Eifeltierheim Altrich
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Tagebucheintrag 17.01.22

verfasst am 17. Januar 2022

Keine Vermittlungen, aber Maureen soll heute abgeholt werden.

Unsere Neuzugänge.

Hier sehen sie die angekündigten fünf Fundkatzen aus Demerath, die wir am Freitag eingefangen haben.
Es scheint irgendwo eine unkastrierte Mutter im dem Dorf zu geben (viel weiß mit grau) und die bringt ihre Kitten regelmäßig zu der Finderin und ist dann irgendwann wieder verschwunden. Leider sind die Jungkatzen sehr wild und können nicht wieder dort hin zurück. Leider ist die Person, die dort gefüttert hat, dass aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen kann.
Wir wissen kein Geschlecht und müssen schauen, dass wir sie schnell kastriert bekommen. Es wird schwierig, für solch wilde Tiere ein Zuhause zu finden. Zum Glück sind sie Katzen und Straße gewöhnt.
Die erste Katze gehört nicht zum Wurf und keiner weiß wirklich, wo sie herkommt. Aber sie verträgt sich sehr gut mit den Kleinen, ist aber definitiv ein erwachsenes Tier.
Sie ist auch die zutraulichste der fünf Katzen.

Und zum Glück haben wir am Samstag bereits den zweiten Fünf-Katzen-Fall abgearbeitet.
Hier sind die Katzen aus einem Sterbefall. Zwei Katzen sind lieb (und doch nur ein Langhaar-Mix) und die anderen (schwarz und schildpatt) sind eher scheu und hatten keinen Namen.
Weil es vom Wesen und vom Namen her passte, haben wir sie Spautzi, Spuki und Spatzi getauft. Sie sind ca.2018 geboren, müssten bereits kastriert sein und sind Freigang und Hunde gewöhnt.
Der Langhaar-Mix ist ein Kater, heißt Moppi, ist noch unkastriert, ca. 2016 geboren und sehr lieb. Hoffentlich hat er sich in der Zeit nicht mit FIV angesteckt.
Puddi ist ein kastriertes Mädchen, ca. 2016 geboren und noch etwas zurückhaltend.
Die Angaben sind alle von Leuten vor Ort, bei der Eingangsuntersuchung wird sich zeigen, ob das alles so passt.

Hallo lieber Her Kordel,
hallo liebes Team des Eifeltierheims in Altrich.

Nachträglich wünsche ich Ihnen allen noch ein gutes neues Jahr 2022, vor allem Gesundheit auch natürlich den Vierbeinern. 😊
Ich habe ganz vergessen Ihnen zu schreiben, dass wir unsere Mila (von Ihnen ursprünglich Lara getauft) bereits Ende Oktober 2021 kastrieren haben lassen. Die Kaution dürfen Sie natürlich gerne als Spende für Ihre tolle Arbeit behalten. Ich denke, dass Sie dies intern umbuchen können.
Mila hat sich zwischenzeitlich sehr gut eingelebt. Sie ist eine neugierige und lebendige Katze, aber auch trotzdem sehr verschmust. Kurz vor Weihnachten war sie komplett geimpft und durfte nun endlich auch draußen alles erkunden und da gibt es ja nochmal mehr zu entdecken. Obwohl sie, vielleicht weil sie eine griechische Katze ist, dem Schmuddelwetter nicht so viel abhaben kann.
Der Weihnachtsbaum und die Grippe waren da sehr viel interessanter. Aber der Tannenbaum ist stehen geblieben, obwohl wir anfangs anderes befürchtet hatten. Sie hat sich jedenfalls sehr gut eingelebt und wir sind froh, dass wir sie haben.
Noch einmal recht herzlichen Dank für alles und weiterhin Ihnen und Ihrem Team alles Gute!
Liebe Grüße, Ihre Familie C.

