Tierarzt hat Nialani (1) auf ca. 2021 geschätzt. Die Ataxie ist nicht sehr stark ausgeprägt, da hatten wir bereits Schlimmeres hier im Tierheim. Sie kann aufs Katzenklo gehen und einigermaßen laufen und fressen. Aber natürlich nur in einem ganz begrenzten Raum.
Jetzt warten wir auf die Entscheidung des Vet-Amtes und päppeln Nialani solange etwas auf.

Uns wurde die öffentliche Mitteilung aus dem Mitteilungsblatt der VG Gerolstein vom 26.07.24, Ausgabe 30/24 zugemailt.
Hier geht es um die Katze, die ohne Kopf gefunden wurde. Ich hatte das im Tagebuch bereits erwähnt.
Eventuell erkennt jemand seine Katze in der Beschreibung.

Guten Tag,
ich wollte Ihnen gern mitteilen, dass es dem Obdulio sehr gut geht! Wir kuscheln jeden Tag und er schläft immer an meiner Seite. Oft legt er sich auch auf mich und inzwischen möchte er manchmal sogar auf meinen Arm.
Wir sind ein sehr gutes Team geworden und sind gemeinsam über die Zeit gewachsen. Es war ein langer, aber wundervoller Prozess.
Wir führen eine auf Respekt und Liebe beruhende Beziehung miteinander. Es ist einfach wunderschön zu sehen, wie offen er inzwischen für neue Dinge ist und dass seine Neugier wieder größer geworden ist.
Vielen Dank , dass es uns dank Ihnen möglich war zueinander zu finden !!!

Liebes Eifeltierheim,
am 25.04.24 haben wir Gismo (15) bei euch abgeholt und ihm ein neues Zuhause geschenkt. Wer sich erinnert, Gismo war der aufgeregte und neugierige Kater aus dem FIV-Gehege, der alle Menschen am Sommerfest verzaubert hat und lautstark auf sich aufmerksam gemacht hat.
Dass er aber in Wirklichkeit ein Hund ist und uns auf Schritt und Tritt verfolgt, habt ihr uns jedoch nicht erzählt! Es vergeht keine Minute bis Gismo in den Raum hinterher getappt ist, in dem wir uns gerade aufhalten. Ganz selten kommt es vor, dass er einschläft und es dann nicht bemerkt, wenn wir aus dem Raum gehen. Allein sein möchte er jedenfalls nicht und uns alleine lassen erst recht nicht, Gismo muss immer dabei sein.
Gismo hat sich nach dem Ankommen keine einzige Sekunde versteckt, er war direkt neugierig und aufgeweckt, wenn auch ein ganz kleines bisschen misstrauisch, wo er hier denn gelandet ist. Jedoch hat er direkt am ersten Abend bei uns im Bett geschlafen.
Dass er ein sehr guter Esser ist, haben wir direkt feststellen müssen, nach nun knappen 3 Monaten bei uns hat er 350 Gramm zugenommen, der Tierarzt hat ihm nun mehr Sport und weniger Futter verschrieben (das findet er natürlich gar nicht gut).
Kaum angekommen zeigten sich jedoch ein paar kleine Wehwehchen. Zunächst hatte er eine rötlich entzündete Nickhaut (die Zwischenhaut in den Augen), sie war leider nicht aufgrund des Stresses durch seinen Umzug aufgetreten, sondern Teil seines Katzenschnupfens, der einige wenige Tage später auch wiedergekommen ist. Mit Virolysin (eine Immunpaste), einer Salbe gegen die Augenentzündung und einem Inhalationsgerät haben wir den Katzenschnupfen jetzt jedoch sehr gut in den Griff bekommen.
Keine 2 Wochen nach seinem Einzug dann die nächste Baustelle: Gismo hat sich einen Hautpilz (passenderweise einen Hundepilz) eingefangen, der auch noch für Menschen ansteckend ist! Somit hieß es für uns, die komplette Wohnung auf den Kopf zu stellen und alles mit Chlorbleiche zu reinigen, einmal in der Woche sechs Wochen lang. Zusätzlich musste Gismo auch mit einem speziellen Shampoo eingeseift werden, was er aber sehr gut mitgemacht und vorbildlich über sich ergehen lassen hat!
Nun ist Woche sechs der Behandlung bereits rum und letzte Woche Mittwoch waren wir beim Tierarzt. Der ist sehr zufrieden und beneidet Gismo um sein schönes Fell (wie wir alle!).
Wir sind unendlich dankbar für diese tolle Vermittlung und freuen uns, Gismo in unserer Familie begrüßen zu dürfen!
Liebe Grüße aus Trier, Gismo, F. und P.

In eigener Sache
Zu viele Anrufe

Wir bekommen zurzeit fast im Stundentakt Anrufe von Menschen, die unsere Hilfe wollen.
Viele Babys, die gemeldet werden, teilweise mit oder ohne Mama; Streunerkatzen, die die eigenen Katzen prügeln; Abgabe-Kaninchen, weil man keine Ahnung von den Tieren hat und wir den Nachwuchs aufnehmen sollen; echte Notfälle, wo Menschen unverschuldet in Not geraten sind; Anfragen von Behörden, die Tiere unterbringen müssen; Leute, die einfach keine Lust mehr auf ihre Tiere haben, weil sie aktuell nicht mehr in ihre Lebensplanung passen, usw.
Wir haben also die gesamte Bandbreite der Gesellschaft und Nöte im Angebot.