In eigener Sache.
Am Samstag kam der angesprochene Artikel im Wochenspiegel, zu dem ich der Redaktion einige Fragen beantworten habe.
Ich bin immer überrascht, dass ein solch großer Artikel doch eigentlich so wenig Text enthält.
Aber es ist natürlich auch so, dass nicht jeder in der Tierschutz-Sache so aktiv ist, oder Tiere an sich übermäßig interessant findet.
Deshalb sind wir auch richtig froh, dass wir überhaupt so viele Artikel in den Printmedien unterbekommen.
Und ich verstehe auch, dass die Medien sich beide Seiten anhören und für eine faire Berichterstattung eine neutrale Position einnehmen müssen.

Aber das muss ich eben nicht und kann hier im Tagebuch meine Sichtweise schreiben und es auch etwas ausführlicher erklären. Denn wer das Tagebuch bereits seit längerem verfolgt weiß, dass Tierschutz – wie so viele andere Dinge – nicht einfach zu erklären ist und nicht immer schwarz und weiß ist.
Also nachfolgend die nächsten zwei Fragen und meine Antworten.

 

  1. Aus welchen Gebieten kommen aktuell die meisten Tiere?

Die meisten Fundkatzen kamen dieses Jahr aus der VG-Wittlich-Land 75 (letztes Jahr 54), dann kommt bereits Wittlich Stadt 46 (2020 – 20), Daun 26 (2020 – 29), Bitburger-Land 19 (2020 – 33) und Gerolstein-Hillesheim 18 (2020 – 10). Das sind nur die Zahlen der Fundkatzen, die hier im Tierheim gelandet sind. Sehr viele Katzen konnten auf privaten Pflegestellen der Förderverein-Eifeltierheim unterkommen und vermittelt werden.
Insgesamt haben wir in 2021 533 Katzen aufgenommen (2020 – 490) und davon waren 335 Fundkatzen (2020 – 317). Bei den Kleintieren war es etwas weniger, hier haben wir im Jahr 2021 nur 41 Tiere aufgenommen. Überwiegend Kaninchen und Farbmäuse, aber auch Igel, Meerschweinchen und eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte war dabei.
Und eigentlich wären es noch viel mehr Tiere geworden, denn im Frühling haben wir über drei Monate fast kein Tier aufnehmen müssen, da die Tiere fast alle im privaten Bereich ein neues Zuhause gefunden haben. Wir hatten kurzzeitig nur noch 32 Katzen in unseren Zimmern.
In einem „normalen“ Jahr, hätten wir in dieser Zeit weitere 50 – 60 Katzen aufgenommen.
Aber dann stiegen im Frühsommer die Aufnahmezahlen proportional mit dem Sinken der Corona-Inzidenten und es wollte einfach nicht mehr aufhören.
Die Zahlen der Pflegestellen entsprechen meiner Erfahrung nach in etwa denen des Tierheims, sodass wir zusammen in 2021 ca. 1.000 Tiere versorgt haben.

 

  1. Per Gesetz sind die Kommunen ja verpflichtet, sich um Fundtiere zu kümmern. Welche Verbandsgemeinden beteiligen sich an den Kosten? Wo harkt es?

Verträge gibt es mit der VG Arzfeld, VG Daun, VG Gerolstein, VG Kelberg, VG Speicher und die VG Wittlich-Land bezahlt ohne Vertrag, jedoch laut Beschluss.
Hier funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend und die Ämter bekommen von uns zum Jahresanfang eine Aufstellung aller Fundtiere.
Leider sehen einige Verbandsgemeinden nicht die Notwendigkeit, einen Pauschalbetrag mit uns einzugehen. Sie argumentieren damit, dass sie in den letzten Jahren gar keine Fundtiere in ihren Gemeinden hatten.
Das kann auch so gewesen sein, aber Meldungen/Anrufe hatten sie bestimmt.
Aber wenn ich jede Meldung abschmettere und dem Tier den Status der Fundkatze abspreche und einfach sage, die Katze ist auf dem Weg nach Hause – und fertig, dann brauche ich mich nicht zu wundern, dass sich niemand mehr meldet.
Ich denke, dass es einigen Leuten genau darum geht. Für das Amt ist die Angelegenheit schnell erledigt, für die Finder, dem Tier und uns leider nicht.