Der Vater-Kater Loui aus Laufeld war die 242. Katze für dieses Jahr und die 36. Katze für diesen Monat! Und wir haben immer noch eine der wenigen Quarantäne-Zimmer mit Seuche-Verdachtskatzen belegt. Wir sind komplett am Limit!
Zum Teil ist das Ihre Schuld, zum Teil auch unsere.

Ich hatte am Montag bereits geschrieben, dass sich die Ordnungsämter nur selten für Fundkatzen im Allgemeinen interessieren. Deshalb haben sechs VG`s mit uns einen Fundkatzenvertrag abgeschlossen (Wittlich-Land, Daun, Gerolstein, Speicher, Kelberg und Arzfeld).
Dann kümmern wir uns nicht nur um die Fundkatzen, sondern schauen auch, dass sich die Streuner nicht zu stark vermehren.
Meiner Erfahrung nach ist es bei den anderen VG´s davon abhängig, wen sie ans Telefon bekommen.

Jetzt zu Ihrer Schuld. Sie machen einfach nicht genügend Druck.
Sie glauben doch wohl nicht, dass die Verbandsgemeinden freiwillig einen Fundkatzenvertrag mit uns abgeschlossen haben, der sie jährlich Geld kostet. Die Bürger haben so viel Druck auf die Entscheidungsträger ausgeübt und erklärt, dass es für sie wichtig ist und sie wollen, dass dafür ein Teil ihrer Steuergelder ausgegeben werden.
Ich weiß, dass gerade Sie als Tagebuchleser noch am ehesten auf unserer Seite sind und den richtigen Leuten Bescheid stoßen.
Aber sagen Sie es weiter, posten Sie es, erklären Sie die Situation, wenn sich wieder Leute über das Ordnungsamt beschweren, sonst wird es nicht funktionieren.

Wenn ich den Menschen aus den VG`s ohne Vertrag erkläre, dass sie sich doch bitte an ihr Ordnungsamt wenden sollen und das die „verpflichtet“ sind, ihnen zu helfen und standhaft zu bleiben, geben sehr viele Leute sehr schnell auf. So wird sich nichts verändern.

Und jetzt zu unserer Schuld. Wenn wir konnten, sind wir dann eingesprungen und haben die Tiere versorgt und die Ordnungsämter hatten schon wieder gewonnen.
Das Problem war verschwunden und das ohne einen Cent auszugeben. Denn es geht eigentlich immer nur ums Geld.
Und ich möchte hier ganz deutlich sagen, es geht mir nicht darum, mit weiteren VG`s einen Vertrag abzuschließen. Wir haben hier im jetzigen Tierheim gar keine Kapazitäten mehr, um weitere Fundkatzen aus weiteren Verbandsgemeinden aufzunehmen. Es geht darum, dass die ihren Job machen, dazu sind sie nämlich gesetzlich verpflichtet. Mehr nicht.

Einige Ordnungsämter machen gar nichts, einige machen ein bisschen, aber nur wenn die Tiere sich an die Bürozeiten halten und einige bemühen sich wirklich, werden aber von den übergeordneten Verantwortlichen mehr oder weniger ausgebremst.

Machen Sie Druck und halten Sie durch, sonst wird sich nichts verändern!

Wir versuchen es bereits seit Jahren und unsere Namen sind nicht gerne gehört (am Besten erwähnen Sie uns nicht, wenn Sie dort anrufen oder mailen, es kompliziert die Sache ungemein).
Zum Teil wird die super Arbeit des Fördervereins damit abgetan, dass „gelangweilte Hausfrauen“ nichts anderes zu tun haben, als in ihrer Freizeit durch die Gegend zu fahren und wahllos fremde Katzen einzusammeln.
Wir bekommen fast immer von den Ordnungsämtern zu hören, dass sie keine Fundkatzenmeldungen bekommen. Einmal wurde uns sogar unterstellt, dass wir die Unterlagen fälschen würden, als wir ihnen belegen wollten, dass wir teilweise 40 bis 50 Fundkatzen aus ihrem Gebiet eingefangen und versorgt haben. Zum Teil Fundkatzen, zum Teil unkastrierte Streuner.

Die Behörden können oder wollen nicht verstehen, dass die Tiere fast immer nach 16.00Uhr oder am Wochenende gefunden werden (und da wären wir wieder bei den Bürozeiten).
Mittlerweile hat es sich einfach herumgesprochen, dass wir erreichbar sind und helfen, wenn wir können. Deshalb ersparen sich die Leute den Anruf beim Ordnungsamt und erschweren uns dadurch die Arbeit und schaden sich langfristig selbst.