Fakt ist, es gibt sehr viele Fundkatzen, denn wir und der Förderverein müssen Sie aufnehmen.
Ein weiterer Grund ist, dass uns viele Fundkatzen außerhalb der Büro-Öffnungszeiten gemeldet werden. Nicht immer ist es dringend, aber doch bei ca. der Hälfte der Fälle.

Leider bekommen wir immer wieder erzählt, dass Anrufer bei den Ordnungsämtern, ich möchte es mal so ausdrücken, nicht besonders kundenfreundlich behandelt werden.
Wenn die Leute ein abgemagertes Fundtier vor ihrem Haus finden und es füttern, werden sie nicht selten angepammt, warum sie das Tier auch füttern. Sie sollen aufhören zu füttern und dann würde sich der Fall schon von allein erledigen.
So oder so ähnlich bekommen wir es oft zu hören und haben es auch selbst bereits in einigen Verbandsgemeinden erlebt.

Ganz wichtig: Natürlich gibt es auch ganz tolle Mitarbeiter auf den entsprechenden Stellen, aber leider viel zu wenige.

Und über die Jahre hat es sich einfach herumgesprochen, dass wir immer ans Telefon gehen, sobald jemand im Tierheim ist und wir unbürokratisch helfen.
Das war bis vor zwei bis drei Jahren kein Problem, aber jetzt rufen die Leute von überall her an und die Anzahl der gemeldeten Tiere explodiert und damit auch unser Arbeitsaufwand und auch die Kosten.
Vielleicht sollte sich manch ein Mitarbeiter der Ordnungsämter noch einmal klarmachen, wer ihr Gehalt bezahlt. Nämlich die Leute, die dort anrufen und eigentlich erwarten dürfen, dass Ihnen geholfen wird. Denn genau dafür sind meiner Meinung nach die Leute eingestellt und werden genau dafür bezahlt.
Natürlich ist das Ordnungsamt kein Selbstbedienungsladen, wo sich jeder finanzielle Hilfe einfordern kann, aber einfach jeden abzuwimmeln, kann es ja auch nicht sein.

Nächster Eintrag am Donnerstag.

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Tagebucheintrag 14.01.22

verfasst am 14. Januar 2022

Keine Vermittlungen, keine Neuzugänge.

Heute um 12.00 Uhr wird die erste der beiden „5 Katzen-Aktionen“ abgearbeitet.
Hier handelt es sich Katzen vom Frühsommer und leider sehr scheu.
Eventuell bekommen wir über das Wochenende noch die zweite „5 Katzen-Aktion“ begonnen.

Ich bin nächste Woche von Montag bis Mittwoch nicht im Hause.
Allerdings kommt der Eintrag am Montag, den kann ich am Sonntag bereits vorbereiten.
So kann ich die Katzen der Fangaktionen vorstellen.

Hallo aus Bremm!
Frieda (ehemals Hagen Nina) erkundet munter ihr neues zu Hause.
Wir haben die ältere Dame ins Herz geschlossen und freuen uns sehr ihr ein schönes zu Hause bieten zu können!
Herzliche Grüße aus dem Moseltal

Die restlichen fragen aus dem Wochenspiegel-Interview kommen am Montag

Hier zwei Informationen, die ich gestern zusammengestellt habe.

Wir haben im letzten Jahr genau 897 Maschinen Kochwäsche gehabt. Überwiegend Handtücher, kleine Decken, Geschirr- und Putztücher.
Das hält natürlich keine normale Waschmaschine lange aus, die Lebensdauer ist ca. 1-2 Jahre, egal ob No-Name-Gerät oder Marken-Maschine.
Garantie gib es leider nicht, wir nutzen die Geräte für andere Zwecke, für die sie gebaut und verkauft wurden.
Zum Glück bekommen wir schon mal gebrauchte Maschinen und/oder mit leichten äußerlichen Defekten zu Sonderpreisen.
Kochwäsche ist bei uns Pflicht, weil wir so sicher sein können, alle Viren und Bakterien abzutöten.
Das kostet natürlich viel Strom und Wasser, ist aber nicht zu umgehen.