Sprechen Sie mit den Ortsvorsteher, mailen sie den Bürgermeistern, erstellen Sie eine Petition, sprechen Sie mit der Presse oder rufen im Büro des Bürgermeistes an, wenn das Ordnungsamt sich nicht kümmern möchte.
Das habe ich übrigens mit der Büroleiterin der Stadt Wittlich so verabredet.
Herr Rodenkirch meinte vor kurzen noch zu mir, ich solle doch die Kirche im Dorf lassen, er müsse sich um wichtige Dinge kümmern.
Und da glauben Sie, dass der ohne Druck von Ihnen seinem Ordnungsamtleiter aufträgt, sich besser um die Belange der Menschen und Tiere in Wittlich zu kümmern.

Es liegt an Ihnen, wir kämpfen seit Jahren aber ohne Unterstützung von Ihnen kommen wir nicht weiter.
Lassen Sie sich nicht abwimmeln und bleiben Sie dran, nur dann wird sich vielleicht irgendwann, eventuell etwas ändern. Vielleicht werden Sie selbst einmal Hilfe brauchen.

Auch wieder einmal ein schweres Thema zum Ende der Woche, Rainer Kordel

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Tagebucheintrag 25.07.24

verfasst am 25. Juli 2024

Unsere Vermittlungen
Wie angekündigt ist Zisa am Dienstag Nachmittag abgeholt worden, aber leider ist er gestern wieder zurückgekommen (siehe unten).
Reserviert ist Bella, sie soll morgen Nachmittag ausziehen.

 

Unsere Neuzugänge

Das ist einer der beiden angekündigten Katzen von vorgestern. Felix (34) lief bereits seit 2 Monaten in Niederöfflingen umher und wir hatten ihn bereits als Fundkatze veröffentlicht.
Jetzt hat die Besitzer-Familie die Bilder durch Zufall gesehen und sich gemeldet.
Felix ist ursprünglich von einer älteren Dame, die ins Altenheim musste. Die Familie wollte ihn bei sich aufnehmen, aber Felix möchte den Hund nicht und nutze die erste Gelegenheit und machte sich ab. Er konnte noch am Dienstag zur Eingangsuntersuchung und er hat einige Baustellen, auch mehr als für sein Alter von ca. 12 Jahren üblich sind.
Die leichten Herztöne sind nicht so ungewöhnlich, aber seine Zähne sind katastrophal und müssen dringend gemacht werden. Viele werden wohl nicht übrig bleiben, aber das ist vielleicht gar sich so schlecht, weil Felix FIV-positiv getestet wurde und dann ist es sowieso gut, potenzielle Entzündungsherde zu eliminieren.
Dass er positiv getestet wurde, ist für Felix nicht so schlimm, weil seine Augen nicht mehr gut funktionieren und sowieso in Wohnungshaltung vermittelt werden muss.
Wir haben das Ergebnis der Blutwerte, zum Glück gibt es keine weiteren Baustellen.

Kucki ist die zweite Abgabekatze vom Dienstag Nachmittag. Kucki (1) kam zu uns, weil die Besitzerin umziehen musste und Kucki in der neuen Wohnung keine Möglichkeit zum Freigang mehr hatte.
Er soll am 15.03.22 geboren sein, ist bereits kastriert, Freigang und Kinder gewöhnt.
Wie man auf dem Foto sehen kann, ist er mit der Situation etwas überfordert, deshalb war ein erster Versuch einer Eingangsuntersuchung gestern gescheitert. Wir lassen ihn jetzt erst mal in Ruhe ankommen und versuchen es später noch einmal.

Diese Katze ist gestern über dar Veterinäramt zu uns gekommen.
Sie ist in keinem guten Zustand, wir denken, dass sie eventuell Ataxie hat. Das ist eine Nervenkrankheit, dabei kommt es zu einer Störung der Koordination und des Gleichgewichts von Kopf, Gliedmaßen und/oder dem Körper. Zurzeit ist Ataxie weder behandelbar noch heilbar.
Es ist noch nicht sicher, ob die Katze bei uns bleibt, dass hat das Vet-Amt zu entscheiden. Wir bringen die Katze heute erst einmal zur Eingangsuntersuchung.
Eins ist aber jetzt schon sicher, sollte die Katze vermittelt werden, dann nur in Wohnungshaltung und die Katze ist Hunde gewöhnt.

Leider ist Zisa gestern wieder zurückgekommen.
Er war mit der Situation sehr wahrscheinlich überfordert und hat ganz ordentlich zugebissen. Und zwar mitten in der Nacht, als die Leute geschlafen haben.
Jetzt müssen wir schauen, dass wir bei der nächsten Vermittlung darauf achten, dass die Leute vorbereitet sind und so ein Verhalten eventuell von ihrer ehemaligen Katze kennen und damit zurechtkommen.

Katze zugelaufen!
Diese Katze ist bereits seit einer Woche in Dreis-Brück bei den Findern.
Sie würden die Katze auch behalten und fragen über das Tagebuch nach, ob die Katze eventuell vermisst wird. In Dreis-Brück kennt sie niemand.
Bitte hier im Tierheim melden, wir leite die Kontaktdaten weiter.

Nachtrag zu Alexander (1) & Alina (2)
Sie waren zur Eingangsuntersuchung, sind ca. 12 Wochen alt, wurden negativ getestet und gekennzeichnet. Sie hatten einen massiven Flohbefall und Durchfall, der aber mittlerweile besser wird. Wir warten trotzdem auf das Ergebnis eines Giardien-Tests, bevor die Geschwister zusammen ausziehen.

Nachtrag zu Isolde (1).
Ich habe eine Sache vergessen. Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine Streunerkatze mit drei Kitten noch über 4 Kilo wiegt. Deshalb versucht der Tierarzt heute bei der Eingangsuntersuchung nachzuschauen, ob Isolde bereits wieder tragend ist. In der Quarantänebox zeigt Isolde sich eigentlich ziemlich entspannt, wir sind gespannt, was sie von der Untersuchung hält.

Katze vermisst 1!
Rebecca Scharff, Binsfeld, 015118529267

Katze vermisst 2!

Hallo,
Ich wollte gerne wieder ein kleines Update zu Baghira und Felix senden. 😊 Die beiden sind einfach so unglaublich süß. Sie sind verschmust, liebevoll, offen, neugierig und kommen auf die lustigsten Ideen. Sie sind immer gerne da, wo wir auch sind, begrüßen die Kinder freudig, wenn diese aus der Schule kommen und lieben es bei allem dabei zu sein.
Seit ein paar Wochen gehen die beiden raus und es läuft super, supergut. Sie werden immer mutiger, auch wenn sie am liebsten Zeit mit uns allen zusammen im Garten verbringen. Die beiden sind einfach richtige Familienkater. 😀
Wir sind einfach nur super froh mit den beiden und dankbar, dass sie jetzt bei uns sein dürfen!
Viele Grüße, Fam. S. mit Fritz (Baghira) und Arthur (Felix)

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Tagebucheintrag 24.07.24

verfasst am 24. Juli 2024

heute kein Eintrag

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Tagebucheintrag 23.07.24

verfasst am 23. Juli 2024

Unsere Vermittlungen
Gestern Mittag ist wie angekündigt Penny zu einem Pärchen nach Trier gegangen.
Kurz darauf ist Mara als Zweitkatze von einer Familie aus Steinborn abgeholt worden.
Und kurz vor Feierabend wurde Marlene von einer Familie aus Fell adoptiert.
Der Tierarzt hat Zisa das ok zum Auszug gegeben, er wird heute Nachmittag abgeholt.

 

Unsere Neuzugänge
Wir bekommen mittlerweile fast täglich Anfragen, ob wir Abgabekatzen aufnehmen können.
Die Besitzer können sich krankheitsbedingt nicht mehr kümmern oder wegen Umzug, Trennung oder  Überforderung.
Mal ist es eine Katzen, es können aber auch fünf Katzen auf einmal sein. Zum Teil hier aus der Umgebung, aber auch von weiter Weg. Vor Ort haben sie entweder niemanden gefunden der Ihnen helfen kann oder sie wollen expliziert, dass die Katzen zu uns kommen.
Und auch wenn wir im Moment sehr gut vermitteln, wir müssen schauen, wann wir wen aufnehmen können. Leider haben wir immer noch Langzeit-Patienten, die uns für längere Zeit die Quarantäne-Boxen belegen.
Oft ist es nichts Dramatischen, z.B. die Brüder Balu und Baghira, die mindestens noch drei Wochen gegen ihre Giardien behandelt werden müssen. Die sind übrigens seit heute reserviert und ziehen aus, sobald das negative Ergebnis vorliegt.
Und wir müssen uns noch Boxen für absolute Notfälle freihalten, siehe Alexander und Alina vom Samstag.
Heute Nachmittag bekommen wir zwei Neuzugänge.

Isolde (1) ist die fehlende Mutterkatze aus Immerath und wurde uns gestern gebracht. Sie wirkt hier gar nicht so wild, wie erzählt wurde, eventuell ist sie gar keine Streunerkatze. Nach dem wir Isolde zu ihren zwei Töchtern Irene und Iris in die Box setzten, gab es für einen kurzen Moment eine Irritation, dann aber eine sehr liebevolle Begrüßung beiderseits.
Heute Vormittag ist dann Ida (2) gekommen und damit ist die Familienzusammenführung erst einmal abgeschlossen. Die Vier gehen am Donnerstag zur Eingangsuntersuchung.
Die Katzen sind netter, als sie auf dem Foto aussehen.

Nachtrag zu Galina (1)
Galina ist uns irgendwie durchgegangen. Wir haben uns nur gewundert, dass ihre Brüder starkes Interesse an ihr haben. Deshalb ist sie gestern kastriert worden und die Brüder kommen morgen unters Messer. Das wäre enorm peinlich, wenn es bei uns zu einer ungewollten Schwangerschaft gekommen wäre. Es war einfach zu viel los in der letzten Zeit.

Nachtrag zu Nedo (1)
Leider muss Nedo noch eine Ehrenrunde drehen. Noch eine Woche Antibiotika und all-inclusive Unterbringung, bevor er wieder ausziehen kann.

Wie jedes Mal nach einem großen Fußballturnier, bekommen wir von einer ehrenamtlichen Helferin die Einnahmen des Tipp-Spiels. In diesem Fall waren es aufgerundete 300,- Euro.
Dafür vielen Dank. Nur als Tipp von mir, bei den Olympischen Spielen wird auch Fußball gespielt!