Dann haben wir eben eine neue Palette Katzenstreu bekommen.
Davon bekamen wir im letzten Jahr acht stück, jede genau eine Tonne schwer.
Zusätzlich bekommen wir noch Streu geschenkt. Zum Glück sind die Einkaufspreise günstiger als im Geschäft, aber trotzdem sind wir so mit 7.500, – Euro dabei. Und die Menge muss ja auch noch entsorgt werden, das kostet auch einiges, obwohl wir zum Glück beim Streu einen Sonderpreis bekommen, müssen ihn aber sortenrein (natürlich mit den entsprechenden Hinterlassenschaften) trennen.

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Tagebucheintrag 13.01.22

verfasst am 13. Januar 2022

Unsere Vermittlungen.

Am Dienstagabend ist Nina (Hagen) von einer Familie abgeholt worden und lebt jetzt als Einzelkatze in Bremm.

Heute Vormittag ist wie angekündigt Bengel von einer Frau aus Maring-Noviand abgeholt worden. Dort ist er Einzelkatze mit späterem Freigang.

Zachory wurde doch nicht abgeholt, die vermisste Katze war eine getigerte EKH. Da haben wir etwas aneinander vorbeigeredet. Die Frau verfolgt weitere das Tagebuch, sollte der Kater zu uns kommen.

Unsere Neuzugänge.
Wir sind in den nächsten Tagen an zwei Fällen mit jeweils 5 Katzen dran. Ein Sterbefall, ein Fall mit Fundkatzen. Unter anderem sollen zwei liebe Perserkatzen darunter sein. Alle Freigänger, ehr weiß ich noch nicht

Leider ist gestern Lieselotte wieder zurückgekommen.
Eigentlich hat alles sehr gut funktioniert, sie schlief sogar bei den Kindern mit im Bett.
Die Besitzerin beschrieb die Situation so. Lieselotte mag definitiv keine anderen Katzen. Sobald eine Katze am Fenster auftauchte, knurrte sie oder es war ihr -mehr oder minder – egal.
Dann kam die Frau mit einem Wäschekorb in den raum und ich glaube die Kombination aus Frust und Bedrohung durch den Wäschekorb, brachte Lieselotte zu einer Übersprungshandlung.
Die sprang der Frau in die Beine und lies nicht mehr los. Sehr schmerzhalft, und weil kleine Kinder mit im Haushalt leben, ein verständlicher Grund für die Rückgabe.
Jetzt müssen wir schauen, wie Lieselotte sich hier gibt und wird auf jeden Fall als Einzelkatze in einen Haushalt ohne Kinder vermittelt.

Hurra! unser Senior “Bärchen” ist heute schon 1 Jahr da.
Es grüßen auch noch unser Rosenkavalier “Charly”  und unsere Neue “Frl. Coco”.
Viele Grüße, Ilona + Bernd.

In eigener Sache.

Jetzt sind alle Spendenquittungen raus. Wer bis jetzt von 2021 noch keine Spendenquittung hat und eine haben will, der soll sich bitte melden.
Des Weiteren haben wir auch schon Spendenquittungen zurückbekommen, wo die Adresse nicht stimmen soll.
Rückmeldungen am besten per Mail mit dem Datum und dem Betrag, ob Bar oder auf welches Konto er überwiesen hat und ganz wichtig, bitte mit vollständiger Adresse .

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Tagebucheintrag 12.01.22

verfasst am 12. Januar 2022

Heute kein Eintrag.

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Tagebucheintrag 11.01.22

verfasst am 11. Januar 2022

Keine Vermittlungen, aber es hat sich der Besitzer von Zachory gemeldet.
Er ist beim Umzug ausgebüxt. Genauere Informationen bekommen wir, wenn er heute abgeholt wird.
Bengel wird am Donnerstag abgeholt

Keine Neuzugänge.

Nachtrag zu der Fundkatze Udler.
Es war ein unkastrierter Kater und richtig heftig drauf.
So können wir zurzeit eigentlich nur davon ausgehen, dass sich jemand auf diese Weise von einem Streunerkater entledigen wollte.
Die Finderin konnte Udo auch nicht anfassen. Sie hat ihn von einer Box in die andere Box umlaufen lassen und dicke Handschuhe getragen. Udo ist zum Glück neg. getestet und auf ca. 2016 geschätzt worden.
Vielleicht täuschen wir uns auch und Udo wird bald handzahm. Deshalb warten wir noch ein paar Tage und überlegen dann, was wir mit ihm machen.