Hallo liebes Eifeltierheim Team,
heute feiern Miley (Sabine) und Daisy (Sabrina) ihre 2 Jahre. Seit fast 15 Monaten bereichern sie unser Leben. Die Beiden haben sich sehr gut eingelebt. Da Daisy mehr die ruhige Verschmuste ist und Miley hingegen etwas chaotischer und lebhafter ist, gab es bei den Beiden auch schon einige Streitereien, also haben wir vor 5 Monaten beschlossen noch eine 1jährige aus dem Tierschutz dazu zu holen. Und was soll ich sagen die kleine Gwendy wurde sofort akzeptiert und Streitereien gibt es überhaupt keine mehr. Das Trio passt super zusammen.
Liebe Grüße, S.

Hallo liebes Tierheimteam,
am  Samstag den 13.07 sind wir bei euch ausgezogen und heute nach einer Woche im neuen zu Hause, wollten wir uns nochmal melden.
Der erste Tag war schon sehr aufregend, besonders Bati hatte noch etwas Angst vor unseren neuen Menschen. Aber gespielt, wie eine Wilde hat sie trotzdem mit mir. Ich bin übrigens Barley, eine ziemlich coole Socke.
Die beiden haben Bati dann erst mal ganz in Ruhe gelassen und am nächsten Morgen lag sie dann auch im großen Bett, seitdem ist das Eis gebrochen und wir schnurren beide um die Wette.
Wir haben das Haus schon erkundet und rasen von einer Etage zur nächsten um nachlaufen zu spielen. Ich liebe meine Angel und Bati spielt total verrückt mit ihren Mäuschen, die werden in die Luft geschmissen und manchmal meint sie echt sie wäre ein Hund, dann apportiert sie das Spielmäuschen. Unsere Menschen sind ganz verliebt in uns Beide und freuen sich endlich wieder Katzenstreu im Haus zu haben, wir geben auch richtig Gas beim scharren 😉
Also nochmal Danke ihr Lieben, das wir bei euch so gut starten durften!
Grüße von Barley (1) und Bati (1), wir heißen jetzt übrigens Luna und Nisha.

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Tagebucheintrag 22.07.24

verfasst am 22. Juli 2024

Unsere Vermittlungen
Am Freitag konnte Filou endlich von ihrer neuen Familie aus Konz abgeholt werden. Sie war echt ein Pechvogel. Zuerst ein hartnäckiger Pilz, dann schied Filou auch noch Seuche aus. Aber wenn eine Familie mehr als 10 Wochen auf eine Katze wartet, dann wird es Filou dort bestimmt auch gut haben.
Am Samstag wurde Natascha abgeholt und wohnt ab jetzt als Einzelkatze mit späterem Freigang bei einer Frau aus Lüxem.
Ich hatte ja bereits geschrieben, dass nachher Penny, Mara und Marlene abgeholt werden.
Zusätzlich ist Zisa reserviert. Er geht heute noch einmal zur Nachkontrolle und kann dann morgen ausziehen, wenn der Tierarzt sein OK gibt.
Die Meerschweinchen Arthur und Pluto ziehen sehr wahrscheinlich am Samstag aus und wir haben jetzt bereits 5 Interessenten-Termine für die nächsten Tage.

Unsere Neuzugänge

Diese zwei Fundkatzen sind uns am Samstag um die Mittagszeit von einer Radfahrerin gemeldet worden. Sie saßen etwas außerhalb von Altrich Nähe Bahnunterführung / Höhe Rotmühle unter einem Baum (siehe Foto).
Am Freitag Vormittag hat mich noch eine Reporterin vom TV angerufen, ob jetzt vor den Ferien vermehrt Katzen ausgesetzt werden – ich habe das verneint.
Die Leute würden sich bei uns melden, weil wir die Katzen auch ohne Gebühr aufnehmen, deshalb müssen die Tiere ja nicht ausgesetzt werden.
Und schon haben mich irgendwelche Idioten Lügen gestraft.
Zu den Katzen.
Am Samstag war es ziemlich heiß, deshalb waren die Beiden dehydriert und hatten richtig Hunger.
Zum Glück, denn so konnte unsere Mitarbeiterin die Katzen sehr gut mit Futter anlocken und packen.
Alexander (1) (weiße Zehen) wiegt 1480gr, Alina (2) 1190gr. Die Geschwister sind sehr lieb und auf jeden Fall in einem Haushalt groß geworden. Sie gehen morgen zur Eingangsuntersuchung.

Das sind zwei von möglichen 5 Fundkatzen aus Immerath. Es fehlen noch eine Schwester und die Mutter, beide ebenfalls Schildpatt. Und der Vater-Kater (getigert Langhaar) läuft noch dort herum.
Wir warten noch damit, Irene (1) und Iris (1) zur Eingangsuntersuchung zu bringen. Das machen wir, wenn die Familie (auch ohne den Kater) vereint ist. Dann können sie auch gleichzeitig entwurmt und entfloht werden. Wir hoffen, dass wir bis Mittwoch zumindest die beiden Mädels hier haben.