Liebes Eifeltierheim Team.
Genau vor einem Jahr bin ich zu meiner neuen Familie gekommen.
Ich fühle mich total wohl hier und freue mich auf eine weiterhin schöne Zeit.
Viele liebe Grüße von uns allen.
Moses und Familie aus Bollendorf 😻

In eigener Sache.

Ende der Woche ist geplant, dass im Wochenspiegel ein Jahresrückblich über das Tierheim veröffentlicht wird.
Dafür hat uns die Redakteurin acht Fragen zugesandt, die wir beantworten sollten.
Als ich die Fragen beantwortet und einige Zahlen zusammengesucht habe, wurde der Text immer länger. Und aus meiner Erfahrung heraus weis ich ja, dass ein Zeitungsartikel nicht so ausführlich ausfallen darf.
Es wäre aber Schade, wenn die Texte einfach verschwinden würden und wenn die Frau diese Sachen interessieren, vielleicht auch Sie.

Deshalb habe ich entschieden, dass ich die Fragen und meine Antworten darauf hier im Tagebuch veröffentlichen werden.
Da es viel Text ist, werde ich es auf die nächsten Tage verteilen. Heute beginnen wir mit den ersten beiden Fragen.

  1. Wie viele Katzen befinden sich aktuell im Tierheim und wie viele haben Sie im vergangenen Jahr aufgenommen? Haben Sie genügend Platzkapazitäten?

Zurzeit befinden sich 103 Katzen und 2 Kaninchen im Eifeltierheim, sowie weitere Katzen auf den Pflegestellen des Förderverein-Eifeltierheim.
Normalerweise betreuen wir im Jahresdurchschnitt zwischen 70 und 80 Katzen + ca. 10 Kleintiere gleichzeitig in unseren 11 Zimmern.
Der Höchststand im Jahr 2021 lag kurzzeitig über 130 Katzen. In dieser Zeit mussten wir einige Jungkatzen wegen fehlender freier Quarantäneboxen auch in Kleintierkäfigen unterbringen. Das ist für eine kurze Zeit mit Katzenbabys machbar, aber natürlich nicht so gut, wie in den vorgesehenen Quarantäneboxen.
Zusätzlich wurde die Besatzdichte der Zimmer und Boxen erhöht, was natürlich zu Mehrarbeit und schnellerer Verbreitung von Krankheiten geführt hat. Die Alternative wäre allerdings noch schlimmer gewesen, nämlich die Tiere nicht aufzunehmen und damit den sicheren Tod der Mehrzahl der Tiere in Kauf zu nehmen.
Übrigens, wir hatten keine Probleme mit Corona-Rückläufer. Wir waren sehr sorgfältig bei den Vermittlungen und bei Katzen und Kleintieren ist die Problematik bei weitem nicht so groß, wie bei den Hunden.
Zum Glück hatten wir bereits im Anfang des Jahres beschlossen, einen Lagerraum in ein weiteres Quarantänezimmer umzuwandeln. Dafür haben wir uns Container hinter das Tierheim gestellt und konnten somit den Raum so umbauen, dass wir ein weiteres, dringend benötigtes Quarantänezimmer einrichten konnten. Gerade rechtzeitig vor dem großen Ansturm.
Allerdings reichte der zusätzliche Raum trotzdem nicht aus, deshalb sind wir am überlegen, eine räumlich getrennte, größere Quarantänestation zu errichten.
Da sind wir noch in der Planung, es müssen noch baurechtliche Sachen abgeklärt werden. Sollten wir die neuen Quarantänezimmer bekommen, so würden die jetzigen Quarantänezimmer frei werden und könnten als „normale“ Katzenzimmer genutzt werden.

 

  1. Wie hoch sind die Kosten für Tierarzt und Futter (pro Jahr) und wie finanzieren Sie diese?

Die Arztkosten des Eifeltierheims werden dieses Jahr zum ersten Mal die 50.000, – Euro Marke überschreiten. Dazu kommen die Tierarztkosten des Fördervereines in Höhe von 110.000,- €. Die 12 – 14 Pflegestellen benötigen einiges an Material und Futter, dafür wurden vom Förderverein ca. 23.000,- € ausgegeben.
Der große Unterschied zwischen den Tierarztkosten des Tierheims und des Fördervereins haben mehrere Gründe.
Zum einen sind auf den Pflegestellen überwiegend Kitten und Jungkatzen untergebracht. Die sind meistens sehr krankheitsanfällig und deshalb teuer. Zusätzlich mussten wir wegen Kapazitätsengpässen bei unserem Tierarzt zu Tierärzten ausweichen, die Verträge mit dem Förderverein haben und deshalb fallen diese Kosten auf deren Konto auf. Und natürlich können wir mit unserem Fachpersonal Krankheiten selber behandeln (natürlich immer mit der Absprache mit dem Tierarzt) und senken dadurch unsere Tierarztkosten.

Die meisten Menschen glauben, dass die Futterkosten bei uns der größte Einzelposten ist. Aber zum Glück bekommen wir sehr viel Futter gespendet, sodass wir eigentlich fast nur noch Spezialfutter kaufen müssen, z.B. Kitten-Aufzucht-Milchpulver, Nieren- oder Gastro-Futter.
Aber was vorne rein geht, kommt auch irgendwann hinten wieder raus.  So sind die Entsorgungskosten für das Streu fast ähnlich hoch wie die Futterkosten.
Wir haben noch keinen Jahresabschluss gemacht, aber Futter und Entsorgung belaufen sich auf jeweils ca. 7.500, – Euro pro Jahr.
Bei der Finanzierung kann ich leider auch noch keine genauen Zahlen nennen. Aber ich schätze, dass ca. 60 Prozent der Einnahmen Spenden sind, 20 – 25 Prozent Zuschüsse vom Land und Verträge mit einigen Verbandsgemeinden, der Rest sind Einnahmen aus den Vermittlungen.
Und genau das ist ja unser Problem. Wenn ca. 80 Prozent der Einnahmen nicht wirklich fest kalkulierbar sind, ist es fast immer eine Gradwanderung.
Denn der Vermieter möchte pünktlich seine Miete, die Mitarbeiter ihr Gehalt, die Krankenkassen, Sozialkassen und das Finanzamt ebenfalls pünktlich ihre Abgaben erhalten.
Ende November sah es nicht gut aus und zum Glück kamen dann um die Weihnachtstage so viele Spenden auf unsere Konten. Aber es hätte eben auch ganz anders aussehen können.
Und genau das ist unser Antrieb, warum wir die Verträge mit den Verbandsgemeinden abschließen möchten, nur so können wir den Anteil der festen Einnahmen erhöhen.
Jedes Tierheim ist und wird immer auf Spenden angewiesen sein. Aber es ist sehr wichtig, dass sich der Anteil der gesicherten Einnahmen erhöht.

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Tagebucheintrag 10.01.22

verfasst am 10. Januar 2022

Unsere Vermittlungen.

Am Freitagabend sind Beasly und Beany zusammen zu einer Familie mit Haus und Garten nach Trier gegangen.
Zusätzlich ist Bengel reserviert, er geht allerdings heute noch in die Zahnsanierung.
Weitere Personen überlegen noch

 

Unsere Neuzugänge.

Ich habe eben neue Katzen auf die „Externe“ Seite gestellt.

Das ist die angekündigte Fundkatze aus dem Autobahn-Damenklo Nähe Udler. Die Dame fand einen Karton aus dem Karton kamen Miau-Rufe.
Sie war so clever, den Karton nicht vor Ort zu öffnen, dann wäre die Katze bestimmt in Panik geraten und weggelaufen.
Zuhause hat sie den Karton geöffnet und die Katze in einem Art Käfig gesteckt. Im Karton war bereit Kot und Urin, deshalb war die Katze bereits eine Zeitlang dort eingesperrt.
Das war am Donnerstag abends so gegen 19.00Uhr. Am Freitagmorgen kam dann der Anruf, ob Sie die Katze bringen kann und abends kam die Katzen dann zu uns.
Die Katze ist von der ganzen Aktion nicht besonders begeistert, deshalb geht sie heute zur Eingangsuntersuchung und bekommt dort bestimmt eine leichter Narkose.
Sollte sie/er unkastriert sein, wird das direkt mitgemacht.