Nachtrag zu Boncuk (1)
Boncuk wurde am Freitag kastriert, gekennzeichnet und negativ auf FIV und Leukose getestet. Obwohl sie bei sich Zuhause mit ihrem Sohn zusammengelebt hat, faucht sie bei uns alle Katzen auch aus der Entfernung an. Sie wird definitiv als Einzelkatze vermittelt.
Der Tierarzt meinte, dass Boncuk im Anfangsstadium tragend war.

Nachtrag zu Hope-Estelle (1)
Sie wiegt keine 1,8 Kilo, aber der Tierarzt hat Hope-Estelle auf ca. 2 – 3 Jahre geschätzt. Sie ist also massiv unterernährt. Sie hat über das Wochenende gut gefuttert und wird diese Woche noch kastriert. Negativ getestet wurde sie am Freitag bereits.

Nachtrag zu Louisiana (1) & Louis (9)
Das ist wieder so eine Sache, die viele Leute so nicht auf dem Schirm haben.
Die Kitten von Mama Louisiana werden auf ca. 8 Wochen geschätzt. Als Louisiana zur Kastration aufgeschnitten wurde, kamen Föten im Alter von etwa 6 – 7 Wochen zum Vorschein.
Es ist zwar selten, aber wir hatten es bereits mehrfach, dass Katzen noch am Säugen und schon wieder tragend waren.
Vereinfacht erklärt, der Hormonspiegel durch die Schwangerschaft, Geburt und das Säugen war nicht hoch genug, um eine weitere Rolligkeit zu unterbinden. In diesem Fall wurde Louisiana bereits direkt nach der Geburt wieder angedeckt.
Katzen sind sogar in der Lage, während der Schwangerschaft noch ein zweites Mal tragend zu werden. Sie trägt dann zwei verschieden alte „Baby   -Gruppen“ aus, wobei dann fast immer nur die Älteren überleben.
Das zweite Kitten ist ein Junge. Fitter als seine Schwester Louisa, dafür ist  Louis (9) nicht so nett.
Mama Louisiana hat die großen, kahlen Stellen am Kopf, es läuft eine Pilzkultur. Das wäre richtig doof, weil dann vielleicht Louis und Louisa ebenfalls Pilz haben und wir Louisiana noch einige Wochen behandeln müssten.

Nachtrag zu Balu & Baghira.
Die junge Frau sagte uns bereits bei der Abgabe, dass die Brüder von Anfang an Durchfall hatten. Jetzt haben wir das labortechnische Untersuchungsergebnis, sie haben Giardien. Das heißt, erst einmal nicht zeitnah ausziehen, sondern in der Quarantänebox bleiben und die Behandlung über sich ergehen lassen.
Balu und Baghira waren laut Aussage der beiden Besitzer noch nie draußen und trotzdem war ihr Darm mit Giardien kontaminiert und die haben sich durch den Stress in den letzten Wochen explosionsartig vermehren können. Am wahrscheinlichsten ist die Übertragung durch die Mutter.
Ich lasse sie trotzdem auf der Internetseite, es dauert nur ein paar Wochen, bis sie fertig behandelt sind. Das ist schade, wir bräuchten dringend freie Quarantäneboxen.

Katze vermisst!

In eigener Sache
In den letzten Tagen überschlagen sich die Dinge hier im Tierheim.
Das merken Sie bereits an den vielen Einträgen, die ich zurzeit im Tagebuch schreibe. Und das ist nur ein kleiner Teil der Vorfälle.
Ich picke mir nur einige raus, die meiner Meinung nach für Sie interessant sind.
Nachfolgend drei Sachen, die am Freitag Nachmittag innerhalb einer Stunde passiert sind.

Zuerst kam ein Anruf einer älteren Frau aus der „Eifel“, näher will ich es nicht benennen. Der Bruder hat draußen eine wilde Mama mit einem frischen Wurf. Die Babys hatten die Augen noch verschlossen. Offenbar ist der Mutter etwas passiert und der Mann wollte die Kleinen verhungern lassen. Die Schwester hat scheinbar richtig Streit mit ihm bekommen und sich bei uns gemeldet. Zum Glück hatte der Spezial-TSV noch ein Plätzchen frei und die Frau hat die Babys eingepackt und ist dort hin gefahren.

Kurz darauf rief eine junge Frau von der „Mosel“ an. Sie ist alleinerziehend und hat eine hochtragende Katze und will oder kann sich nicht um sie kümmern.
Die Katze war nach ihrer Aussage ausgebüxt und natürlich muss man dann nicht zum Tierarzt, um zu schauen, ob die Katze angedeckt wurde. Noch besser wäre natürlich gewesen, die Katze bereits vor, aber spätestens nach ihrem Ausflug zu kastrieren.
Jetzt bekommen wir sehr wahrscheinlich die Katze diese Woche noch gebracht. Wir müssen schauen, ob sie bei uns die Babys bekommt oder auf einer Pflegestelle.