Hallo liebes Eifeltierheim,
Anbei noch ein paar Fotos von Barney (Chico) im neuen Zuhause und von Pippa und Penny (Stine).

Vielen Dank und liebe Grüße aus Fleringen

In eigener Sache.
Es geht um meine Frage im Tagebuch, ob das aktuelle Corona-Virus etwas mit der Zunahme an erkrankten Katzen mit FIP zutun haben könnte.
Ich habe einige Mails bekommen, die ich verkürzt so zusammenfassen kann.
Corona löst FIP nicht aus, aber ein an Corona erkranktem Tier kann das Immunsystem so schwächen, das FIP leichteres Spiel hat.
Das scheint noch nicht bewiesen, aber einige Indizien deuten darauf hin und es scheint mir auch plausibel.
Ich bleibe dran.

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Tagebucheintrag 07.01.22

verfasst am 7. Januar 2022

Keine Vermittlungen, keine Neuzugänge.

Heute Abend soll eine Katze kommen, die die Finderin in einer Karton in der Damen- Autobahnbahntoilette gefunden hat. Mehr wissen wir noch nicht.

Sonst ist es zum Glück einigermaßen ruhig. Die zwei Interessenten von gestern konnten sich noch nicht entscheiden und wollen noch abwarten.

Das es etwas ruhiger ist, ist für uns mal sehr angenehm.
Gestern und heute gehen keine Katzen zum Tierarzt!
Zum Glück haben sich alle Katzen soweit stabilisiert, dass wir nur weiterbehandeln müssen.
Das spart uns natürlich viel Arbeit und wir kommen etwas mit der Aufarbeitung der liegengebliebenen Arbeiten voran.

Lieber Rainer,
zum Jahresbeginn hier endlich mal wieder ein paar Fotos von Mimi und Momo. Sie wohnen nun schon über sieben Jahre bei uns und erfreuen sich bester Gesundheit. Meistens geht jede ihre eigenen Wege, aber wir glauben, sie sind ganz froh, sich gegenseitig zu haben. Wie halt Schwestern so sind!
Wir wünschen euch im neuen Jahr weiterhin so viel Schwung und unermüdlichen Einsatz für die Tiere wie bislang! Ihr seid ein tolles Team!
Liebe Grüße aus Laufeld, Monika und Joachim mit Mimi und Momo

Hallo liebes Team vom Eifeltierheim.
Zwei Monate ist der gute Finn nun schon bei uns zu Hause und er fühlt sich pudelwohl!
Mit Rory (dem Hund) verträgt er sich gut! Er meldet sich, wenn er sein Geschäft erledigen muss, da er, seitdem er raus darf, auch nur noch draußen macht, und findet auch immer (mal nach 30 min, mal nach 18 Stunden) den Weg zurück nach Hause!
Mit freundlichen Grüßen, A. B.

Hallo Herr Kordel,
anbei nochmal Fotos von Berni und Bea.
Am Dienstag haben sie die erste Impfung bekommen, in 4 Wochen dann die nächste.
Dann wird auch der Termin für die Kastration ausgemacht. Ich hoffe die Beiden stecken das gut weg.

Hab den Umschlag mit der Spende heute vorbeigebracht, es war zwar nicht viel, hoffe, aber es hilft trotzdem etwas. Ein Lob auch an ihre Mitarbeiterin, sehr sympathisch und nett.
(Anmerkung von mir: Eine Arztpraxis hat und den Inhalt Ihrer Kaffeekasse gespendet. Fast 290,- Euro und ja, das hilft uns. Vielen Dank an alle Arzthelferinnen)

LG D. A.

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IBAN: DE 74 5606 1472 0005 6632 76 | BIC: GENODED1KHK

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