Dann hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Mann, der in einer VG wohnt, mit der wir keinen Fundkatzenvertrag haben.
Sein Nachbar findet, dass eine Katze zu kastrieren gegen die Natur ist. Jetzt hat er 11 Jungkatzen plus mindestens 7 erwachsene Katzen, die durch die Nachbarschaft ziehen. Alle Jungkatzen sind natürlich scheu und die erwachsenen, weiblichen Katzen bestimmt aktuell oder bald wieder tragend (siehe Louisiana).
Er wollte fragen, wie er die Sache angehen kann, weil der Nachbar eigentlich ein netter Kerl ist und er keinen Streit möchte.
Ich riet ihm Umzuziehen, weil das nicht funktionieren wird.
Der Besitzer möchte oder kann so viele Katzen nicht mehr kastrieren, geschweige denn einfangen.
Das zuständige Ordnungsamt wird sich in diesem Stadium nicht als zuständig fühlen, weil die Katzen einen Besitzer haben.
Eine Kastrationspflicht bekommen viele VG`s nicht auf die Reihe und das wäre genau für solche Fälle extrem wichtig (was wir auch schon seit Jahren immer wieder erzählen).
Ich denke, irgendwann, wenn es so viele Katzen sind, dass sich noch mehr Menschen in der Nachbarschaft beschweren (also bei ca. 50 – 70 Katzen, also in zirka einem Jahr) ist es ein Fall für das Ordnungsamt.
Dann wird es aber kaum mehr machbar sein, so viele scheue Katzen einzufangen. Denn sie müssen alle Tiere einfangen und unterbringen, bis die letzte Katze in die Falle gegangen ist.
Und dann müssen sie reichlich Tierärzte finden, damit sie genügend Kastrationstermine bekommen und können pro Katze mit mindestens 250,- Euro nur an Arztkosten rechnen, dann darf aber auch sonst nichts sein.

Wir sind richtig gut in solchen Fällen, aber so etwas wäre für uns nur zusammen mit den ganzen Pflegestellen des Fördervereins zu stemmen und dann wäre es auch noch heftig.
Und dann müssten wir den größten Teil der Katzen wieder zurücksetzen, was sollen wir mit so vielen scheuen Katzen machen.
Schlussendlich wird es ca. 10 Jahre dauern, bis genug Katzen abgewandert sind oder überfahren wurden und sich die Zahl normalisiert hat.
Der Mann bedankte sich für meine offenen Worte und versucht es jetzt über den Ortsbürgermeister.
Vielleicht hat er Glück und die lassen sich von meiner Einschätzung der möglichen Zukunft abschrecken und reagieren doch zeitnah.
Oder er schaut sich doch nach einer neuen Wohnung um.
Ich wünsche eine schöne Woche, Rainer Kordel

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Tagebucheintrag 19.07.24

verfasst am 19. Juli 2024

Keine Vermittlungen, aber einige Katzen sind reserviert.
Heute Nachmittag soll Filou abgeholt werden.
Am Sonntag Natascha und am Montag jeweils Penny, Mara und Marlene.
Und wir haben noch weitere Interessenten-Termine, eventuell geht da auch noch was.

Unsere Neuzugänge

Diese Fundkatze wurde uns gestern von einer Tierschützerin aus Flußbach gebracht.
Ein ganz liebes Mädchen mit einer außergewöhnlich guten Tätowierung.
Es hat ein wenig gedauert, bis wir den Tierarzt ausfindig gemacht haben. Denn scheinbar gibt es mehrere Tierärzte, die FUE tätowieren.
Mausi, wie die Katze heißt, ist am Donnerstag Nachmittag in Olkenbach verschwunden und tauchte am Freitag Morgen in Flußbach auf. Eben ist sie von den Besitzern abgeholt worden. Ich freue mich sehr, wenn eine Katze tätowiert ist, es spart uns allerdings sehr viel Arbeit, wenn die Katze auch bei Tasso und/oder Findefix registriert wird.

Boncuk (1) ist gestern Abend abgegeben worden, weil eins der Kinder massive Atemwegsprobleme hat. Sie haben einige Monate verschiedene Sachen ausprobiert, aber der Husten wurde immer schlimmer.
Boncuk (bedeutet Perle) ist am 18.07.21 geboren, Katzen und Kinder gewöhnt. Die meiste Zeit war sie Wohnungskatze, aber in der letzten Zeit durfte sie raus und mochte es sehr. Deshalb wird Boncuk auch als Freigänger Katze vermittelt. Da sie noch unkastriert ist, wird das erst noch gemacht, und zwar heute.

Hope-Estelle (1) ist eine Fundkatze aus Hohenfels-Essingen, die uns gestern von Tierfreunden gebracht wurde. Sie ist bereits seit dem 13.07.24 rund um die Uhr bei den Leuten ums Haus.
Und es ist ein kleines Dorf, niemand kennt die Katze. Hope-Estelle geht heute zur Eingangsuntersuchung.

Das sind zwei der angekündigten Fundkatzen aus Laufeld. Es ist die Mutter Louisiana (1) und das Geschwisterchen von Louisa vom Samstag.
Zum Glück ist noch ein Kastrationstermin freigeworden, sodass Louisiana heute bereits unters Messer kann. Bei dem Kitten konnten wir das Geschlecht noch nicht bestimmen, die Mutter ist grottenwild und geht auf jeden Fall zurück.
Das kann allerdings noch etwas dauern, die kahlen Stellen im Gesicht könnten Hautpilz sein.
Es fehlt noch der Vater-Kater, die Falle steht.

Nachtrag zu Melvin.
Ich hatte ganz vergessen zu schreiben, wo Melvin gefunden wurde. Er ist in Meisburg in einem Autohaus aufgetaucht. Eventuell ist Melvin gar nicht von dort, sondern per Anhalter in einem Motorraum dort hin mitgereist. Das wird jetzt noch unwahrscheinlicher, einen Besitzer oder ein Geschwisterchen zu finden.
Melvin sieht schon wesentlich besser aus. Das fotografieren ist aber immer noch schwierig, weil er so menschenbezogen ist und sofort auf jeden zuläuft, der sich ihm nähert.

Katze zugelaufen!
Hallo miteinander,
dieser hübsche Kater wurde am Donnerstag, 4.7.2024 in Monzelfeld, Tierarztpraxis Neuberger, abgegeben. Die Praxis Neuberger bittet um Hilfe.
Er hat eine eitrige Wunde am Schwanz und wird dort von dieser Praxis seither behandelt und versorgt. Fundort ist Mülheim am Ortsausgang Richtung Weinberge.
Er ist sehr verschmust, frisst gut und ist im Umgang mit Menschen gewöhnt. Er ist tätowiert, aber nicht im Tasso oder Findefix registriert, kein Chip.
Bitte in der Tierarztpraxis melden, wenn Sie den Kater kennen.

In eigener Sache 1
Zu dem Tierverkauf auf dem Flohmarkt in Trier.
Es kam ein Artikel im der Trierer Ausgabe der Trierischen Volksfreund.
Scheinbar hat der Flohmarktbetreiber nichts von dem Verkauf mitbekommen und möchte jetzt darauf achten, dass so etwas nicht noch einmal geschieht.
Der Verkäufer wurde durch sein Kennzeichen ermittelt und jetzt muss geschaut werden, ob es eine Ordnungswidrigkeit war. Und durch eine Kontrolle vor Ort soll kontrolliert werden, ob noch weitere Katzen vor Ort sind.
Was mich noch interessieren würde ist, ob die Besitzer der beiden bereits verkauften Katzen wissen, dass sie Katzen mit nach Hause genommen haben, die einen ansteckenden Hautpilz haben.
Es ist zwar etwas gehässig, aber eigentlich sind die Leute selbst schuld.

In eigener Sache 2
Wir sind von einer Tierarztpraxis in Trier angerufen worden. Sie haben eine Rasse-Katze in der Behandlung, die einen „Portosystemischen Shunt“ hat.
Sehr wenige Menschen haben jemals davon gehört, weil es eigentlich eher kleine Hunde betrifft und fast nie Katzen.
Ich versuche es laienhaft zu erklären.
Normalerweise fließt das Blut durch die Leber, wird dort „bearbeitet“ und nach der Leber weiter durch den Körper. Jetzt ist es bei einem Portosystemischen Shunt so, dass eine Ader das Blut  entweder komplett oder teilweise an der Leber vorbeiführt.
Die Diagnose ist extrem schwierig und die Behandlung eigentlich enorm teuer.
Der Besitzer ist für die 11 Monate alte Katze bereits das dritte Zuhause und natürlich hat der Vorbesitzer ihm nicht erzählt, dass er eine schwerkranke Katze adoptiert hat.
Er möchte oder kann die mehrere tausend Euro teure Behandlung nicht bezahlen, deshalb die Anfrage, ob wir sie nehmen können.
Ich musste ablehnen, weil wir auch einfach keinen Platz haben. Aber ich habe etwas herumtelefoniert und für die Katze eine sehr günstige Operation besorgen können. Natürlich immer mit dem Hinweis, wenn es doch nicht funktioniert, sich bitte noch einmal bei uns melden.
Das war am Montag und ich habe bis jetzt nichts mehr gehört. Deshalb gehe ich davon aus, dass es funktioniert hat.

In eigener Sache 3
Wir haben eine Meldung aus der Nähe des Ortseingang Dohm bekommen. Dort wurde am Montag eine kopflose Katze gefunden. Wir haben Fotos, die ich aber selbstverständlich nicht veröffentlichen werde.
Wir können bei der ganzen Sachen weder ausschließen, ob ein Tier (z.B. ein Hund) die Katze getötet und den Kopf vom Körper abgetrennt hat.
Es könnte auch beim Mähen passiert sein und ein Fuchs hat den Körper dort hin geschleppt und wurde dann gestört.
Wir können leider auch nicht ausschließen, dass ein Mensch so seine eigene oder eine fremde Katze getötet hat.
Es wurde kein Chip gefunden und das Geschlecht ist unbekannt. Ich würde von den Bilder her sagen, dass die Katze braun-schwarz getigert war.
Der Finder hat den Vorfall dem Ordnungsamt Gerolstein gemeldet. Wer noch weitere Fragen hat, soll sich bitte dort hin wenden.

Trotz der schlechten Nachricht am Schluss, wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.
Rainer Kordel

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